So, 21:15 Uhr
05.06.2016
Leinefelde-Worbis, Nordhausen, Mühlhausen
Zum ersten Mal persönlich begegnet
Freunde zu haben, die unser Leben mit uns teilen, ist eine wichtige Glücksquelle. Es gibt viele Formen von Freundschaft, z.B. Menschen, mit denen wir gemeinsam ein Hobby teilen oder die auf unserer "facebook" Freundesliste stehen....
Und dann gibt es die Menschen, die wir jederzeit anrufen können, wenn wir jemanden brauchen, der da ist. In einer guten Freundschaft, wie auch in einer guten Beziehung, fühlen wir uns akzeptiert mit all unseren Stärken und Schwächen, wir dürfen sein, was und wie wir sind.
Auch Menschen mit einer geistigen Behinderung haben Wünsche, Vorstellungen und Sehnsüchte, ebenso wie Menschen ohne Behinderung, nur ist die Partnersuche für sie sehr schwer. Sie möchten Freunde haben, mit Gleichgesinnten Bekanntschaft schließen oder eine Partnerschaft aufbauen.
Viele Angehörige berichten davon, dass Menschen in der Nähe, mit denen man sich treffen und außerhalb der eigenen Werkstatt eine Freundschaft aufbauen kann, nicht leicht zu finden sind. So hat die Lebenshilfe Leinefelde-Worbis die Initiative ergriffen und gemeinsam mit den Mühlhäuser Werkstätten und der Nordthüringer Lebenshilfe ein Freundschaftsportal geschaffen, mit dem es Menschen mit einem Handicap möglich ist, neue Freunde, Partner oder einfach nur nette freundliche Männer und Frauen mit Behinderung kennenzulernen.
Mit diesem Freundschaftsportal werden die Werkstätten Nordthüringens vernetzt, mit dem Ziel, den Beschäftigten außerhalb der eigenen Werkstatt zu ermöglichen, sich mit anderen Menschen mit Behinderung zu befreunden. Gerade in einer virtuellen Welt, in der viel Unehrlichkeit und Oberflächlichkeit zu beobachten ist, brauchen die Menschen mit Behinderung eine ehrliche und echte Möglichkeit des menschlichen Miteinanders.
Beschäftigte, die sich in dem Portal kennenlernen, können sich schreiben, miteinander telefonieren oder sich problemlos persönlich treffen und Freundschaftsbeziehungen aufbauen. Mit diesem Projekt wird den Menschen mit geistiger Behinderung eine bessere Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht. Mit finanzieller Unterstützung des Bundesprogramms Demokratie leben! und Partnerschaft für Demokratie im Eichsfeld konnte ein erster Begegnungstag zwischen den Teilnehmern des Freundschaftsportals aus Nordhausen, Mühlhausen und Leinefelde organisiert werden.
Mehr als 70 Menschen mit geistiger Behinderung trafen sich voller Erwartung in der Tabaluga- Förderschule in Worbis. Verschiedene Angebote sorgten für einen bunten Tag. Ein Gruppengespräch über Verhütung und Sexualhygiene gehörten ebenso zum Tagesprogramm, wie Mannschaftsspiele, Tanz, ein Schminkstand und ein Fotoshooting. Bei einer Kennenlernrunde zeigten sich erste Sympathien.
Jeder Teilnehmer bekam ein kleines rotes Notizbuch als Geschenk, damit Adressen und Telefonnummern eingetragen werden konnten. Natürlich gab es auch Leckeres vom Grill und Kaffee und Kuchen. Ausgelassen und fröhlich feierten alle ein schönes Fest. Wer keine Lust auf gemeinsame Spiele hatte, konnte auch in kleinen Grüppchen miteinander reden und sich austauschen.
Auch für die Teilnehmer, die keine persönlichen Freunde fanden, war es ein herrlicher Tag. Alle waren sich einig, dass man solch einen Begegnungstag unbedingt wiederholen muss. Vielleicht beim nächsten Mal in Nordhausen oder Mühlhausen. Freunde machen das Leben erst lebenswert – und sind zugleich eine wichtige Basis für Gesundheit und Glück.
Gisela Reinhardt
Autor: enUnd dann gibt es die Menschen, die wir jederzeit anrufen können, wenn wir jemanden brauchen, der da ist. In einer guten Freundschaft, wie auch in einer guten Beziehung, fühlen wir uns akzeptiert mit all unseren Stärken und Schwächen, wir dürfen sein, was und wie wir sind.
Auch Menschen mit einer geistigen Behinderung haben Wünsche, Vorstellungen und Sehnsüchte, ebenso wie Menschen ohne Behinderung, nur ist die Partnersuche für sie sehr schwer. Sie möchten Freunde haben, mit Gleichgesinnten Bekanntschaft schließen oder eine Partnerschaft aufbauen.
Viele Angehörige berichten davon, dass Menschen in der Nähe, mit denen man sich treffen und außerhalb der eigenen Werkstatt eine Freundschaft aufbauen kann, nicht leicht zu finden sind. So hat die Lebenshilfe Leinefelde-Worbis die Initiative ergriffen und gemeinsam mit den Mühlhäuser Werkstätten und der Nordthüringer Lebenshilfe ein Freundschaftsportal geschaffen, mit dem es Menschen mit einem Handicap möglich ist, neue Freunde, Partner oder einfach nur nette freundliche Männer und Frauen mit Behinderung kennenzulernen.
Mit diesem Freundschaftsportal werden die Werkstätten Nordthüringens vernetzt, mit dem Ziel, den Beschäftigten außerhalb der eigenen Werkstatt zu ermöglichen, sich mit anderen Menschen mit Behinderung zu befreunden. Gerade in einer virtuellen Welt, in der viel Unehrlichkeit und Oberflächlichkeit zu beobachten ist, brauchen die Menschen mit Behinderung eine ehrliche und echte Möglichkeit des menschlichen Miteinanders.
Beschäftigte, die sich in dem Portal kennenlernen, können sich schreiben, miteinander telefonieren oder sich problemlos persönlich treffen und Freundschaftsbeziehungen aufbauen. Mit diesem Projekt wird den Menschen mit geistiger Behinderung eine bessere Teilhabe an der Gesellschaft ermöglicht. Mit finanzieller Unterstützung des Bundesprogramms Demokratie leben! und Partnerschaft für Demokratie im Eichsfeld konnte ein erster Begegnungstag zwischen den Teilnehmern des Freundschaftsportals aus Nordhausen, Mühlhausen und Leinefelde organisiert werden.
Mehr als 70 Menschen mit geistiger Behinderung trafen sich voller Erwartung in der Tabaluga- Förderschule in Worbis. Verschiedene Angebote sorgten für einen bunten Tag. Ein Gruppengespräch über Verhütung und Sexualhygiene gehörten ebenso zum Tagesprogramm, wie Mannschaftsspiele, Tanz, ein Schminkstand und ein Fotoshooting. Bei einer Kennenlernrunde zeigten sich erste Sympathien.
Jeder Teilnehmer bekam ein kleines rotes Notizbuch als Geschenk, damit Adressen und Telefonnummern eingetragen werden konnten. Natürlich gab es auch Leckeres vom Grill und Kaffee und Kuchen. Ausgelassen und fröhlich feierten alle ein schönes Fest. Wer keine Lust auf gemeinsame Spiele hatte, konnte auch in kleinen Grüppchen miteinander reden und sich austauschen.
Auch für die Teilnehmer, die keine persönlichen Freunde fanden, war es ein herrlicher Tag. Alle waren sich einig, dass man solch einen Begegnungstag unbedingt wiederholen muss. Vielleicht beim nächsten Mal in Nordhausen oder Mühlhausen. Freunde machen das Leben erst lebenswert – und sind zugleich eine wichtige Basis für Gesundheit und Glück.
Gisela Reinhardt



