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Di, 21:52 Uhr
07.06.2016
Gipskompromiss ade?

Siegesmund verhindert Abbau am Winkelberg

Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund hat sich klar dafür ausgesprochen, alle Wege zu gehen, um einen Gipsabbau am Winkelberg bei Nordhausen zu vermeiden. Das berichtet der mdr auf seinen Internetseiten...


Die Ministerin soll deshalb festgelegt haben, dass das Naturschutzgebiet „Rüdigsdorfer Schweiz“ um die bisher ausgesparten 18 Hektar am Winkelberg (sogenannter Gipskompromiss) erweitert werden soll. Eine entsprechende Weisung an das für Naturschutzgebietsverfahren zuständige Landesverwaltungsamt sei auf dem Weg, soll in einer Mitteilung zu lesen sein.

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Grundlage bildee ein von der Ministerin in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten, das jetzt aktuell vorliegte. Dieses Gutachten sieht im sogenannten „Gipskompromiss“ aus dem Jahr 1997 keine rechtsverbindliche Verpflichtung, die den Freistaat noch heute verpflichten würde, von einer Erweiterung des Naturschutzgebietes auf den gesamten Winkelberg abzusehen.

„Die Rüdigsdorfer Schweiz stellt eine unvergleichliche Naturlandschaft im Gipskarstgebiet Südharz dar. Wir stehen in der Verantwortung, die weitere Zerstörung der einzigartigen Gipskarstlebensräume des Südharzes mit allen Mitteln zu verhindern“, sagte Siegesmund heute in Erfurt.

Der Schutzzweck für die in das Naturschutzgebiet einzubeziehenden 18 Hektar soll inhaltlich dem Schutzniveau des Natura-2000-Gebietes entsprechen. Über die Erweiterungsabsicht des Naturschutzgebietes soll die Ministerin den Oberbürgermeister der Stadt Nordhausen und den Landrat des Landkreises Nordhausen informiert haben, wird berichtet.
Autor: nnz

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