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Mi, 10:55 Uhr
11.07.2001

Von ego bis Sängerfest in Rieder

Nordhausen/Harz (nnz). Naturpark Harz, Existenzgründer, Ausstellungen - all das sind Themen, die im Harz eine Rolle spielen. nnz hat die wichtigsten Ereignisse aus dieser Region mit Unterstützung des Regionalverbandes zusammengefasst.

KULTUR:

Mit 1.000 Mark fördert der Regionalverband Harz das 1. Ostharzer Chorfestival, das vom 07. bis 09. September in Rieder stattfinden wird. Organisator ist der Männerchor Amicitia Rieder 1851 e.V.. Annähernd 20 Chöre aus drei Bundesländern wollen nicht nur ihre Freude am musikalischen Ausdruck zeigen, sondern durch das gemeinsame Musizieren auch ein Zeichen für Toleranz gegenüber ausländischen Bürgern und deren Bräuchen setzen.

Auf seiner jüngsten Sitzung in Herzberg am Harz beschloss der Kulturausschuss des Regionalverbandes Harz die Förderung des Oberharzer Geschichts- und Museumsverein e.V. mit 5.000 Mark für den Erwerb der Familienbücher der Harzer Bergmannsfamilie Koch. Die Familie, deren prominentestes Mitglied Robert Koch 1905 den Nobelpreis für Medizin für die Entdeckung des Tuberkelbazillus erhielt, hat in der Montangeschichte des Harzes über Generationen eine herausragende Rolle gespielt. Mehrere Jahrhunderte Harzer Industrie- und Sozialgeschichte finden sich in den Familienbüchern wieder, die der Region verloren gingen, wenn es dem Geschichts- und Museumsverein nicht gelingen würde, diese kulturhistorisch hochrangige Archivalie zu erwerben. Ihre wissenschaftliche Untersuchung wird Jahre in Anspruch nehmen.

Vom 06. bis 28. Oktober veranstaltet die Bergstadt St. Andreasberg zusammen mit dem Nationalpark Harz zum 7. Mal die "Kunstausstellung Natur - Mensch". Ausstellung und anschließend erscheinender Kunstkatalog werden vom Regionalverband Harz mit 4.240 Mark gefördert. In St. Andreasberg werden Werke von Künstlern aus ganz Deutschland zu sehen sein, die sich mit dem Leitmotiv "NATUR - MENSCH" auseinandersetzen. Im vergangenen Jahr beteiligten sich mehr als 200 Künstler mit rund 1.000 Werken. In herausragender Qualität macht die Ausstellung auf das Verhältnis des Menschen zur Natur aufmerksam und verdeutlicht gleichzeitig das untrennbare Zusammenspiel von Naturraum und Kulturlandschaft im Harz.

In diesen Tagen erscheint der Veranstaltungskalender des Regionalverbandes Harz für das 2. Halbjahr 2001. In bewährter Aufmachung informiert er über rund 700 Veranstaltungen aus den Bereichen Musik, Ausstellungen, Theater, Sport, Brauchtum und Sonstiges. Noch mehr Veranstaltungen finden sich in Kürze wieder auf den Internetseiten des Regionalverbandes (www.harzregion.de, Schaltfläche "Kultur").

Mit 2.000 Mark fördert der Regionalverband Harz eine Tagung und anschließende Publikation der Kirchenprovinz Sachsen. Zusammen mit dem Harzverein für Geschichte und Altertumskunde wird am 15. September in Drübeck eine Tagung zum Thema "Evangelisch-Lutherische Landeskirchen der Harzterritorien in der frühen Neuzeit" ausgerichtet. Hochrangige Referenten werden das noch zu wenig erforschte Thema wissenschaftlich beleuchten.


NATURPARK:

Auf seiner Sitzung im Hotel Grüne Tanne bei Elend hat der Naturpark-Ausschuss des Regionalverbandes über die Stellungnahme zum Verordnungsentwurf für den Naturpark Harz/Sachsen-Anhalt beraten. Während die Festschreibung des Regionalverbandes Harz als Träger des Naturparkes einhellig begrüßt wurde, gab es Kritik an anderen, noch zu unklaren Formulierungen des Entwurfs. Insbesondere werden Aussagen über die finanzielle Verantwortung des Landes vermisst.

Mit der neu erschienenen Broschüre "Naturpark Harz. Aufgabe und Chance für Generationen" legt der Regionalverband Harz eine umfangreiche Handreichung für Entscheidungsträger, Planer und Praktiker im Naturpark vor. In 20 Artikel diskutieren ausgewiesene Fachleute Themen wie "Naturparkmanagement", "Ortsbildgestaltung", "Besucherlenkung", "Umweltbildung im Naturpark" u.v.m. Der Regionalverband wird die Broschüre u.a. den Gemeinden des Naturparkes Harz zur Verfügung stellen und hofft, damit einen Beitrag zu leisten für eine konstruktive öffentliche Diskussion über die Chancen, die sich der regionalen Entwicklung durch den Naturpark Harz eröffnen. Interessenten können die aufwendig gestaltete Publikation (140 Seiten, A 4, vierfarbig) gegen eine Schutzgebühr von 10 DM beim Regionalverband Harz, Hohe Str. 6, 06484 Quedlinburg (Tel. 03946/96410, e-mail: harzregion@t-online.de) beziehen.

Mit einem letzten Treffen der internationalen Partner im schwedischen Norrköping (23.-26.06.) endete das Projekt VERENA II. Partner aus Österreich, Schweden, Frankreich, Ungarn und Deutschland (Regionalverband Harz und Oberharzer Bergbau- und Heimatmuseen e.V.) haben im Rahmen des Projekts über die Voraussetzungen und Möglichkeiten qualitativ hochrangiger Vermittlungsangebote von Kultur- und Naturlandschaften diskutiert. Für den Regionalverband stellt sich insbesondere die Frage, wie der Naturpark Harz als kulturelle und naturräumliche Vorbildlandschaft den Bewohnern und Besuchern des Harzes vermittelt werden kann. Zu den Ergebnissen von VERENA werden u.a. ein Handbuch und ein Muster-Curriculum für Ausbildungslehrgänge zu regionalen Kultur- und Naturvermittlern gehören.

Im Juni fand im Geologischen Landesamt Halle / Saale eine erste Gesprächsrunde über die mögliche Ausweisung eines UNESCO-Geoparks im Harz statt. Noch sind die Überlegungen unverbindlich, es ist jedoch unumstritten, dass sich in den am Harz beteiligten Ländern Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen keine andere Region für eine solche Ausweisung anbietet. Der Regionalverband wird weitere Gespräche mit dem Geologischen Landesamt führen.

Zum Naturpark-Wettbewerb 2001 veröffentlicht der Regionalverband Harz in diesen Tagen eine eigene kleine Publikation. Darin werden Orte vorgestellt, die sich mit beispielhaften Gestaltungsmaßnahmen am Wettbewerb unter dem Motto "Innerörtliche Gewässer" beteiligt hatten. Sieger wurde die Stadt Herzberg am Harz mit der Gestaltung des Juessees und seines Umfeldes.


VERKEHR:

Die Bahn-Tochtergesellschaft DB Cargo, verantwortlich für den Güterverkehr, will auf der Grundlage des Bahnsanierungskonzeptes "MORA C" (Marktorientiertes Angebot Cargo), das die Wirtschaftlichkeit der Deutschen Bahn steigern soll, etwa 1.000 Güterverladestationen bundesweit, darunter mehrere in der Region Harz, schließen. Neben den Güterverladestationen sind dadurch auch mehrere Gleisanschlüsse zu Betrieben betroffen. Die Auswirkungen wären erheblich: zum einen würden mehr Güter auf der Straße durch den Harz transportiert werden, was eine inakzeptable Mehrbelastung für Straßen, Natur, Umwelt und Tourismus bedeuten würde. Zum anderen wäre vielfach der Standort von Betrieben in Frage gestellt, die ihre Güter auch über die Schiene transportieren. Dadurch würden wiederum Arbeitsplätze bedroht. Neben unterschiedlichen Aktivitäten verschiedener Landkreise der Region Harz, wird auch der Regionalverband Harz versuchen, seinen Einfluss geltend zu machen. So wird zur Zeit eine "Regionale Resolution gegen die Schließung der Güterverladestationen in der Region Harz" erarbeitet.


WIRTSCHAFT:

Unter dem Motto "school meets business" lädt ego. - die Existenzgründungsoffensive in Sachsen-Anhalt - in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler zur ego.-Sommerakademie ein, sich über Selbständigkeit, Wirtschaft und Unternehmertum schlau zu machen. "Es erwartet Sie ein spannendes Wochenende im Harz, an dem Sie selbst der Chef sein können." Für die Sommerakademie, die vom 24. bis 26. August in Wernigerode durchgeführt wird, können sich Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 13 und der Berufsbildenden Schulen aus Sachsen-Anhalt bewerben. Die Teilnahme an der ego.-Sommerakademie, Unterbringung, An- und Abreise sowie Verpflegung sind kostenfrei. Anmeldeschluss ist der 20. Juli 2001. Anmeldeunterlagen können beim ego.-Projektbüro, Hegelstraße 30, 39104 Magdeburg angefordert werden; Direktanmeldungen sind auch unter www.neugierich.de möglich.


REGIONALENTWICKLUNG:

Anfang Mai wurden die ersten vier Projekte aus dem Antrag der Region Harz zur Landesinitiative REGIO (Sachsen-Anhalt) der Kategorie 1 (Fördermittel sind reserviert) zugeordnet. Ende Mai erfolgte eine Einordnung von Projekten in Kategorie 2 sowie Anfang Juli in Kategorie 3. In der Kategorie 2 sind insgesamt 19 potenziell förderfähige Projekte, die aber aus der Sicht des Landes noch eine Konkretisierung bzw. Qualifizierung benötigten. Abstimmungsgespräche zwischen den Projektträgern, REGIO-Beauftragen der Landkreise und dem Regierungspräsidium Magdeburg sind zwischenzeitlich erfolgt. Der Kategorie 3 sind 41 Projekte aus dem Antrag zugeordnet worden - es handelt sich um "normale" GA-Projekte, die als solche auch förderfähig sein können, die aber aufgrund des fehlenden integrativen oder räumlichen Anspruchs keine "REGIO-Projekte" sind. Eine Benachrichtigung der Projektträger aus Kategorie 3 erfolgt über die REGIO-Beauftragten der Landkreise.

Am 25. Juni fand die 2. Plenumssitzung zur Tourismusoffensive Harz 21 statt. Durch die Offensive sollen die touristischen Profile der Harzorte geschärft werden, um künftig unter zehn verschiedenen Themen wie Natur-Harz, Gesundheits-Harz, Winter-Harz, Kultur-Harz, Kinder-Harz etc. vermarktet zu werden. Auf der Sitzung in Braunlage wurden einige der 48 Orte vorgestellt, die im Rahmen der Offensive bewertet wurden. Die Bewertung erfolgte anhand der auf der ersten Sitzung in Hahnenklee im Februar ausgearbeiteten Kriterien. Von den 48 Orten können schon 18 in diesem Jahr ein Themenlabel erhalten, da diese bei jeweils einem Thema die Kriterien zu 100 Prozent erfüllt haben. In den nächsten Monaten erfolgt eine inhaltliche Abstimmung über die künftige thematische Ausrichtung vor Ort sowie die Erarbeitung eines Handbuches für die örtliche Umsetzung. Die thematische Einstufung der Gemeinden soll auch Grundlage für die zukünftige Förderung sein.


REGION:

Seit 1998 setzt die Samtgemeinde Bad Grund die Beschlüsse der Umweltkonferenz von Rio, der "Agenda 21" in lokales Handeln um. Jetzt hat die Samtgemeinde ihren Umweltbrief 2001 herausgegeben. Zu dessen Inhalten gehören ein Bericht der Interessengemeinschaft Bergwiesen / Harzer Rotvieh; Streuobstanbau in der Samtgemeinde; Lokale Agenda 21; Jugendcafé und Ausbildungsplatzbörse in Badenhausen; Natur des Jahres; Trinkwasser; Förderung des nachhaltigen Konsums. Der Umweltbrief ist erhältlich im Agenda 21 Büro der SG Bad Grund, Rathaus, An der Mühlenwiese 1, 37539 Windhausen (Tel. 05327-58145; Fax 05327-58111).
Autor: nnz

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