Di, 16:30 Uhr
26.07.2016
Spatenstich bei Mackenrode
Die Ortsumgehung kommt
Es ist das 26 der deutschen Einheit. Seit der Öffnung der Grenze ist es ein Jahr mehr und seitdem quälen sich Tausende Fahrzeuge durch die Orte entlang der B 243. Für einen Ort ist seit dem Nachmittag ein Lichtschimmer am Horizont zu sehen...
Von links: Birgit Keller, Hans-Peter Wagner, Enak Ferlemann und Franz Rohmund (Foto: nnz)
1990: Es war nach der Wende, die Grenze in Mackenrode war offen, es gab einen demokratisch gewählten Bürgermeister namens Martin Höche. Der saß in einem Saal zusammen mit seinem Kollegen aus Herzberg. Thema war der Ausbau der B 243. Martin Höche, damals euphorisch, sagte zu seinem Kollegen, dass der Bau nun bald losgehen würde. Der Herzberger, bürokratisch erfahren, meinte nur, da werden wohl 20 Jahre noch ins Land gehen. Es werden wohl knapp 30 Jahre sein.
2016: Bei Mackenrode ist soeben der Grundstein für eine von elf Brücken entlang der 5,4 Kilometer langen Ortsumfahrung gelegt worden. Lange haben die Orte entlang der wichtigen Ost-West-Verbindung für diese Momente gekämpft, in Niedersachsen und in Thüringen.
Bei unseren Nachbarn in Barbis oder in Osterhagen ist dieser Kampf bereits vor einiger Zeit von Erfolg gekrönt worden. Jetzt soll es auf Thüringer Seite weitergehen, obwohl zumeist auf niedersächsischer Seite gebaut wird. Rund 38 Millionen Euro stellt der Bund für die erste Umfahrung eines Ortes im Landkreis Nordhausen zur Verfügung und ab 2019, also in drei Jahren soll dann diese Betontrasse fertig sein. Der Thüringer Anteil ist fast 1,8 Kilometer lang und kostet neun Millionen Euro.
"Die nordwestlichen Nachbarn Günzerode und Holbach folgen. Die Ortsumfahrungen der B 243 für beide Orte sind als Vordringlichen Bedarf bestätigt und mit fast 46 Millionen Euro kalkuliert. Nächster Schritt muss die baldige Bestätigung des Vorentwurfs sein", sagte CDU-Bundestagabgeordneter Manfred Grund im Vorfeld der nnz.
Bei dem offiziellen Festakt, bei dem die Redner im Schatten, der Rest in der prallen Sonne stehen durfte, gab es nach der üblichen Begrüßungslobhudelei durch Straßenbauamtschef Franz Rohmund dann die üblichen Worte des parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann. Der konservative Politiker lobte ebenfalls, vor allem jedoch Manfred Grund und die CDU/CSU Bundestagsfraktion.
Der Referatsleiter im Niedersächsischen Verkehrsministerium, Hans-Peter Wagner, erzählte Teile seiner eigenen Biographie und war von der so gerührt, dass er kurzzeitig in Tränen ausbrach. Und mittendrin sagte Thüringens Verkehrsministerin Birgit Keller, dass die Menschen entlang der Bundesstraße diesen Augenblick herbeigesehnt hatten. Zwar liegen noch einige Jahre Bautätigkeit vor ihnen, doch der Anfang sei gemacht. Auch die Thüringer Ministerin lobte die Zusammenarbeit der beiden Straßenbauämter jenseits der Landesgrenzen und dann konnte endlich die Bronzeschatulle in das vorbereitete Lock des Brückenfundamenten verschwinden.
Peter-Stefan Greiner
Autor: nnz
Von links: Birgit Keller, Hans-Peter Wagner, Enak Ferlemann und Franz Rohmund (Foto: nnz)
1990: Es war nach der Wende, die Grenze in Mackenrode war offen, es gab einen demokratisch gewählten Bürgermeister namens Martin Höche. Der saß in einem Saal zusammen mit seinem Kollegen aus Herzberg. Thema war der Ausbau der B 243. Martin Höche, damals euphorisch, sagte zu seinem Kollegen, dass der Bau nun bald losgehen würde. Der Herzberger, bürokratisch erfahren, meinte nur, da werden wohl 20 Jahre noch ins Land gehen. Es werden wohl knapp 30 Jahre sein.
2016: Bei Mackenrode ist soeben der Grundstein für eine von elf Brücken entlang der 5,4 Kilometer langen Ortsumfahrung gelegt worden. Lange haben die Orte entlang der wichtigen Ost-West-Verbindung für diese Momente gekämpft, in Niedersachsen und in Thüringen.
Bei unseren Nachbarn in Barbis oder in Osterhagen ist dieser Kampf bereits vor einiger Zeit von Erfolg gekrönt worden. Jetzt soll es auf Thüringer Seite weitergehen, obwohl zumeist auf niedersächsischer Seite gebaut wird. Rund 38 Millionen Euro stellt der Bund für die erste Umfahrung eines Ortes im Landkreis Nordhausen zur Verfügung und ab 2019, also in drei Jahren soll dann diese Betontrasse fertig sein. Der Thüringer Anteil ist fast 1,8 Kilometer lang und kostet neun Millionen Euro.
"Die nordwestlichen Nachbarn Günzerode und Holbach folgen. Die Ortsumfahrungen der B 243 für beide Orte sind als Vordringlichen Bedarf bestätigt und mit fast 46 Millionen Euro kalkuliert. Nächster Schritt muss die baldige Bestätigung des Vorentwurfs sein", sagte CDU-Bundestagabgeordneter Manfred Grund im Vorfeld der nnz.
Bei dem offiziellen Festakt, bei dem die Redner im Schatten, der Rest in der prallen Sonne stehen durfte, gab es nach der üblichen Begrüßungslobhudelei durch Straßenbauamtschef Franz Rohmund dann die üblichen Worte des parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann. Der konservative Politiker lobte ebenfalls, vor allem jedoch Manfred Grund und die CDU/CSU Bundestagsfraktion.
Der Referatsleiter im Niedersächsischen Verkehrsministerium, Hans-Peter Wagner, erzählte Teile seiner eigenen Biographie und war von der so gerührt, dass er kurzzeitig in Tränen ausbrach. Und mittendrin sagte Thüringens Verkehrsministerin Birgit Keller, dass die Menschen entlang der Bundesstraße diesen Augenblick herbeigesehnt hatten. Zwar liegen noch einige Jahre Bautätigkeit vor ihnen, doch der Anfang sei gemacht. Auch die Thüringer Ministerin lobte die Zusammenarbeit der beiden Straßenbauämter jenseits der Landesgrenzen und dann konnte endlich die Bronzeschatulle in das vorbereitete Lock des Brückenfundamenten verschwinden.
Peter-Stefan Greiner



















