Do, 17:36 Uhr
12.07.2001
nnz-Forum: Gegen Industriegebiet
Nordhausen (nnz). Nun ist es amtlich! Die vom Gemeinderat Windehausens und Bürgermeister Karnstedt gewollte Befragung der Einwohner Windehausens ist durchgeführt. Mit einem eindeutigen Ergebnis: 65% der Wahlberechtigten Bürger gaben Ihre Stimme ab. Dazu ein Beitrag der Bürgerinitiative Rettung der Goldenen Aue im nnz-Forum:
Mancher Landtags- oder Kommunalwahl täte es gut eine derartige Wahlbeteiligung zu haben. Nur 16 Prozent der Bürger wollen dieses Industriegebiet in der Goldenen Aue. Satte 83 Prozent sprechen sich gegen diesen Standort aus. Ein Prozent der abgegebenen Stimmen war leider ungültig. Dieses eindeutige Ergebnis überrascht, denn obwohl der Planungsverband in vielen Einzelsitzungen den Winderhäuser Bürgergruppen, Vereinen und Verbänden etc. die angeblichen Vorteile sowie die durchdachte Planung immer und immer wieder vorgestellt hat, konnten diese Veranstaltungen die Bürger in keinster Weise überzeugen.
Jetzt ist es die zweite Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft, die sich für die Auflösung des Planungsverbandes ausspricht. Zuvor hatten schon die Bürger Urbachs deutlich gemacht, das die Gemeinde schnellstens die Auflösung des Planungsverbandes fordern sollte. Diese Willensbekundung wurde durch den einstimmigen Gemeinderatsbeschluß deutlich. Nun liegt es an den anderen Ortbürgermeistern, den Mut zu zeigen und sich von den Bürgern eine Legitimation für ihr Handeln einzuholen. Da selbst Mitglieder des Planungsverbandes den Inhalt ihres eigenen Bebauungsplanes nicht zu kennen scheinen, wird sich die Bürgerinitiative die Arbeit machen, und den Inhalt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.
Wie hätte man sonst gerade das Ohrdrufer Gewerbe- und Industriegebiet als Vergleichsfläche den Bürgern offerieren können. In Ohrdruf unterliegt nicht ein einziger dort angesiedelter Betrieb dem Bundesimmisionschutzgesetz. In der Goldenen Aue sollen aber laut B-Plan ausschließlich Betriebe dieser Güte ihren Standort finden. Seite 15 des B-Planes: Hier sollen insbesondere diejenigen Betriebe ihren Standort finden, die wegen ihres hohen Störgrades durch Emissionen und ihrer Flächenintensität in anderen Gebiete bzw. Gebietsarten unzulässig sind. Wer weiterhin in der Öffentlichkeit das Ohrdrufer Gebiet als Vergleichs und Referenzobjekt dem Bürger schmackhaft machen will, muss entweder erst einmal den Inhalt des B-Planes grundlegend ändern, oder eine andere Fläche bereitstellen. Zum Beispiel wäre die Fläche zwischen Nordhausen und Hesserode rechts der B80 mit direktem Autobahn-und Gleisanschluß, mit einem Flächenzuschnitt von 1:1, also Quadratisch (im Gegensatz zur Goldenen Aue 1:15 und nur knapp 350m breit aber 3 Kilometer lang) ein echter Vergleichsstandort.
Doch dieser Standort ist natürlich nicht vorhanden. Genauso wie das komplett leerstehende Gewerbegebiet Zum Brühl in Hesserode. Wie die Bürgerinitiative in vielen Gesprächen festgestellt hat, sind z.B. die Bürger Görsbachs in zunehmendem Maße vom Vorgehen ihres Bürgermeisters Junker enttäuscht. Bürgermeister Junker ist ein vehementer Verfechter dieses Industriestandortes ausschließlich in der Goldenen Aue. Ob die Mehrzahl der Görsbacher seiner Meinung ist, kann bezweifelt werden. Daher fehlt dem Görsbacher Bürgermeister scheinbar der Mut, dem Beispiel Windehausens und Urbachs zu folgen. Aber 11 Jahre nach der Wende sollte es zum Standart werden, sich von den Bürgern eine demokratische Legitimation seines Handelns einzuholen. Aber unter Demokratie verstehen auch Mitglieder des Planungsverbandes Unterschiedliches. So sieht die Satzung des Planungsverbandes vor, das nur mit der Stadt Nordhausen, die über 50 Prozent der Stimmrechte verfügt, eine Mehrheit zustande kommt oder das ein Verbandsmitglied nur mit den Stimmen Aller aus dem Verband austreten kann.
Gemeinden, die erkannt haben, das die Rücklagen der Verwaltungsgemeinschaft, und damit das finanzielle Rücklagenpolster für eine derart fragwürdige Planung verschleudert werden, soll keine Möglichkeit des Austritts gewährt werden. Frei nach dem Motto Mitgefangen, mitgehangen! Wir als Bürger dürfen uns nicht von den Verharmlosungen und Versprechungen des Planungsverbandes täuschen lassen. Wir dürfen uns nur an den Fakten orientieren. Auch wenn die Bürgerinitiative innerhalb des Planungsverbandes als Lügenbande und Hetzer bezeichnet wird, legen wir solange den Finger in die Wunde, bis ein für unsere Region nachhaltiges und tragbares Planungskonzept vorgestellt wird.
Klaus Dieter Korb, BI Rettung der Goldenen Aue
Autor: nnzMancher Landtags- oder Kommunalwahl täte es gut eine derartige Wahlbeteiligung zu haben. Nur 16 Prozent der Bürger wollen dieses Industriegebiet in der Goldenen Aue. Satte 83 Prozent sprechen sich gegen diesen Standort aus. Ein Prozent der abgegebenen Stimmen war leider ungültig. Dieses eindeutige Ergebnis überrascht, denn obwohl der Planungsverband in vielen Einzelsitzungen den Winderhäuser Bürgergruppen, Vereinen und Verbänden etc. die angeblichen Vorteile sowie die durchdachte Planung immer und immer wieder vorgestellt hat, konnten diese Veranstaltungen die Bürger in keinster Weise überzeugen.
Jetzt ist es die zweite Gemeinde der Verwaltungsgemeinschaft, die sich für die Auflösung des Planungsverbandes ausspricht. Zuvor hatten schon die Bürger Urbachs deutlich gemacht, das die Gemeinde schnellstens die Auflösung des Planungsverbandes fordern sollte. Diese Willensbekundung wurde durch den einstimmigen Gemeinderatsbeschluß deutlich. Nun liegt es an den anderen Ortbürgermeistern, den Mut zu zeigen und sich von den Bürgern eine Legitimation für ihr Handeln einzuholen. Da selbst Mitglieder des Planungsverbandes den Inhalt ihres eigenen Bebauungsplanes nicht zu kennen scheinen, wird sich die Bürgerinitiative die Arbeit machen, und den Inhalt auf ihrer Internetseite veröffentlichen.
Wie hätte man sonst gerade das Ohrdrufer Gewerbe- und Industriegebiet als Vergleichsfläche den Bürgern offerieren können. In Ohrdruf unterliegt nicht ein einziger dort angesiedelter Betrieb dem Bundesimmisionschutzgesetz. In der Goldenen Aue sollen aber laut B-Plan ausschließlich Betriebe dieser Güte ihren Standort finden. Seite 15 des B-Planes: Hier sollen insbesondere diejenigen Betriebe ihren Standort finden, die wegen ihres hohen Störgrades durch Emissionen und ihrer Flächenintensität in anderen Gebiete bzw. Gebietsarten unzulässig sind. Wer weiterhin in der Öffentlichkeit das Ohrdrufer Gebiet als Vergleichs und Referenzobjekt dem Bürger schmackhaft machen will, muss entweder erst einmal den Inhalt des B-Planes grundlegend ändern, oder eine andere Fläche bereitstellen. Zum Beispiel wäre die Fläche zwischen Nordhausen und Hesserode rechts der B80 mit direktem Autobahn-und Gleisanschluß, mit einem Flächenzuschnitt von 1:1, also Quadratisch (im Gegensatz zur Goldenen Aue 1:15 und nur knapp 350m breit aber 3 Kilometer lang) ein echter Vergleichsstandort.
Doch dieser Standort ist natürlich nicht vorhanden. Genauso wie das komplett leerstehende Gewerbegebiet Zum Brühl in Hesserode. Wie die Bürgerinitiative in vielen Gesprächen festgestellt hat, sind z.B. die Bürger Görsbachs in zunehmendem Maße vom Vorgehen ihres Bürgermeisters Junker enttäuscht. Bürgermeister Junker ist ein vehementer Verfechter dieses Industriestandortes ausschließlich in der Goldenen Aue. Ob die Mehrzahl der Görsbacher seiner Meinung ist, kann bezweifelt werden. Daher fehlt dem Görsbacher Bürgermeister scheinbar der Mut, dem Beispiel Windehausens und Urbachs zu folgen. Aber 11 Jahre nach der Wende sollte es zum Standart werden, sich von den Bürgern eine demokratische Legitimation seines Handelns einzuholen. Aber unter Demokratie verstehen auch Mitglieder des Planungsverbandes Unterschiedliches. So sieht die Satzung des Planungsverbandes vor, das nur mit der Stadt Nordhausen, die über 50 Prozent der Stimmrechte verfügt, eine Mehrheit zustande kommt oder das ein Verbandsmitglied nur mit den Stimmen Aller aus dem Verband austreten kann.
Gemeinden, die erkannt haben, das die Rücklagen der Verwaltungsgemeinschaft, und damit das finanzielle Rücklagenpolster für eine derart fragwürdige Planung verschleudert werden, soll keine Möglichkeit des Austritts gewährt werden. Frei nach dem Motto Mitgefangen, mitgehangen! Wir als Bürger dürfen uns nicht von den Verharmlosungen und Versprechungen des Planungsverbandes täuschen lassen. Wir dürfen uns nur an den Fakten orientieren. Auch wenn die Bürgerinitiative innerhalb des Planungsverbandes als Lügenbande und Hetzer bezeichnet wird, legen wir solange den Finger in die Wunde, bis ein für unsere Region nachhaltiges und tragbares Planungskonzept vorgestellt wird.
Klaus Dieter Korb, BI Rettung der Goldenen Aue
Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht zwingend mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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