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Sa, 09:11 Uhr
10.09.2016
Thüringer Philologen fordern:

„Leistungsgedanken beibehalten!“

"Die moderne Leistungsgesellschaft braucht Leistungsträger in Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur. Diesen umfassenden Bildungsauftrag kann das Gymnasium nur durch eine frühzeitige Leistungsdifferenzierung erfüllen“, erklärte die Vorsitzende des Thüringer Philologenverbandes, Heike Schimke, auf dem Vertretertag der Gewerkschaft der Gymnasiallehrer in Erfurt...


Die Thüringer Philologen treten deshalb entschieden allen Bestrebungen entgegen, das Gymnasium als erfolgreichste Schulart schleichend zugunsten der Gemeinschaftsschulen zurückzudrängen und letztlich abzuschaffen. Heike Schimke: „Bestmögliche Bildung und Erziehung von künftigen Leistungsträgern ist nur in einem grundständigen und nach dem Prinzip des kontinuierlichen Lernens strukturierten Gymnasiums ab Klasse 5 möglich. Die individuelle Förderung an Gymnasien erfolgt dabei durch differenzierte Fach- und Lernangebote unter Beibehaltung des Leistungsgedankens.“

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Sorge bereiten den Thüringer Philologen auch die massiven Kürzungen des verbindlichen Fachunterrichts, sowohl aufgrund Lehrermangels als auch durch die Ausweisung flexibler Stunden in der Wochenstundentafel. Heike Schimke: „Nur mit soliden Fachkenntnissen können unsere Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit zur Vernetzung von verschiedenen Aufgabengebieten entwickeln. Deshalb fordern wir, die Thüringer Stundentafel kritisch zu diskutieren und Veränderungen zugunsten des Fachprinzips vorzunehmen.“

Es wird immer schwerer, geeignete Lehrerinnen und Lehrer für den Schuldienst an Thüringer Gymnasien zu finden. Daher fordern die Thüringer Philologen die unverzügliche Wiedereinführung der Verbeamtung und die Honorierung besonderer Leistungen durch die Möglichkeit der Beförderung bzw. Höhergruppierung.

Mit Blick auf die zunehmende Überalterung der Lehrkräfte an den Thüringer Gymnasien fordert der Thüringer Philologenverband eine verantwortungsvolle Einstellungspolitik des Landes sowie eine fach- und sachgerechte Ausstattung der Schulen, um auch für die Zukunft die fachliche und pädagogische Qualität des Thüringer Gymnasiums zu sichern.

Zuvor hatten die Delegierten die Vorsitzende Heike Schimke und die stellvertretende Vorsitzende Ines Musch in ihrem Amt bestätigt. In den Geschäftsführenden Vorstand wurden außerdem gewählt: Thomas Gaßmann (Schatzmeister); Ute Fischer-Salzwedel, Thilo Hess, Heiko Krüger, Sven Luther und Erik Onnen (Beisitzer).
Autor: nnz

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