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Do, 15:21 Uhr
11.08.2016
Was tut sich am Heidelbergblick in Nordhausen?

Die Antwort ist simpel: Nichts! - Update: Jutta Krauth

Ende Mai hatte die nnz über die Probleme der Anlieger am Nordhäuser Heidelbergblick berichtet. Selbst der Stadtrat und das Rathaus schienen plötzlich Gehör zu haben. Doch hat sich in Nordhausen Nord wirklich etwas getan? Wir haben nachgesehen...

Veränderungen nur am Schild (Foto: nnz) Veränderungen nur am Schild (Foto: nnz)
Anlieger der Straße hatten damals ein Schild aufgestellt. Mittlerweile wurde der Inhalt des Protestplakats relativiert, der Name Investor wurde mit einem Brecht-Zitat überklebt.

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Warum? Jörg Prophet berichtet der nnz, dass in mehreren Gesprächen mit Axel Heck klar und deutlich zum Ausdruck kam, dass der Investor zwar die Straße bauen möchte, die Stadt aber noch das Hemmnis sei.

Null Bewegung habe es gegeben und so bleibt die Stadt seit Ende 2012 immer noch in Verzug. Enttäuscht ist Prophet sowohl von der Verwaltung als auch von den Fraktionen im Stadtrat. Die würden sich nicht einen Hauch für die Belange der Anwohner interessieren, jedenfalls kenne er keine Gesprächsangebote oder Versuche einer Kontaktaufahme. Die einzigen, die sich für das Probleme interessiert hätten, das seien Vertreter der AfD gewesen. Mittlerweile ist er Mitglieder dieser Partei.

"Es geht auch nicht um den Sachverhalt - der ist unstrittig. Es geht darum, das der Bürger nix zählt. Die Fraktionen machen die Politik ihrer jeweiligen Bundespartei und vertreten nicht den "Nordhäuser Bürger".

Brecht statt "Investor" (Foto: privat) Brecht statt "Investor" (Foto: privat)
"Viel eher erschachere man Geld für eigene Parteiprojekte und die Bürokratie macht was sie will und ist nicht vom Stadtrat zu kontrollieren", wird Jörg Prophet deutlich und meint abschließend: "Eigentlich müssten hunderte Schilder in der Stadt prangen...".
Peter-Stefan Greiner

Update aus dem Rathaus: Zur Lösung der Erschließung des Bebauungsplan-Gebietes „Rüdigsdorfer Weg“ sagt Bürgermeisterin Jutta Krauth: „Wie im Juni angekündigt, wird den Stadträten am 31. August ein Lösungsvorschlag vorgelegt. Sollte dieser die Zustimmung der Stadträte finden, kann dann im Jahr 2017 mit der schrittweisen Erschließung der Straße begonnen werden, die im Jahr 2019 beendet werden kann.

Der Beschlussentwurf sieht unter anderem vor:
  • Die Stadtverwaltung wird ermächtigt, die Kosten der Erschließung der Straßen „Zum Gumpetal“, „Zur Schönen Aussicht“ und „Hagenbergsiedlung“ in die Haushaltspläne 2017 bis 2019 einzuplanen.
  • Zu einer effektiven Finanzierung und zügigen Abwicklung des Vorhabens wird die Stadtverwaltung einen Teil der Grundstücke der SWG übertragen. Die SWG kann nach der Erschließung und Parzellierung die Grundstücke weiter verkaufen.
  • Für die Erschließung erhebt die Stadtverwaltung von den Anliegern (auch der SWG) die vorgeschrieben Beiträge, die zur Finanzierung der Erschließung verwendet werden.“
Autor: nnz

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Kommentare
Peter59
11.08.2016, 17:03 Uhr
Brecht hat Recht.....
Das gilt allerdings für alle Bereiche des Lebens...Schaut sie Euch an, die denken, daß sie regieren.....von oben nach unten.....die Interessen der Bürger behandeln sie wie Dreck......Brecht war kein "Dummer" und deshalb hatten einige "Volksvertreter" vor ihm Angst....
geloescht.20250302
11.08.2016, 17:50 Uhr
Wiederholung
Schrieb ich schon mal:

"Man kann einen Teil des Volkes die ganze Zeit täuschen und das ganze Volk einen Teil der Zeit. Aber man kann nicht das gesamte Volk die ganze Zeit täuschen." Abraham Lincoln

Klingt moralisch toll...aber solches Denken wird uns Tag für Tag aufs Neue ausgetrieben.
Gudrun1974
11.08.2016, 18:18 Uhr
Herr Prophet und die Schönen und Reichen in Nord
Mehr muss man nicht sagen.
Treuhänder
12.08.2016, 07:09 Uhr
Immer SWG...
Ich lese immer, das macht die SWG. Die SWG baut die Feuerwache, weil die Stadt nicht die finanziellen Mittel hat. Die SWG kauft Grundstücke, die SWG, die SWG....

Die SWG ist wohl die neue Service-Gesellschaft wie im Landkreis? Hat man Herrn Jendricke nicht geschollten, weil er alles in die Service-Gesellschaft verlagert? Scheint ja doch nicht so falsch zu sein, denn sonst würde das ja nicht so übernommen werden. Vielleicht wird die Stadt eine Kopie des Landratsamtes? Herr Jendricke, machen sie weiter so und lassen sie sich nicht von Ihren Kritikern beirren.
RaWu
12.08.2016, 07:35 Uhr
Das ist kein vernünftiger Vergleich.
Die SWG ist ein funktionierendes Unternehmen, das im Immobilienmarkt zu Hause ist. Das Errichten und Vermieten ist der Kern des Geschäftes. Auch eine Feuerwehr ist ein Gebäude, was erst errichtet wird, um es dann zu vermieten. Die Gewinne der SWG bekommt dann wer?
Der VEB Service ist ein Versorgungswerk "verdienter" Genossen, ein Millionengrab. Von einem mehr oder weniger Hausmeister-Service soll auf politischem Druck hin aus dem Konstrukt ein Allesanbiter werden. Die Entscheider und Beführworter sind allesamt Kommunalpolitiker und keine Geschäftsleute. Deshalb wird es schief gehen. Die Verbindlichkeiten in Millionenhöhe fallen an die Mutter, den LK zurück.

Nicht der ursprüngliche Sinn der Service ist das Problem. Nein, das ist und bleibt sinnvoll, gewisse Dienstleistungen (Hausmeister) aus dem Geschäftsbetrieb des LRA auszulagern. Das Ganze ohne den Unterbau von Fachleuten in kurzer Zeit aufzublasen ist der Anfang vom Ende. Und warum kann und wird das so gemacht? Weil die Beführworter nicht dafür haften. Der Endverantwortliche LR wird auch mit 50 oder 60 Millionen € Schulden seine Pension bekommen.
Frank Kramer
12.08.2016, 09:07 Uhr
Oh man...
.. laut @riese87 haben also Menschen, die in einem Neubaugebiet leben keine Rechte, weil sie "eventuell" reich und schön sein können? Als Tipp den Artikel einfach mal durchlesen. Hierbei geht es nicht darum, das die Anwohner, die Straße Geschenk bekommen wollen. Das ist Blödsinn! Es geht darum, das die Anwohner ein Recht darauf haben, das sie zu Ihren Wohnungen und Häuser eine sichere und vernünftige Straße bekommen.

Dafür zahlen wir alle Steuern, gehen 8-12 Stunden täglich auf Arbeit und die Anwohner der besagten Straße bezahlen diese zu 90% selber. Das dieser Straßenbau noch nicht erfolgt ist, ist dem versagen unserer kommunalen Politiker zu verdanken um genau zu sein Ihrem Freund Herrn Jendricke. Weiterhin geht darum, dass die Probleme der Bürger von Nordhausen, wie dieses Beispiel sehr gut zeigt, von unseren gewählten Vertretern jahrelang einfach ignoriert wird. Das "Update" des Artikels zeigt ebenso wieder, das weiterhin nur auf Zeit gespielt wird.

Daher ist es wichtig, dass es solche Menschen, wie die Familie Prophet gibt, die den Mut haben solche Missstände in unserer Stadt anzusprechen. Danke!
Flitzpiepe
12.08.2016, 09:43 Uhr
Das mag ja richtig sein
was Frank Kramer da schreibt, aber wenn man alle Probleme der Stadt zusammen in eine Liste schreibt, dann ist diese nicht ausgebaute Straße eines der kleineren Probleme. Und ziemlich weit unten auf der Liste.
Da können die Anwohner noch so trampeln und protestieren.

Was ich nicht verstehe: Die Anwohner wollen die Straße nicht geschenkt bekommen und im nächsten Satz haben sie ein Recht darauf sie zu bekommen.
In diesem Staat nutzt es nichts Recht zu haben. Entscheidend ist der Geldbeutel.
geloescht 011
12.08.2016, 12:26 Uhr
Herr Flitzpiepe
" Zitat : Was ich nicht verstehe: Die Anwohner wollen die Straße nicht geschenkt bekommen und im nächsten Satz haben sie ein Recht darauf sie zu bekommen.
In diesem Staat nutzt es nichts Recht zu haben. Entscheidend ist der Geldbeutel.


Das Recht, auch Ihr RECHT ist damit gemeint - entsteht dadurch, das wir alle Steuern bezahlen. Jeder nach seiner Leistungskraft.
Es gibt 2 Sachen zu beachten:
1. Es obliegt nicht dem " Gutdünken " einer von uns allen finanzierten Verwaltung wann und wie die Mittel (Treuhänderisch für den Bürger verwaltet ) ausgegeben werden. Beim Beschluss über einen Bebauungsplan ist dies alles geprüft und Bereitstellung der Mittel dargestellt worden. Das ist der Sinn der Sache. Das meint Herr Kramer mit " nicht geschenkt bekommen ".
2. Lassen wir uns doch nicht wieder alle in kleinteiligen Diskussionen entzweien. Das ist doch genau der Boden auf dem die heutigen Zustände aufbauen.
Lasst uns das EINIGENDE betonen.
Wir sind alle zahlende Bürger der Stadt und wir bekommen nicht immer die zustehenden Dienstleistungen . Wer die Gesetze und Statuten kennt weiß auch, das es Reihenfolgen gibt, die es einzuhalten gilt.
Schlimm wird es nur, wenn die Politik nicht den Bürger vertritt sondern die Parteivorgaben aus Berlin.
Es lebe das Statusobjekt.


Und nicht vergessen :
DEMOKRATIE lebt vom mitmachen. Da wird keine Raumsonde landen, ein Männchen steigt aus und stellt den Schalter auf RICHTIG. ( Zitat POHL )
Das müssen wir schon selbst was tun.
Auch Sie Herr Riese87 - wie Geheimnisvoll



Immer schön politisch bleiben

Jörg Prophet
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