Mo, 09:22 Uhr
22.08.2016
MEIN KLEINGARTEN – MEIN KLEINES PARADIES
Ein Hotel zum Geburtstag
Unterstützt vom Kreisvorstand der Kleingärtner, Spartenvorsitzenden und Gartenfreunden, die uns eigene Vorschläge unterbreiten, ist die Serie Mein Kleingarten – mein kleines Paradies exklusiv für die nnz. Heute sind wir in der Kleingartenanlage Am Borntal...
Kerstin Pabst versteckt hinter prächtigen Blumen vor dem Bungalow. (Foto: Kurt Frank)
Nordhausen. Kürzlich erst beging Kerstin Pabst ihren 51. Geburtstag. Ihre Gartennachbarn Gerhard Hofmann mit Frau Heidrun, Otto Wenkel und Frau Hannelore machten ihr ein Geschenk besonderer Art. Gemeinsam hatten die Familien ein Hotel gebastelt. Für Insekten, Bienen und allerlei weiterer Gartennützlinge. Man wusste um die Naturverbundenheit des Geburtstagskindes.
Ich freute mich sehr über dieses Geschenk. Überhaupt sind wir ringsum wie eine große Familie. Einer für alle, alle für einen, hebt Kerstin Pabst hervor. Als eine Erkrankung mein Schaffen im Garten stark einschränkte, waren die lieben Nachbarn da, halfen, wo sie konnten, fügt sie an.
Gleich neben dem Insektenhotel befindet sich ein kleiner Teich. Grün eingebettet. Seerosen zieren seine Oberfläche. Allerlei Leben im Wasser: Molche, Goldfische. Und Kermelinchen. Ein Froschweibchen, ist sich Kerstin Pabst sicher. Es habe Kermit als Partner und noch einen anderen Frosch gehabt. Leider standen sie auf der Speisekarte einer Ringelnatter. Das habe man ihr aber nicht besonders verübelt. Kermelinchen erfährt jetzt alle Fürsorge und manche kleinen Leckereien.
Neben einer Sitzgruppe befindet sich der Stamm eines Baumes. Groß sei der Walnussbaum gewesen. Über 100 Jahre alt. Sein Ableben habe sie und ihr Mann Ronald bedauert. Sehr sogar. Der Tod des Baumes kam amtlich gewollt. Stadtförster Axel Axt sei der Meinung gewesen, der Stamm sei schon morsch. Rolf Schiffler von der Naturschutzbehörde habe ihm geglaubt.
Es kam die Gartenbaufirma Becker. Von oben nach unten habe sie den Baum abgetragen. Danach geurteilt: Kerngesund. Letztlich trug das Argument der Behörde, man müsse der Verkehrssicherungspflicht nachkommen. Der Baum stand neben einem Gartenweg und stellte, amtlich gesehen, eine Gefahr dar, obwohl Ronald Pabst jeden trockenen Ast stets entfernte.
Die Parzelle hatte vordem Ronalds Eltern bewirtschaft. Seit 1967. Das Ende der alten Holzhütte habe eines Tages ein Blitzeinschlag besiegelt. Ronald und Kerstin Pabst übernahmen das Anwesen 1985. Maurermeister Pabst, der ein kleines Unternehmen führt und beruflich sehr eingespannt ist, baute massiv einen Bungalow. Ein Schmuckstück. Hinzu kamen ein Geräteschuppen und ein Gewächshaus. Prächtig gedeihen dort Tomaten in verschiedenen Sorten, Größen und Farben.
Auf dem 400 Quadratmeter großen Areal in Hanglage legte Ronald Pabst die Wege mit Platten aus, umrahmte sie mit Natursteinen, schuf kleine Treppchen, die alles miteinander verbinden. Alles spricht für Geschick und fachliches Können. Überhaupt: Der Garten ist tiptop.
Der Garten ist mein Ruhepool, meine Oase, mein kleines Paradies. Hier lasse ich die Seele baumeln, beschäftige mich, soweit es die Gesundheit zulässt, und lasse vergessen, was mich bedrückt, erklärt freimütig die leidenschaftliche Gärtnerin.
Einst habe sie als Erzieherin im Montessori Kinderhaus gearbeitet, bis eine Erkrankung sie zum Aufhören zwang. Sie hoffe aber, später einmal wieder ihren geliebten Beruf ausüben zu können. Im Garten tanke sie Kraft und neuen Mut. Manchmal komme ihre Mutti zu Besuch und helfe ein bisschen mit, worüber sie sich sehr freue.
Kurt Frank
Autor: nnz
Kerstin Pabst versteckt hinter prächtigen Blumen vor dem Bungalow. (Foto: Kurt Frank)
Nordhausen. Kürzlich erst beging Kerstin Pabst ihren 51. Geburtstag. Ihre Gartennachbarn Gerhard Hofmann mit Frau Heidrun, Otto Wenkel und Frau Hannelore machten ihr ein Geschenk besonderer Art. Gemeinsam hatten die Familien ein Hotel gebastelt. Für Insekten, Bienen und allerlei weiterer Gartennützlinge. Man wusste um die Naturverbundenheit des Geburtstagskindes.
Ich freute mich sehr über dieses Geschenk. Überhaupt sind wir ringsum wie eine große Familie. Einer für alle, alle für einen, hebt Kerstin Pabst hervor. Als eine Erkrankung mein Schaffen im Garten stark einschränkte, waren die lieben Nachbarn da, halfen, wo sie konnten, fügt sie an.
Gleich neben dem Insektenhotel befindet sich ein kleiner Teich. Grün eingebettet. Seerosen zieren seine Oberfläche. Allerlei Leben im Wasser: Molche, Goldfische. Und Kermelinchen. Ein Froschweibchen, ist sich Kerstin Pabst sicher. Es habe Kermit als Partner und noch einen anderen Frosch gehabt. Leider standen sie auf der Speisekarte einer Ringelnatter. Das habe man ihr aber nicht besonders verübelt. Kermelinchen erfährt jetzt alle Fürsorge und manche kleinen Leckereien.
Neben einer Sitzgruppe befindet sich der Stamm eines Baumes. Groß sei der Walnussbaum gewesen. Über 100 Jahre alt. Sein Ableben habe sie und ihr Mann Ronald bedauert. Sehr sogar. Der Tod des Baumes kam amtlich gewollt. Stadtförster Axel Axt sei der Meinung gewesen, der Stamm sei schon morsch. Rolf Schiffler von der Naturschutzbehörde habe ihm geglaubt.
Es kam die Gartenbaufirma Becker. Von oben nach unten habe sie den Baum abgetragen. Danach geurteilt: Kerngesund. Letztlich trug das Argument der Behörde, man müsse der Verkehrssicherungspflicht nachkommen. Der Baum stand neben einem Gartenweg und stellte, amtlich gesehen, eine Gefahr dar, obwohl Ronald Pabst jeden trockenen Ast stets entfernte.
Die Parzelle hatte vordem Ronalds Eltern bewirtschaft. Seit 1967. Das Ende der alten Holzhütte habe eines Tages ein Blitzeinschlag besiegelt. Ronald und Kerstin Pabst übernahmen das Anwesen 1985. Maurermeister Pabst, der ein kleines Unternehmen führt und beruflich sehr eingespannt ist, baute massiv einen Bungalow. Ein Schmuckstück. Hinzu kamen ein Geräteschuppen und ein Gewächshaus. Prächtig gedeihen dort Tomaten in verschiedenen Sorten, Größen und Farben.
Auf dem 400 Quadratmeter großen Areal in Hanglage legte Ronald Pabst die Wege mit Platten aus, umrahmte sie mit Natursteinen, schuf kleine Treppchen, die alles miteinander verbinden. Alles spricht für Geschick und fachliches Können. Überhaupt: Der Garten ist tiptop.
Der Garten ist mein Ruhepool, meine Oase, mein kleines Paradies. Hier lasse ich die Seele baumeln, beschäftige mich, soweit es die Gesundheit zulässt, und lasse vergessen, was mich bedrückt, erklärt freimütig die leidenschaftliche Gärtnerin.
Einst habe sie als Erzieherin im Montessori Kinderhaus gearbeitet, bis eine Erkrankung sie zum Aufhören zwang. Sie hoffe aber, später einmal wieder ihren geliebten Beruf ausüben zu können. Im Garten tanke sie Kraft und neuen Mut. Manchmal komme ihre Mutti zu Besuch und helfe ein bisschen mit, worüber sie sich sehr freue.
Kurt Frank








