Di, 10:36 Uhr
10.07.2001
Steuereinnahmekraft gering gestiegen
Nordhausen (nnz/tls). Die Realsteuereinnahmen der Thüringer Gemeinden stiegen im Jahr 2000 gegenüber 1999 um 3,4 Prozent auf 819,2 Millionen Mark. Die Steuereinnahmekraft je Einwohner erhöhte sich um 4 Mark auf 504 Mark. Die detaillierten Zahle wie immer nur in der nnz.
Im Jahr 2000 nahmen die Thüringer Gemeinden 819,2 Millionen Mark an Realsteuern ein, davon 495,6 Millionen Mark an Gewerbesteuern (brutto) und 323,7 Millionen Mark an Grundsteuern (17,7 Millionen Mark Grundsteuer A, 306,0 Millionen Mark Grundsteuer B). Das waren 3,4 Prozent mehr als im Jahr 1999.
Weitere wichtige Steuereinnahmen waren im Jahr 2000 die Gemeindeanteile an der Einkommen- und Umsatzsteuer. Die Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer beliefen sich auf 351,4 Millionen Mark. Das entsprach einem Rückgang gegenüber dem Jahr 1999 um 30,0 Millionen Mark bzw. 7,9 Prozent. Beim Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer hatten die Gemeinden mit insgesamt 125,4 Millionen Mark Mehreinnahmen in Höhe von 8,1 Millionen Mark.
Die an Bund und Land abzuführende Gewerbesteuerumlage, deren Umlagesatz wie im Jahr 1999 bei 45 Prozent lag, belief sich im Jahr 2000 auf 66,1 Millionen Mark (1999: 64,0 Millionen Mark). Zur Bewertung der Finanzkraft der Kommunen wird u.a. im Rahmen des jährlich durchzuführenden Realsteuervergleichs die Steuereinnahmekraft ermittelt. Die Realsteuereinnahmen zuzüglich der Einnahmen aus den Gemeindeanteilen an der Einkommen- und Umsatzsteuer abzüglich der Gewerbesteuerumlage ergaben im Jahr 2000 für Thüringen eine Steuereinnahmekraft von 1 230,0 Millionen DM, das waren 504 Mark je Einwohner (1999: 500 Mark je Einwohner).
Die Steuereinnahmekraft der kreisfreien Städte betrug 633 Mark je Einwohner und die der kreisangehörigen Gemeinden lag bei 464 Mark je Einwohner. Bei den kreisfreien Städten nahmen die Städte Erfurt und Eisenach mit 753 Mark bzw. 645 Mark die meisten Steuern ein. Die steuerschwächste kreisfreie Stadt war Jena mit 534 Mark. Kreisangehörige Gemeinden wie Großheringen (6.675 Mark), Bischofroda (2.004 Mark), Mörsdorf (2.870 Mark) oder Korbußen (2.004 Mark), die über Jahre ein Mehrfaches des Landesdurchschnitts erzielten, liegen zwar im Bereich vieler großer Städte der alten Bundesländer, können aber wegen ihres relativ geringen Volumens den Thüringer Durchschnitt nur wenig beeinflussen.
Autor: nnzIm Jahr 2000 nahmen die Thüringer Gemeinden 819,2 Millionen Mark an Realsteuern ein, davon 495,6 Millionen Mark an Gewerbesteuern (brutto) und 323,7 Millionen Mark an Grundsteuern (17,7 Millionen Mark Grundsteuer A, 306,0 Millionen Mark Grundsteuer B). Das waren 3,4 Prozent mehr als im Jahr 1999.
Weitere wichtige Steuereinnahmen waren im Jahr 2000 die Gemeindeanteile an der Einkommen- und Umsatzsteuer. Die Einnahmen aus dem Gemeindeanteil an der Einkommensteuer beliefen sich auf 351,4 Millionen Mark. Das entsprach einem Rückgang gegenüber dem Jahr 1999 um 30,0 Millionen Mark bzw. 7,9 Prozent. Beim Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer hatten die Gemeinden mit insgesamt 125,4 Millionen Mark Mehreinnahmen in Höhe von 8,1 Millionen Mark.
Die an Bund und Land abzuführende Gewerbesteuerumlage, deren Umlagesatz wie im Jahr 1999 bei 45 Prozent lag, belief sich im Jahr 2000 auf 66,1 Millionen Mark (1999: 64,0 Millionen Mark). Zur Bewertung der Finanzkraft der Kommunen wird u.a. im Rahmen des jährlich durchzuführenden Realsteuervergleichs die Steuereinnahmekraft ermittelt. Die Realsteuereinnahmen zuzüglich der Einnahmen aus den Gemeindeanteilen an der Einkommen- und Umsatzsteuer abzüglich der Gewerbesteuerumlage ergaben im Jahr 2000 für Thüringen eine Steuereinnahmekraft von 1 230,0 Millionen DM, das waren 504 Mark je Einwohner (1999: 500 Mark je Einwohner).
Die Steuereinnahmekraft der kreisfreien Städte betrug 633 Mark je Einwohner und die der kreisangehörigen Gemeinden lag bei 464 Mark je Einwohner. Bei den kreisfreien Städten nahmen die Städte Erfurt und Eisenach mit 753 Mark bzw. 645 Mark die meisten Steuern ein. Die steuerschwächste kreisfreie Stadt war Jena mit 534 Mark. Kreisangehörige Gemeinden wie Großheringen (6.675 Mark), Bischofroda (2.004 Mark), Mörsdorf (2.870 Mark) oder Korbußen (2.004 Mark), die über Jahre ein Mehrfaches des Landesdurchschnitts erzielten, liegen zwar im Bereich vieler großer Städte der alten Bundesländer, können aber wegen ihres relativ geringen Volumens den Thüringer Durchschnitt nur wenig beeinflussen.

