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Mi, 11:51 Uhr
11.07.2001

300 Arbeitsplätze am Haidberg möglich

Sülzhayn/Bremen (nnz). „Wir sind soweit“, beschreibt Udo Unbehaun in Bremen die Situation in Sülzhayn. Was sich hinter den drei Worten versteckt, dieses Geheimnis lüftet die nnz.


Udo Unbehaun ist Geschäftsführer der „Senior-Service & Consult GmbH“ in Bremen. Den Sülzhaynern und einigen Kommunalpolitikern der Region ist der Mann kein Unbekannter. Zu Beginn dieses Jahres stellte sein Team im Südharzort ein Konzept zur künftigen Betreibung der ehemaligen Haidberg-Klinik vor. Damals waren jedoch die Verhältnisse am „Eigentumshimmel“ der Immobilie noch mit Wolken verhangen. Die haben sich nach dem 29. Juni verzogen und machten somit Platz für intensive Verhandlungen mit dem jetzigen Besitzer (siehe dazu im nnz-Archiv).

Anfang nächster Woche soll es weitere Gespräche geben, bei denen beide Seiten zwar „die Boxhandschuhe“ anziehen werden, doch das sei bei einer derartigen Verhandlungsgröße durchaus üblich. Die aktuellen Überlegungen zur Nutzung der Immobilie würden nicht wesentlich von denen abweichen, die das Unternehmen bereits in Sülzhayn vorgestellt hatte. Es geht um die Pflege von Menschen „mit eingeschränkten Fähigkeiten“, beschreibt Unbehaun das Vorhaben. Ob nun Pförtner oder Manager - wer Gesundheit haben will, der sei in Sülzhayn sehr gut aufgehoben. Und die Menschen, die sich am Haidberg erholen und die dort gesunden wollen, die brauchen keine Durchgangsstraße oder Disko vor der Tür.

Der Unterstützung der Parteien ist sich der Bremer Geschäftsführer vorerst sicher. Ins Feld führt er die bisherigen Gespräche mit den CDU-Politikern Manfred Grund und Egon Primas, auch die SPD habe ihr Wohlwollen gegenüber dem Konzept ausgedrückt. Mehr förderliches Engagement wünscht sich Udo Unbehaun seitens der Landesregierung, hier sollte mehr Augenmerk auf die Verbesserung der Infrastruktur gelegt werden. Die künftige Autobahn von Göttingen sei zwar ein Anfang, doch auch um Sülzhayn müsse einiges passieren, was die alleinige Kraft der Kommune jedoch übersteigen würde.

300 Arbeitsplätze könnten am Haidberg geschaffen werden. Arbeitsplätze, die dringend notwendig seien für die Region, die auch aus der Region besetzt werden sollten. Bisherige Erfahrungen in den neuen Ländern haben die Bremer überzeugt, dass der Grad der Ausbildung der Fachleute im Gesundheitsbereich hervorragend sei, vor allem der Dienstleistungsgedanke sei „im Osten“ ausgeprägter. Wenn die Verhandlungen positiv ausgehen, dann könne sich Unbehaun vorstellen, dass eine Betreibergesellschaft ihre Arbeit im März kommenden Jahres aufnehmen könne. Die „Sozial-Konzept AG“ stehe quasi schon in den Startlöchern. Das künftige „Gesundheits-Hotel“ am Sülzhayner Haidberg habe sehr gute Chancen, sich einen Namen in Deutschland zu machen. Bislang werde in den deutschen Landen mehr Geld für eine Pkw-Inspektion ausgegeben, als für die eigene Gesundheit. Das wird sich jedoch in den kommenden Jahren ändern. Und dann werden die Menschen nicht mehr in das „Zwei-Sterne-Revier“ Bad Lauterberg fahren, sondern die „Vier-Sterne-Angebote“ in Sülzhayn in Anspruch nehmen. Nicht erst dann wollen die Bremer in Sülzhayn den vollen Service rund um die Gesundheit anbieten.
Autor: nnz

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