Fr, 10:46 Uhr
29.07.2016
International Summer Camp in der KZ-Gedenkstätte
Geschichte sichtbar machen
Italien, Mexiko, Russland, Schweden, Serbien und Taiwan sind nur einige der Länder, aus denen am kommenden Wochenende die Teilnehmer und Teilnehmerinnen des International Summer Camps 2016 der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora anreisen. Dabei heißt es auch anpacken...
Es findet zwischen dem 30. Juli und 13. August 2016 statt und wird wie bereits im letzten Jahr gemeinsam mit dem Service Civil International veranstaltet. Die gemeinnützige Organisation organisiert und begleitet Freiwilligendienste weltweit.
Die 20 jungen Erwachsenen werden in den ersten zwei Augustwochen die Fundamente einer Baracke im früheren Häftlingslager kennzeichnen. Das Summer-Camp-Projekt ist Teil eines langfristig angelegten Vorhabens, in dessen Rahmen schrittweise die Standorte von ehemaligen Häftlingsunterkünften markiert werden.
Die sichtbar werdenden Grundrisse vermitteln eine räumliche Vorstellung von Ausdehnung, Lage und Größe der über 50 Baracken, in denen Häftlinge untergebracht waren. Die Markierungen werden von einem Informationssystem ergänzt, das Auskunft zu den einzelnen Barackenstandorten gibt und sie im Kontext der Lagergeschichte verortet. Erste Informationstafeln zu gekennzeichneten Grundrissen wurden im Rahmen des 71. Jahrestags der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora im April 2016 eingeweiht.
Das Lager Dora wurde als Außenlager des KZ Buchenwald im Sommer 1943 gegründet. Es diente anfangs der Verlagerung der Raketenproduktion von Peenemünde in vor Luftangriffen geschützte Stollenanlagen bei Nordhausen. Später kamen weitere Rüstungsprojekte hinzu: Zehntausende KZ-Häftlinge mussten 1944/45 Zwangsarbeit beim Ausbau unterirdischer Flugzeug- und Treibstoffwerke leisten. Zu ihrer Unterbringung richtete die SS neue Außenlager ein, die im Herbst 1944 mit dem Lager Dora zum selbständigen KZ Mittelbau zusammengefasst wurden.
Mehr als 60 000 KZ-Häftlinge verschleppte die SS in den KZ-Komplex Mittelbau. Mindestens ein Drittel von ihnen erlebte das Kriegsende nicht.
Nach 1945 wurden die Baracken im Hauptlager abgebaut und als Bau- oder Brennmaterial in der zerstörten Stadt Nordhausen und im Landkreis verwendet. Übrig blieben Fundamente und Gebäudereste, die bald unter der Vegetation verschwanden.
Autor: redEs findet zwischen dem 30. Juli und 13. August 2016 statt und wird wie bereits im letzten Jahr gemeinsam mit dem Service Civil International veranstaltet. Die gemeinnützige Organisation organisiert und begleitet Freiwilligendienste weltweit.
Die 20 jungen Erwachsenen werden in den ersten zwei Augustwochen die Fundamente einer Baracke im früheren Häftlingslager kennzeichnen. Das Summer-Camp-Projekt ist Teil eines langfristig angelegten Vorhabens, in dessen Rahmen schrittweise die Standorte von ehemaligen Häftlingsunterkünften markiert werden.
Die sichtbar werdenden Grundrisse vermitteln eine räumliche Vorstellung von Ausdehnung, Lage und Größe der über 50 Baracken, in denen Häftlinge untergebracht waren. Die Markierungen werden von einem Informationssystem ergänzt, das Auskunft zu den einzelnen Barackenstandorten gibt und sie im Kontext der Lagergeschichte verortet. Erste Informationstafeln zu gekennzeichneten Grundrissen wurden im Rahmen des 71. Jahrestags der Befreiung des KZ Mittelbau-Dora im April 2016 eingeweiht.
Das Lager Dora wurde als Außenlager des KZ Buchenwald im Sommer 1943 gegründet. Es diente anfangs der Verlagerung der Raketenproduktion von Peenemünde in vor Luftangriffen geschützte Stollenanlagen bei Nordhausen. Später kamen weitere Rüstungsprojekte hinzu: Zehntausende KZ-Häftlinge mussten 1944/45 Zwangsarbeit beim Ausbau unterirdischer Flugzeug- und Treibstoffwerke leisten. Zu ihrer Unterbringung richtete die SS neue Außenlager ein, die im Herbst 1944 mit dem Lager Dora zum selbständigen KZ Mittelbau zusammengefasst wurden.
Mehr als 60 000 KZ-Häftlinge verschleppte die SS in den KZ-Komplex Mittelbau. Mindestens ein Drittel von ihnen erlebte das Kriegsende nicht.
Nach 1945 wurden die Baracken im Hauptlager abgebaut und als Bau- oder Brennmaterial in der zerstörten Stadt Nordhausen und im Landkreis verwendet. Übrig blieben Fundamente und Gebäudereste, die bald unter der Vegetation verschwanden.


