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Di, 15:27 Uhr
06.09.2016
Dokumentation

Mit Sachpolitik Ängste nehmen

Auf der jüngsten Landesvorstandssitzung der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU Thüringen (MIT) wurden thematische Ansätze zur aktuellen Flüchtlingspolitik und den Umgang mit dieser erarbeitet. Wir veröffentlichen sie innerhalb unserer doku-Reihe...


Die Wahl in Mecklenburg Vorpommern zeige aus Sicht der MIT deutlich, wie sehr dieses Thema in den Köpfen der Menschen präsent ist und wie wichtig es ist, durch eine vernünftige Sachpolitik, Ängste zu nehmen.

Thüringen braucht:
1. Thüringen und seine Wirtschaft brauchen ein belastbares Qualifizierungskonzept für anerkannte Flüchtlinge mit Arbeitserlaubnis und/oder Asylbewerber oder Geduldete.

2. Zu jedem Neubürger ist ein perspektivisches, individuelles Qualifizierungsprofil zu entwickeln, dem der Einwanderer zwingend zu folgen hat, ohne Wenn und Aber. Dafür ist in den Kreisen und Kommunen organisatorisch eine Qualifizierungsstelle aufzubauen, die dies umsetzt, und zwar in koordinativer Assistenz der Arbeitsagenturen, Unternehmerverbände und der ehrenamtlichen Organisationen.

3. Die Profilierungsstufen:
  • Erlernung der deutschen Sprache
  • Integration der schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen in die schulische und berufliche Ausbildung
  • berufliche Weiterbildung bereits bestehender Qualifizierungen im dualen System mit betrieblichen Praktika. Wichtig: Intensive Zusammenarbeit zwischen Bildungsträgern und Wirtschaft um neben Sprachkenntnissen auch praktische Fertigkeiten und Kenntnisse zur Vorbereitung auf eine spätere berufliche Tätigkeit zu vermitteln.
  • Residenzpflicht an einem Ort, mindestens bis die letzte Stufe der Qualifizierung erfüllt ist.

Fazit

1. Der Mittelstand ist an der aktiven, gelebten Integration bereit aktiv mitzuwirken.

2. Der Mittelstand schafft das, weil der Mittelstand dies mit Blick auf die demographische Entwicklung und dem daraus resultierenden Fachkräftemangel als Chance begreift.

3. Die Politik muss aufhören, Menschen zu verwalten. Die Politik muss die Neubürger in einen sinnwerten Alltag führen und sich an den Ergebnissen messen lassen. Der beschäftigungs- und aufgabenlose Alltag der Neubürger ist menschenunwürdig und integrationsschädlich.

4. Die Kosten der Integration werden um ein vielfaches geringer ausfallen, wenn die Neubürger in Lohn und Brot stehen und dadurch für sich selber aufkommen können.

Auf der anderen Seite muss den Neubürgern unmissverständlich klar sein: Wer nicht integrationswillig ist und die Sozialsysteme ohne positive Integrationsperspektive belastet, läuft Gefahr, unsere Gastfreundschaft zu verwirken.

Wir sind zwingend der Meinung, dass der Mittelstand die Landesregierung unter Zugzwang setzen muss. Die Forderungen müssen klar mit dem Hinweis formuliert sein, dass der Mittelstand bloßen Lippenbekenntnissen in demaskierender Weise entgegen treten wird.
Autor: nnz

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Kommentare
Leser1
07.09.2016, 06:20 Uhr
Bitte nicht so tun als ob man für den gesammten Mittelstand spricht
Ich bin Mittelstand und möchte keine Unterwanderung der Gesellschaft durch Flüchtlinge. Vielleicht werden die Flüchtlinge in ihrem eigenen Land zum Aufbau der Wirtschaft gebraucht. Ich möchte nicht das bei unserer Arbeitslosigkeit die Flüchtlinge die Jobs übernehmen und dann bei Wahlen die Regierung übernehmen. Irgendwo muss ich und meine Kinder ja noch leben können. Ich glaube nicht das der Mittelstand das will. Das sind nur einzelne die absahnen wollen. Es scheint in meinen Augen eher die Meinung der CDU zu sein.
RaWu
07.09.2016, 07:26 Uhr
Das ist nicht die Meinung des Mittelstandes.
Ich glaube auch, dass diese Äußerungen den typischen Bundes-GroKo Geschmack haben. Das ist nicht die Meinung der Mittelständler.

Der Mittelstand, gerade die SELBSTÄNDIGEN, wollen werder den massenhaften Zuzug aus fremden Kulturkreisen noch das Gehätschel "ach die Armen". Wer sich nicht von sich aus anpasst, muss gehen! Zur Not auch mit Nachhilfe. Skandinavien macht es vor.

Nein, es ist auch nicht die Meinung "der CDU". Die breite Mehrheit der Basis ist auf CSU-Linie.

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