Mi, 11:57 Uhr
18.07.2001
Ausschreibung doch mit Haken?
Nordhausen (nnz). Im kommenden Monat sollen die hauptamtlichen Beigeordneten der Nordhäuser Kreisverwaltung gewählt werden. Eigentlich deutet alles auf eine friedliche Wahl der beiden Favoriten Loni Grünwald (PDS) und Matthias Jendricke (SPD) hin. Eigentlich....
Schon jetzt gibt es Signale aus der Kreisverwaltung, dass die Wahl doch nicht ohne Komplikationen über die Kreistagsbühne gegen dürfte. Erinnern wir uns noch einmal an den veröffentlichten Ausschreibungstext: Gesucht werden dynamische, zielorientierte, entscheidungsfreudige, belastbare und verantwortungsbewusste Persönlichkeiten, die über ausreichende Erfahrungen und gründliche Kenntnisse hinsichtlich der Verfahrensabläufe in einer Kommunalverwaltung verfügen.
Nun kann man vor allem Matthias Jendricke wohl kaum Dynamik, Zielorientiertheit oder Belastbarkeit absprechen. Was aber habe er als ausreichende Erfahrungen hinsichtlich der Verwaltungsabläufe vorzuweisen, fragen sich nicht nur Insider. Möglich wäre nach einer Wahl von Jendricke zum ersten Beigeordneten eine Konkurrentenklage von einem der 14 Mitbewerber. Da soll es Kandidaten mit juristischer Ausbildung und Erfahrungen in der kommunalaufsichtlichen Arbeit in anderen Landkreisen geben. Ob die sich mit einer erneuten Wahlniederlage zufrieden geben? Und dann bringt die SPD ja auch selbst einiges an Verwirrung ins Spiel. Mit gleich drei Kandidaten: Jendricke, Theuerkauf und Rein! Während das Verschleißpotential bei Hubert zwar in der Vergangenheit schon ziemlich groß gewesen ist, sollte die Kandidatur von Theuerkauf nicht unterschätzt werden. Es sei denn, Winfried Theuerkauf wird wirklich nur als Ersatzspieler gehandelt und er zieht seine Kandidatur wieder zurück.
Nach dem das sozialdemokratische Verwirrspiel anfangs in CDU-Kreisen für die nötige Unruhe sorgte, sollen sich die Christdemokraten ziemlich schnell auf Theuerkauf als Wunschkandidat eingeschossen haben. Ihm wurde auf den Gängen des historischen Landratsamtes schon mal mehr Kompetenz und Erfahrung zugesagt als Jendricke. Zu allem sozialdemokratischen Überfluß will Landrat Joachim Claus bei diesem Wahlgang von seinem Vorschlagsrecht gebrauch machen. Diese Vorschläge sind zwar nicht bindend, können doch aber Signalcharakter haben. Was wäre, wenn sich Claus denn für Theuerkauf ausspricht? Würde Theuerkauf wirklich zurückziehen? Wie würde die CDU-Fraktion sich verhalten? Die Antworten auf diese Fragen werden kurz vor oder erst am 21. August zu bekommen sein.
Gänzlich anders ist die Situation bei der PDS-Kandidatin Loni Gründwald. Kein Geheimnis ist ihre schwere Krankheit, die sich in den zurückliegenden Wochen durchlitt und sie auch überwunden hat. Da hauptamtliche Dezernenten dem Beamtenrecht unterliegen, müssen sie sich privat versichern. Und da beginnen die Probleme. Die werden in der PDS-Fraktion nicht gesehen, wohl aber wird man davon ausgehen, dass Loni Grünwald bei einer Wahl die Dienstgeschäfte erst am 1. Oktober aufnehmen könnte. Anders als in der SPD, gilt Grünwald nicht nur innerhalb der PDS als kompetent für den künftigen Job, sie hat auch keinen Konkurrenten aus den eigenen Reihen zu fürchten.
Autor: nnzSchon jetzt gibt es Signale aus der Kreisverwaltung, dass die Wahl doch nicht ohne Komplikationen über die Kreistagsbühne gegen dürfte. Erinnern wir uns noch einmal an den veröffentlichten Ausschreibungstext: Gesucht werden dynamische, zielorientierte, entscheidungsfreudige, belastbare und verantwortungsbewusste Persönlichkeiten, die über ausreichende Erfahrungen und gründliche Kenntnisse hinsichtlich der Verfahrensabläufe in einer Kommunalverwaltung verfügen.
Nun kann man vor allem Matthias Jendricke wohl kaum Dynamik, Zielorientiertheit oder Belastbarkeit absprechen. Was aber habe er als ausreichende Erfahrungen hinsichtlich der Verwaltungsabläufe vorzuweisen, fragen sich nicht nur Insider. Möglich wäre nach einer Wahl von Jendricke zum ersten Beigeordneten eine Konkurrentenklage von einem der 14 Mitbewerber. Da soll es Kandidaten mit juristischer Ausbildung und Erfahrungen in der kommunalaufsichtlichen Arbeit in anderen Landkreisen geben. Ob die sich mit einer erneuten Wahlniederlage zufrieden geben? Und dann bringt die SPD ja auch selbst einiges an Verwirrung ins Spiel. Mit gleich drei Kandidaten: Jendricke, Theuerkauf und Rein! Während das Verschleißpotential bei Hubert zwar in der Vergangenheit schon ziemlich groß gewesen ist, sollte die Kandidatur von Theuerkauf nicht unterschätzt werden. Es sei denn, Winfried Theuerkauf wird wirklich nur als Ersatzspieler gehandelt und er zieht seine Kandidatur wieder zurück.
Nach dem das sozialdemokratische Verwirrspiel anfangs in CDU-Kreisen für die nötige Unruhe sorgte, sollen sich die Christdemokraten ziemlich schnell auf Theuerkauf als Wunschkandidat eingeschossen haben. Ihm wurde auf den Gängen des historischen Landratsamtes schon mal mehr Kompetenz und Erfahrung zugesagt als Jendricke. Zu allem sozialdemokratischen Überfluß will Landrat Joachim Claus bei diesem Wahlgang von seinem Vorschlagsrecht gebrauch machen. Diese Vorschläge sind zwar nicht bindend, können doch aber Signalcharakter haben. Was wäre, wenn sich Claus denn für Theuerkauf ausspricht? Würde Theuerkauf wirklich zurückziehen? Wie würde die CDU-Fraktion sich verhalten? Die Antworten auf diese Fragen werden kurz vor oder erst am 21. August zu bekommen sein.
Gänzlich anders ist die Situation bei der PDS-Kandidatin Loni Gründwald. Kein Geheimnis ist ihre schwere Krankheit, die sich in den zurückliegenden Wochen durchlitt und sie auch überwunden hat. Da hauptamtliche Dezernenten dem Beamtenrecht unterliegen, müssen sie sich privat versichern. Und da beginnen die Probleme. Die werden in der PDS-Fraktion nicht gesehen, wohl aber wird man davon ausgehen, dass Loni Grünwald bei einer Wahl die Dienstgeschäfte erst am 1. Oktober aufnehmen könnte. Anders als in der SPD, gilt Grünwald nicht nur innerhalb der PDS als kompetent für den künftigen Job, sie hat auch keinen Konkurrenten aus den eigenen Reihen zu fürchten.

