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Mo, 12:13 Uhr
13.06.2016
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Ilfeld knapp gescheitert

Die Nerven haben dem Ilfelder Radball-Duo Toni Fiebig/Toni Krause am Ende einen Strich durch die Rechnung gemacht. Als Vierter der Vorrundengruppe 3 zum Aufstieg in die 2. Bundesliga verpassten sie knapp den Sprung in die Endrunde...

Dabei hatten die Zeichen vor dem allerletzten und entscheidenden Turnierspiel um Platz 3 gar nicht schlecht gestanden.

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Doch von Beginn an. Im Auftaktspiel ging es zunächst gegen die Thüringer Rivalen aus Langenwolschendorf. Erst einmal hatte man gegen sie in den letzten beiden Jahren einen Sieg landen können. Das war am ersten Oberligaspieltag der Saison 2014/15. Viermal hatte man sich danach unentschieden getrennt, dreimal war man unterlegen. Und am Sonnabend schien es die vierte Niederlage zu geben. Die beiden Tonis hatten sich für dieses Turnier auf heimischem Parkett natürlich viel vorgenommen. Und mit einem Sieg über Lawo sollte die Grundlage gelegt werden, vielleicht Platz Drei und damit die Endrundenteilnahme zu erreichen.

Doch man startete sehr nervös. Vor allem Toni Krause unterliefen im Vorwärtsgang ungewohnte Fehler und Ilfeld sah sich nach nur zwei Minuten schon mit 0:3 in Rückstand. Auch der Anschlusstreffer zum 1:3 brachte keine Besserung. Lawo ging mit klarer 5:1-Führung in die kurze Halbzeitpause. Alle Messen schienen damit gesungen. Hängende Köpfe beim Ilfelder Duo. Doch Coach Uwe Fiebig schien in der Pause die richtigen Worte gefunden zu haben. Und seine Schützlinge setzten sie um. Eine unglaubliche Steigerung nach Wiederbeginn. Plötzlich lief alles wie am Schnürchen während die Langenwolschendorfer, die sich wohl schon zu sicher fühlten, nichts mehr zustande brachten.

Die Nerven haben dem Ilfelder Radball-Duo Toni Fiebig/Toni Krause am Ende einen Strich durch die Rechnung gemacht. (Foto: Uwe Tittel) Die Nerven haben dem Ilfelder Radball-Duo Toni Fiebig/Toni Krause am Ende einen Strich durch die Rechnung gemacht. (Foto: Uwe Tittel)

Ein Ilfelder Tor nach dem anderen, eins schöner als das andere sorgten für zunehmende Verunsicherung beim Gegner. Am Ende sprang noch ein nie für möglich gehaltener 7:5-Sieg heraus. Diese zweiten unglaublichen sieben Minuten hatten bei Lawo einen Moralbruch zur Folge. In den nächsten Spielen ging kaum noch etwas und das Team blieb am Ende ohne einen Punkt. Ilfeld dagegen holte sich gegen Stadtilm seinen zweiten Sieg. In Halbzeit Eins dominierte zunächst beiderseits die Defensive. Nur 1:0 die knappe Führung für die Gastgeber. Gleich nach Wiederbeginn musste man den Ausgeich hinnehmen, wurde dann aber immer stärker und ging 3:1 in Führung.

Stadtilm bekam mit dem zweiten Treffer noch einmal Hoffnung, aber Ilfeld konnterte sofort und gewann verdient 4:2. Nur noch ein Sieg fehlte zur Endrunde. Ein gutes Spiel dann gegen den Bayerischen Oberligaersten aus Kissing (bei Augsburg). Allerdings zwei dumme Fehler zu Beginn, die zum 2:0 für die Gäste führten. Diesen Vorsprung gaben die favorisierten Bayern nicht mehr aus der Hand. Das 2:4 war für Ilfeld aber kein Beinbruch. Man hatte gezeigt, dass man auch gegen solch starke Mannschaften mithalten kann. Wenn man keine Fehler macht und sich aufs eigene Spiel konzentriert.

Mit dieser Maxime ging man in Partie mit der zweiten Mannschaft aus Bayern, dem Team aus dem Bamberger Stadtteil Gaustadt. Eine glänzende Vorstellung in Halbzeit Eins. Da wurde alles richtig gemacht und fast folgerichtig führte man 2:1. Anstatt nun ruhig und besonnen weiter geduldig auf sich bietende Chancen zu warten, den Ball sicher in den eigenen Reihen zu halten wurde man aber in Halbzeit Zwei zu übermütig, wollte in Überhast zu viel. Das ging gegen die cleveren Gaustädter voll in die Hose. Kein eigener Treffer mehr, dafür aber vier Gegentore.

Ein gehöriger Dämpfer. Aber noch war alles drin. Im letzten Turnierspiel gegen die Württemberger aus der Radballhochburg Denkendorf bei Stuttgart sollte der ersehnte dritte Sieg gelingen. Gegen den abwehrstarken Gegner keine leichte Aufgabe, das war klar, aber eine durchaus lösbare. Zunächst eine völlig ausgeglichene erste Halbzeit, in der Ifeld zweimal vorlegte, aber jeweils den Ausgleich hinnehmen musste. Das nagte schon etwas am Nervenkostüm. In Halbzeit Zwei wurde man dann auch etwas ungeduldig bei den eigenen Angriffsbemühungen. Wegen der Tordifferenz musste man ja unbedingt gewinnen. Doch Ungeduld war kein gutes Rezept gegen die versierten Württemberger, die eine kleine Unachtsamkeit zur 3:2-Führung nutzten und dann ihr Tor vernagelten. Alle Ilfelder Versuche blieben erfolglos.

Zum zweiten Male hatte man sich in der zweiten Halbzeit selber die Siegchance verbaut. Eine insgesamt gute Leistung blieb damit unbelohnt. Dennoch viel anerkennende Worte der weit gereisten Gäste an die Gastgeber. Neben dem Lob für die gezeigten sportlichen Leistungen auch für sehr gute Durchführung dieses leistungsstarken Turnieres und das bestens bereitete Umfeld. Die Denkendorfer beispielsweise traten erst viele Stunden nach nach Turnierende die Heimreise an, saßen noch lange mit den Gastgebern in gemütlicher Runde zusammen. Der Ilfelder Radballsport hat wieder beste Werbung für sich und die Region gemacht.
Uwe Tittel
Ilfeld - Langenwolsch.7:5(1:5)
Denkendorf - Stadtilm3:1(1:1)
Bamberg - Kissing5:6(1:4)
Ilfeld - Stadtilm4:2(1:0)
Bamberg - Langenwolsch.7:3(6:3)
Denkendorf - Kissing1:2(0:1)
Stadtilm - Langenwolsch.6:4(3:2)
Ilfeld - Kissing2:4(1:3)
Denkendorf - Bamberg4:7(1:3)
Kissing - Stadtilm4:4(2:2)
Denkendorf - Langenwolsch.6:4(4:4)
Ilfeld - Bamberg2:5(2:1)
Kissing - Langenwolsch.6:5(2:3)
Bamberg - Stadtilm5:1(3:1)
Ilfeld - Denkendorf2:3(2:2)


1. RSV Kissing22:1713
2. RKB Bamberg-Gaustadt29:1612
3. RKV Denkendorf17:169
4. SV Ilfeld17:196
5. RSV Stadtilm14:204
6. SG Langenwolschendorf21:320

Die Nerven haben dem Ilfelder Radball-Duo Toni Fiebig/Toni Krause am Ende einen Strich durch die Rechnung gemacht. (Foto: Uwe Tittel)
Die Nerven haben dem Ilfelder Radball-Duo Toni Fiebig/Toni Krause am Ende einen Strich durch die Rechnung gemacht. (Foto: Uwe Tittel)
Die Nerven haben dem Ilfelder Radball-Duo Toni Fiebig/Toni Krause am Ende einen Strich durch die Rechnung gemacht. (Foto: Uwe Tittel)
Die Nerven haben dem Ilfelder Radball-Duo Toni Fiebig/Toni Krause am Ende einen Strich durch die Rechnung gemacht. (Foto: Uwe Tittel)
Die Nerven haben dem Ilfelder Radball-Duo Toni Fiebig/Toni Krause am Ende einen Strich durch die Rechnung gemacht. (Foto: Uwe Tittel)
Die Nerven haben dem Ilfelder Radball-Duo Toni Fiebig/Toni Krause am Ende einen Strich durch die Rechnung gemacht. (Foto: Uwe Tittel)
Die Nerven haben dem Ilfelder Radball-Duo Toni Fiebig/Toni Krause am Ende einen Strich durch die Rechnung gemacht. (Foto: Uwe Tittel)
Die Nerven haben dem Ilfelder Radball-Duo Toni Fiebig/Toni Krause am Ende einen Strich durch die Rechnung gemacht. (Foto: Uwe Tittel)
Autor: red

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