Mo, 07:00 Uhr
25.07.2016
Bald fehlt was in Niedersachswerfen
Gipswerk verschwindet aus dem Ortsbild
Der Rückbau des früheren Wildgruber-Gipswerkes in Niedersachswerfen läuft auf Hochtouren. In wenigen Tagen wird sich die Ortsansicht von Niedersachswerfen stark verändert haben...
Gipswerk wird abgerissen (Foto: S. Schedwill)
Zum Monatsende sollen alle Silo- und Produktionsgebäude des früheren Gipswerkes am Kohnstein abgerissen sein. Donnerstag und Freitag wird das Silo, das direkt an der Straße steht, als letztes Gebäude fallen, sagt Stephan Plannerer, der Geschäftsführer der gleichnamigen bayrischen Spezialabbruchfirma. Für diese Arbeiten muss die Leipziger Straße noch einmal für den Verkehr gesperrt werden.
Das Unternehmen Plannerer aus Pullenreuth in Bayern ist gegenwärtig gemeinsam mit der Firma Eckert Industrieabbruch mit dem Rückbau der stillgelegten Industrieanlage beschäftigt. Der Zeitplan der Bayern ist eng. Am Dienstag vergangener Woche haben die Männer die alte Bandbrücke umgelegt und bauen jetzt die Hauptgebäude ab. Freitagnachmittag sollte der erste Siloturm umgeworfen und dann, am Boden liegend, demontiert werden.
Wir müssen in der letzten Juliwoche fertig werden. Denn unser Spezialbagger wird ab August schon wieder auf einer Baustelle in Nürnberg gebraucht, erläutert Plannerer den Grund für die Eile. Der riesige blaue Bagger hat einen 46 Meter langen Ausleger, an dem Spezialwerkzeug angebracht werden kann. Der Koloss wiegt 150 Tonnen und erledigt den Rückbau im oberen Bereich der bis zu 35 Meter hohen Industrieanlage.
Neben der Mega-Maschine sind weitere Bagger und Radlader im Einsatz, aktuell sind zwölf Mann auf dem Gelände beschäftigt.
Die Bagger sind alle mit Schrottscheren und anderem Spezialwerkzeug ausgestattet, erläutert Plannerer. Um die Staubbelastung zu minimieren, kommen Schneekanonen zum Einsatz. Die vernebeln das Wasser sehr fein und binden so auch mehr Gipsstaub, erklärt der Bayer die Wirkung der Maschinen. Ganz vermeiden lasse sich eine Staubbildung dennoch nicht: Die Industrieanlage ist mit dem feinen Gipsmehl überzogen, auch wenn hier schon seit Jahren kein Gestein mehr gebrochen wird.
Die Firma Knauf Deutsche Gipswerke KG in Rottleberode ist der Besitzer des stillgelegten Gipswerkes - braucht es aber angesichts seiner Fabrik in Rottleberode nicht mehr. Seit Jahresbeginn lässt das Gipsunternehmen das einstige Wildgruber-Anhydrit-Werk in Niedersachswerfen abreißen und zurückbauen. Bei Knauf rechnet man mit rund 5000 Tonnen Metallschrott.
Dieser wird hauptsächlich mit Lkw abtransportiert und fachgerecht entsorgt, unter anderem in einem speziellen Zentrum in Salzgitter. Bereits zum Jahresende soll die riesige Industrieanlage verschwunden sein. Bis dahin rechnet man bei Knauf mit Abrisskosten in sechsstelliger Höhe. Denn auch der Schrottverkauf wird die Kosten für Abriss und Entsorgung nicht komplett aufwiegen können. Weitere Erlöse erhofft man sich durch den Verkauf des rund 3,2 Hektar großen Grundstücks.
Susanne Schedwill
Autor: nnz
Gipswerk wird abgerissen (Foto: S. Schedwill)
Zum Monatsende sollen alle Silo- und Produktionsgebäude des früheren Gipswerkes am Kohnstein abgerissen sein. Donnerstag und Freitag wird das Silo, das direkt an der Straße steht, als letztes Gebäude fallen, sagt Stephan Plannerer, der Geschäftsführer der gleichnamigen bayrischen Spezialabbruchfirma. Für diese Arbeiten muss die Leipziger Straße noch einmal für den Verkehr gesperrt werden.
Das Unternehmen Plannerer aus Pullenreuth in Bayern ist gegenwärtig gemeinsam mit der Firma Eckert Industrieabbruch mit dem Rückbau der stillgelegten Industrieanlage beschäftigt. Der Zeitplan der Bayern ist eng. Am Dienstag vergangener Woche haben die Männer die alte Bandbrücke umgelegt und bauen jetzt die Hauptgebäude ab. Freitagnachmittag sollte der erste Siloturm umgeworfen und dann, am Boden liegend, demontiert werden.
Wir müssen in der letzten Juliwoche fertig werden. Denn unser Spezialbagger wird ab August schon wieder auf einer Baustelle in Nürnberg gebraucht, erläutert Plannerer den Grund für die Eile. Der riesige blaue Bagger hat einen 46 Meter langen Ausleger, an dem Spezialwerkzeug angebracht werden kann. Der Koloss wiegt 150 Tonnen und erledigt den Rückbau im oberen Bereich der bis zu 35 Meter hohen Industrieanlage.
Neben der Mega-Maschine sind weitere Bagger und Radlader im Einsatz, aktuell sind zwölf Mann auf dem Gelände beschäftigt.
Die Bagger sind alle mit Schrottscheren und anderem Spezialwerkzeug ausgestattet, erläutert Plannerer. Um die Staubbelastung zu minimieren, kommen Schneekanonen zum Einsatz. Die vernebeln das Wasser sehr fein und binden so auch mehr Gipsstaub, erklärt der Bayer die Wirkung der Maschinen. Ganz vermeiden lasse sich eine Staubbildung dennoch nicht: Die Industrieanlage ist mit dem feinen Gipsmehl überzogen, auch wenn hier schon seit Jahren kein Gestein mehr gebrochen wird.
Die Firma Knauf Deutsche Gipswerke KG in Rottleberode ist der Besitzer des stillgelegten Gipswerkes - braucht es aber angesichts seiner Fabrik in Rottleberode nicht mehr. Seit Jahresbeginn lässt das Gipsunternehmen das einstige Wildgruber-Anhydrit-Werk in Niedersachswerfen abreißen und zurückbauen. Bei Knauf rechnet man mit rund 5000 Tonnen Metallschrott.
Dieser wird hauptsächlich mit Lkw abtransportiert und fachgerecht entsorgt, unter anderem in einem speziellen Zentrum in Salzgitter. Bereits zum Jahresende soll die riesige Industrieanlage verschwunden sein. Bis dahin rechnet man bei Knauf mit Abrisskosten in sechsstelliger Höhe. Denn auch der Schrottverkauf wird die Kosten für Abriss und Entsorgung nicht komplett aufwiegen können. Weitere Erlöse erhofft man sich durch den Verkauf des rund 3,2 Hektar großen Grundstücks.
Susanne Schedwill









