eic kyf msh nnz uhz tv nt
Do, 12:23 Uhr
09.06.2016
Bürger mischen sich ein

Über 100 Petitionen aus Nordthüringen

Insgesamt 26 Petitionen aus dem Wahlkreis 191 (Kyffhäuser-Sömmerda-Weimarer Land I) und 86 aus dem Wahlkreis 189 (Eichsfeld-Nordhausen-Unstrut-Hainich-Kreis-I) erreichten den Bundestag im vergangenen Jahr...


Insgesamt wurden 13.137 Petitionen eingereicht“, so der SPD-Bundestagsabgeordnete Steffen-Claudio Lemme der selbst einmal Mitglied im Ausschuss war.

Anzeige Refinery (lang)
Einige Beispiele für Petitionen nannte Lemme ebenfalls: „Bürger aus Sömmerda forderten, dass auf Bundesebene Volksentscheide bzw. Volksabstimmungen zu politischen Fragen von herausragender Bedeutung eingeführt werden. Für dieses Anliegen gibt es zurzeit keine parlamentarische Mehrheit. Es musste leider abgelehnt werden. Aus Heldrungen kam die Bitte nach einer gesetzlichen Verkürzung der Bearbeitungszeit der Anerkennung von Anträgen auf Schwerbehinderung und nach mehr Transparenz in dem Verfahren. Der Bundestag hat sich dem Vorschlag nach einer gesetzlich verordneten Verkürzung der Bearbeitungszeit nicht angeschlossen, den Petenten aber ausführlich darüber beraten, welche Fristen gelten und die Petition zusätzlich an das Land überwiesen, wo die Anträge gestellt und bearbeitet werden.

Vor der Verabschiedung des Kleinanlegerschutzgesetzes erreichte den Bundestag eine Petition aus Tonndorf, die Ausnahmetatbestände für soziale und gemeinwohlorientierte Bürgerprojekte forderte. Die Petition ist bei Vorbereitung des Gesetzes berücksichtigt worden. Den meisten Forderungen wurde mit dem Kleinanlegerschutzgesetz entsprochen. Der Petitionsausschuss hat eine Bürgerin aus Mühlhausen erfolgreich im Streit um die Kostenübernahme für einen Elektrorollstuhl unterstützt. Die gesetzliche Unfallversicherung hat die Kosten dafür zu 3/4 übernommen.

Mehrere Petitionen aus der Region um Nordhausen forderten, dass erwachsenen behinderten Menschen, die bei ihren Eltern oder in Wohngemeinschaften leben, nicht lediglich ein Regelsatz in Höhe von 80 Prozent des Regelbedarfs eines Alleinstehenden, sondern in voller Höhe zugebilligt wird. Diesem Anliegen konnte entsprochen werden.“

Lemme weiter: „Das Besondere an diesem Ausschuss ist, dass er über alle Themen berät. Ich war von 2009 bis 2013 Mitglied des Petitionsausschusses und schätze seine Arbeit sehr. Für mich hat der Petitionsausschuss zwei Gesichter: Er ist Vermittler zwischen den Behörden und Menschen. Er ist aber auch Vermittler von politischen Vorschlägen. Er ist ein Element der direkten Demokratie – beide Rollen des Petitionsausschusses sind für mich wichtig. Ich werbe dafür, das parlamentarische Petitionsrecht zu nutzen, ob in einem persönlichen Einzelfall oder für eine Anregung zur Gesetzgebung.“
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare
H.Buntfuß
09.06.2016, 13:57 Uhr
Sind die Bürger dumm
„Bürger aus Sömmerda forderten, dass auf Bundesebene Volksentscheide bzw. Volksabstimmungen zu politischen Fragen von herausragender Bedeutung eingeführt werden. Für dieses Anliegen gibt es zurzeit keine parlamentarische Mehrheit.“

Viele Politiker/innen begründen diesen Schritt damit, dass die Bürger nicht in der Lage wären, das Ganze politische Tun und Handel zu überblicken.

Für mich sind das alles nur Simple Ausreden. In Wahrheit haben die Politiker/innen Angst vor ihrem Volk. Ein Volksentscheid könnte ihnen die Karriere versauen.

Schauen wir uns doch nur einmal an, wie verschwenderisch die Politik mit den Steuergeldern umgeht Berliner Flughafen, Stuttgarter Bahnhof und vieles mehr. Und die Verschwendung ist auch noch Straffrei.
Damit die Politische Liga weiter so hemmungslos schleudern kann, ist man gegen einen Volksentscheid, meine ich.
geloescht.20250302
09.06.2016, 14:54 Uhr
Heute im Bundestag
Da stand das Thema wieder auf der Tagesordnung. Tenor der meisten Wortbeiträge: Wir machen alles richtig, da alternativlos, müssen das nur dem dümmsten Bürger in Birne einhämmern, bis er es endlich kapiert.

Für mich bedeutet das: Wir sind die Schafe und dürfen unseren Schlachter wählen, aber nicht die Todesart. Und Schächten kommt gerade in Mode...

Ich lege mir schon eine Tüte bereit, denn wenn die Diskussionen um den/die Nachfolger/in vom aktuellen Weltbereisungsgrüssaugust losgeht und warum das Volk nicht direkt wählen darf, werden mir die Mahlzeiten von 2 Tagen wieder hochkommen.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)