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Sa, 14:30 Uhr
04.06.2016
UV-Strahlen bergen Hautkrebsrisiko

Licht und Schatten

Sonne wärmt, hellt die Stimmung auf und fördert die Produktion des wichtigen Vitamin D. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. "Wer sich zu lange ungeschützt dem Sonnenlicht aussetzt, riskiert eine vorschnelle Hautalterung und Hautkrebs", warnt Knappschaftsexperte Dr. med. Torsten Leonhard...

Sonnenbräune gilt vielen noch immer als Zeichen von Gesundheit, Attraktivität und Vitalität. Doch zunehmend setzt sich die Erkenntnis durch, dass UV-Strahlen mit Risiko behaftet sind. Schon die Frühlingssonne besitzt hohe Strahlkraft und sollte nicht unterschätzt werden, rät der Gesundheitsexperte der Krankenkasse Knappschaft. Generell gilt zudem: je heller die Haut, desto empfindlicher.

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Ein blasser Teint verträgt die Sonne ungeschützt nur wenige Minuten, mit Sonnencreme abhängig vom Schutzfaktor entsprechend länger. Beispiel: Verträgt die Haut normalerweise 6 Minuten ohne erste Entzündungsreaktionen, verlängert Lichtschutzfaktor 20 diese Zeit auf zwei Stunden. Gerade bei Kindern ist Vorsicht geboten. Dr. Leonhard: "Deren Haut ist um ein vielfaches empfindlicher. Das schützende Pigmentsystem ist erst mit Beginn der Pubertät voll ausgebildet." Jeder Sonnenbrand in der Kindheit birgt ein erhöhtes Risiko für die spätere Entwicklung von Hautkrebs.

Beim Sonnenschutz sind zudem einige Irrtümer verbreitet, hat die Krankenkasse Knappschaft in einer repräsentativen emnid-Umfrage ermitteln lassen. So glaubten fast die Hälfte der Eltern, mehrfaches Eincremen verlängere die Schutzdauer. Tatsächlich ist mehrfaches Eincremen absolut empfehlenswert, da sich der Sonnenschutz durch Abrieb, Schweiß und Wasser wieder reduziert, ergänzt Dr. Leonhard. "Der Zeitraum, in dem die Haut gefahrlos der Sonne ausgesetzt werden kann, verlängert sich dadurch aber nicht." Auch halten viele helle und leichte Kleidung als Sonnenschutz für besonders geeignet. Dabei sorgt ein weißes T-Shirt aus Baumwolle ungefähr nur für einen Lichtschutzfaktor von 10. Dunkle, dicht gewebte Stoffe sind die bessere Wahl, weil sie mehr Sonnenstrahlen absorbieren, auch wenn sie dadurch mehr Wärme speichern.

Hautkrebs gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Alljährlich erkranken mit stark steigender Tendenz je nach Schätzungen zwischen 70000 und 200.000 Menschen neu. Die meisten am sogenannten weißen Hautkrebs, der aus kleinen, roten oder weißen Punkten resultiert und bei früher Erkennung fast immer heilbar ist. Seltener aber gefährlicher ist der schwarze Hautkrebs. Er entsteht in Form bösartiger Melanome aus mutierten Muttermalen.

Menschen ab 35 Jahren bezahlt die Krankenkasse Knappschaft alle zwei Jahre eine Hautkrebsvorsorge.

Fünf Tipps zum Sonnenschutz:
  • Vor allem in der Mittagszeit zwischen 12 und 15 Uhr sollten intensive Sonnenbäder gemieden und stattdessen Schatten aufgesucht werden.
  • Creme sollte 15 bis 20 Minuten vor dem Sonnenbad großzügig aufgetragen und nach Schwitzen, Schwimmen und Duschen regelmäßig erneuert werden.
  • Der Grundstein gegen Hautkrebs wird in jungen Jahren gelegt. Jeder Sonnenbrand bei Kindern erhöht das spätere Hautkrebsrisiko um ein Vielfaches.
  • Suchen Sie den Schatten auf - auch dort wird man braun. Auf diese Weise lässt sich die vornehme Blässe schonend ablegen.
  • Bei Sonnenbrand verspricht eine Mischung aus Wasser und Obstessig Linderung. Diese im Verhältnis 2:1 auf ein Leinentuch tunken und auf den Sonnenbrand legen.
Autor: red

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