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Mi, 13:59 Uhr
27.07.2016
Mammographie am Südharzklinikum

Bessere Diagnosen dank moderner Technik

Bessere Diagnosen dank moderner Technik - am Südharzklinikum geht das jetzt dank "Tomosynthese" (Foto: Südharz Klinikum Nordhausen) Bessere Diagnosen dank moderner Technik - am Südharzklinikum geht das jetzt dank "Tomosynthese" (Foto: Südharz Klinikum Nordhausen)
Am Radiologischen Institut des Südharz Klinikums ist seit einigen Tagen eine neue Technik im Einsatz, die die Brustbildgebung auf ein neues Niveau hebt. Hinter dem Fachbegriff der Tomosynthese verbirgt sich die Möglichkeit, Schichtaufnahmen der weiblichen Brustdrüse bei sehr niedriger Strahlenbelastung zu erstellen...

Es können bis zu 30 Schichtaufnahmen der Brust abgebildet werden. Wo bislang mit der herkömmlichen Technik (typischerweise 2 Summationsbilder) zum Beispiel bedingt durch Überlagerung von verschiedenen Gewebsarten keine konkrete Diagnose eines Tumors möglich war, liefert die Tomosysnthese durch die räumliche Zusatzinformation der Schichtaufnahmen nun einen wesentlichen Befund.

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Die neue mammographische Technik kann aber noch viel mehr. Chefarzt Prof. Dr. med. habil. Ansgar Malich erläutert: “In Thüringen erstmalig verfügbar ist die sogenannte tomosynthesegestützte Biopsie und Kontrastmittel-Mammographie.“

Dies ist so wichtig, weil die Beschreibung eines auffälligen Befundes für die Therapieeinleitung in der Regel heutzutage nicht ausreicht. Es ist in einem zertifizierten Brustzentrum immer eine feingewebliche Sicherung erforderlich. Seit Jahren steigt die Zahl derartiger Biopsien im Radiologischen Institut Nordhausen an. Unter Nutzung der Schichtaufnahmen der Brustdrüse können nun auch besondere, bislang nur sehr schwer biotisch abklärbare, krebsverdächtigte Areale, wie beispielsweise sogenannte Architekturstörungen punktgenau angezielt und bioptiert werden, was eine wesentliche Verbesserung der bisherigen Möglichkeiten darstellt.

Mit der Kontrastmittel-Mammographie sieht man, ob zum Beispiel im Bereich einer Narbe nach erfolgter Operation im Brustgewebe ein Areal durchblutet ist (was unter Umständen für Tumorareale in der Narbe sprechen kann) oder nicht (wie bei einer unauffälligen Narbe zu erwarten). Das wiederum ermöglicht eine schnelle und sichere Entscheidung für das weitere medizinische Vorgehen mit der Patientin, insbesondere wenn ein MRT nicht möglich ist.

Die Option einer parallelen Biopsie wird derzeit technisch mit Experten am Südharz Klinikum entwickelt. Prof. Malich geht davon aus, dass diese Technik, voraussichtlich erstmalig in Deutschland, zum Jahresanfang 2017 in Nordhausen zur Verfügung stehen wird.

Nach einer speziellen Einarbeitungsphase für die Mitarbeiter der Radiologie wurde die Tomosynthese und auch die tomosynthesegestützte Biopsie in den zurückliegenden Tagen bereits erfolgreich im Alltag genutzt. Nicht nur für die Ärzte und das medizinisch-technische Personal der Radiologie haben sich die Arbeitsbedingungen wesentlich verbessert, v.a. auch die Patientinnen profitieren direkt von der neuen Technik:
  • Durch verschieden große Kompressionspaddel kann auch die normale Röntgenaufnahme der weiblichen Brustdrüse an die Brustgröße der Patientin angepasst werden, was die Unannehmlichkeiten durch die Kompression unter der Röntgenaufnahme deutlich reduziert.
  • Aufgrund der neuen Möglichkeit, die Patientinnen in Seitenlage im Liegen zu bioptieren, wird diese Biopsie beispielsweise für Frauen mit Wirbelsäulenproblemen deutlich angenehmer bzw. die Erreichbarkeit von krebsverdächtigen Strukturen sehr nah an der Brustwand durch diese neue Lagerungstechnik deutlich verbessert.
  • Durch neue strahlenschutzassoziierte Technologien ist die applizierte Dosis im Vergleich zur ohnehin niedrigen bisherigen Dosis bei der Liegendstereotaxie nochmals reduziert.
  • Darüber hinaus wird neu eine spezielle computergestützte Analyse der erworbenen Bilddaten im Alltag angewendet, die besonders auffällige Strukturen nach einem bestimmten Algorithmus hervorhebt. Dies wird neben der Analyse durch zwei erfahrene Fachärzte für Radiologie als dritte Befundung angewandt, um eine möglichst hohe Befundqualität zu erlangen.
  • Patientinnen kommen deshalb für diese neue Behandlungsoption nicht nur aus der Südharzer Region, sondern aus ganz Thüringen und weiteren Regionen nach Nordhausen.

Fazit: Dort, wo die herkömmliche Diagnostik der Brustdrüse und damit verbunden die radiologische Intervention/ Biopsie bislang an ihre Grenzen stieß, kann mit dem innovativen Verfahren der Tomosynthese, der Kontrastmittel-Mammographie und der begleitenden Biopsieoption jetzt besser und präziser sowie auch für die betroffene Patientin komfortabler radiologisch diagnostiziert werden.
Autor: red

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