Mo, 19:29 Uhr
09.07.2001
Licht und Schatten beim Erfurt-Besuch
Nordhausen (nnz). Im Landkreis Nordhausen könnte sich wahrscheinlich noch in diesem Jahr ein Unternehmen ansiedeln und mehr als 50 Arbeitsplätze schaffen. Mehr dazu in der nnz.
Die Ansiedlung eines Unternehmens im landwirtschaftlichen Bereich war ein Thema der Unterredung, die Landrat Joachim Claus (CDU) in der vergangenen Woche im Thüringer Wirtschaftsministerium führte. Die Pflanzenproduktion wird es sein, die künftig mehr als 50 neue Arbeitsplätze in der Region bringen könne. Doch die Pflanzenproduktion im bisher bekannten Sinne hat sich der Investor, der nnz bekannt ist, nicht auf seine Fahnen geschrieben. Innovation ist angesagt, deshalb soll Gemüse nicht nur in einer Art Substrat angebaut werden, sondern sofort an Ort und Stelle verarbeitet, konserviert werden.
Noch in diesem Jahr könnten die ersten Investitionen ausgelöst werden, wenn es da nicht einige Probleme gebe. Die wurden Wirtschaftsstaatssekretär Roland Richwien von Claus und seinem Büroleiter Manfred Thiel mitgeteilt. Da geht es um einen geeigneten Standort und um die Frage, ob der Freistaat eine derartige Investition fördern könne. Im Wirtschaftsministerium wurde Interesse bekundet und eine zügige Bearbeitung zugesagt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Beratung war der zukünftige Ausbau der Infrastruktur. Auch da gab es aus der Landeshauptstadt positive und negative Signale. Kommen wir zuerst zur positiven Seite. So soll - allen Unkenrufen zum Trotz - die Eisenbahnstrecke zwischen Nordhausen und Northeim für eine Geschwindigkeit von 120 kmh ausgebaut werden. Dazu stellt die Deutsche Bahn AG mehr als 43 Millionen Mark zur Verfügung. Das Teilstück Woffleben-Ellrich wird nach Klärung der Finanzierung als nächstes einer Modernisierung unterzogen.
Beim Thema Ausbau der Bundesstraße 4 wartete der Staatssekretär bereits mit klaren Vorstellungen auf. Das derzeitige Fahrzeugaufkommen rechtfertige keinen vierstreifigen Ausbau von Nordhausen nach Erfurt. Eine Reihe von Ortsumfahrungen vom Südharz bis nach Greußen sollen innerörtliche Entlastungen bringen. Von Greußen aus plane man den Anschluß an die A 71. Die Ortsumfahrungen Ilfeld, Niedersachswerfen, und Nordhausen seien angemeldet, man warte in Erfurt auf grünes Licht für die Planungsphase. Hier meldete Landrat Claus Einspruch an. Für ihn sei zumindest der dreispurige Ausbau der B 4 im Bereich der Hainer Berge notwendig. Die Errichtung einer Überholspur, ähnlich dem Schern bei Wipperdorf, würde eine deutliche Entlastung bringen.
Im kommenden Jahr soll die Verbindungsstraße von Sülzhayn zum Jägerfleck gebaut werden. Für die 5,10 Meter breite Landesstraße erwarte man im Ministerium noch in diesem Jahr das Baurecht (siehe hierzu auch im nnz-Archiv). Nicht so gut verliefen die Verhandlungen hinsichtlich des Neuaufbaus einer Wirtschaftsförderung im Landkreis Nordhausen. Die ursprünglich durch die Verwaltung angedachte Variante, über die Einbindung eines Regionalmarketings mit Fördermitteln arbeiten zu können, ist leider nicht machbar. Hier müssen andere Lösungsmöglichkeiten gefunden werden. Dabei könne das Wirtschaftsministerium durchaus unterstützend wirksam werden, so der Staatssekretär abschließend.
Autor: nnzDie Ansiedlung eines Unternehmens im landwirtschaftlichen Bereich war ein Thema der Unterredung, die Landrat Joachim Claus (CDU) in der vergangenen Woche im Thüringer Wirtschaftsministerium führte. Die Pflanzenproduktion wird es sein, die künftig mehr als 50 neue Arbeitsplätze in der Region bringen könne. Doch die Pflanzenproduktion im bisher bekannten Sinne hat sich der Investor, der nnz bekannt ist, nicht auf seine Fahnen geschrieben. Innovation ist angesagt, deshalb soll Gemüse nicht nur in einer Art Substrat angebaut werden, sondern sofort an Ort und Stelle verarbeitet, konserviert werden.
Noch in diesem Jahr könnten die ersten Investitionen ausgelöst werden, wenn es da nicht einige Probleme gebe. Die wurden Wirtschaftsstaatssekretär Roland Richwien von Claus und seinem Büroleiter Manfred Thiel mitgeteilt. Da geht es um einen geeigneten Standort und um die Frage, ob der Freistaat eine derartige Investition fördern könne. Im Wirtschaftsministerium wurde Interesse bekundet und eine zügige Bearbeitung zugesagt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Beratung war der zukünftige Ausbau der Infrastruktur. Auch da gab es aus der Landeshauptstadt positive und negative Signale. Kommen wir zuerst zur positiven Seite. So soll - allen Unkenrufen zum Trotz - die Eisenbahnstrecke zwischen Nordhausen und Northeim für eine Geschwindigkeit von 120 kmh ausgebaut werden. Dazu stellt die Deutsche Bahn AG mehr als 43 Millionen Mark zur Verfügung. Das Teilstück Woffleben-Ellrich wird nach Klärung der Finanzierung als nächstes einer Modernisierung unterzogen.
Beim Thema Ausbau der Bundesstraße 4 wartete der Staatssekretär bereits mit klaren Vorstellungen auf. Das derzeitige Fahrzeugaufkommen rechtfertige keinen vierstreifigen Ausbau von Nordhausen nach Erfurt. Eine Reihe von Ortsumfahrungen vom Südharz bis nach Greußen sollen innerörtliche Entlastungen bringen. Von Greußen aus plane man den Anschluß an die A 71. Die Ortsumfahrungen Ilfeld, Niedersachswerfen, und Nordhausen seien angemeldet, man warte in Erfurt auf grünes Licht für die Planungsphase. Hier meldete Landrat Claus Einspruch an. Für ihn sei zumindest der dreispurige Ausbau der B 4 im Bereich der Hainer Berge notwendig. Die Errichtung einer Überholspur, ähnlich dem Schern bei Wipperdorf, würde eine deutliche Entlastung bringen.
Im kommenden Jahr soll die Verbindungsstraße von Sülzhayn zum Jägerfleck gebaut werden. Für die 5,10 Meter breite Landesstraße erwarte man im Ministerium noch in diesem Jahr das Baurecht (siehe hierzu auch im nnz-Archiv). Nicht so gut verliefen die Verhandlungen hinsichtlich des Neuaufbaus einer Wirtschaftsförderung im Landkreis Nordhausen. Die ursprünglich durch die Verwaltung angedachte Variante, über die Einbindung eines Regionalmarketings mit Fördermitteln arbeiten zu können, ist leider nicht machbar. Hier müssen andere Lösungsmöglichkeiten gefunden werden. Dabei könne das Wirtschaftsministerium durchaus unterstützend wirksam werden, so der Staatssekretär abschließend.

