Mo, 14:52 Uhr
09.07.2001
Gedenkstätten-Entwürfe ausgestellt
Nordhausen (nnz). Seit heute ist die Ausstellung zur künftigen Ausgestaltung des Geländes und des Neubaus der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora in Nordhausen zu sehen. nnz hat sie sich angesehen.
Der kommissarische Leiter der Gedenkstätte, Dr. Jens-Christian Wagner, und der Architekt Uwe Kleineberg (siehe nnz-Foto) stellten während der Eröffnung im Nordhäuser Landratsamt die Gedanken und die Grundkonzeption vor. Für Wagner sei es sehr wichtig, dass die preisgekrönten Arbeiten und vor allem der Wettbewerbssieger hier vor Ort zu sehen sind. Die Anforderung, sowohl den Neubau eines Gebäudes für Verwaltung und Museum, als auch das ehemalige Lager in seiner gesamten Dimension selbst für die Jetzt- und die Nachwelt erlebbar zu machen, habe der Entwurf von Uwe Kleineberg sehr gut realisiert.
Von diesen Kriterien ausgehend, war auch das Preisgericht der Auffassung, daß eine möglichst einfache Lösung gesucht werden sollte, da die Geschichte des Ortes im Vordergrund zu stehen hat und künstlerische Virtuosität der Situation nicht angemessen sein kann. Gesucht wurde also eine Idee für das Einfache, das bekanntlich so schwer zu machen ist. Gefunden wurde sie in dem Entwurf des Architekturbüros Kleineberg + Pohl aus Braunschweig. Gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekturbüro Hinnerk Wehberg, dessen Mitarbeitern Karin Kuttner und Michael Rink, hatten sie ein Gesamtkonzept entwickelt, in dem Gebäudeplanung und Landschaftsgestaltung stimmig sind.
Wie aus dem Preisrichter-Protokoll hervorgeht, würdigte die Jury es als einen "unspektakulären, überzeugenden Entwurf", der sich durch "eine klar ablesbare Zonierung der unterschiedlichen Bereiche" auszeichnet, den "zurückhaltende Mittel und ein umsichtiger Umgang mit dem Landschaftsraum sowie vorhandenen Relikten kennzeichnen". Das Lern- und Dokumentationszentrum, ein einfacher zweigeschossiger Baukörper ist in Ost-West-Richtung, parallel zur nördlichen Erschließungsstraße orientiert. Der Baubeginn wird noch in diesem Jahr sein.
Vergeben wurden darüber hinaus: zwei 2. Preise; sie gingen an das Architekturbüro Mahler-Günster-Fuchs (Stuttgart) mit dem Landschaftsarchitekten I. Stötzel (Sindelfingen) und an das Architekturbüro Beyer + Schubert (Berlin) mit dem Landschaftsarchitekten Lorenz Beyer (Berlin), der 3. Preis wurde nicht und der 4. unter Vorbehalt vergeben. Den 5. Preis erhielt das Weimarer Büro B.A.S. Kopperschmidt + Moczala mit den Landschaftshestaltern Ryffel + Ryffel aus der Schweiz. Drei weitere Entwürfe werden angekauft. Diese Entwürfe sind ebenfalls sind ebenfalls im Foyer des Landratsamtes ausgestellt.
Autor: nnz
Der kommissarische Leiter der Gedenkstätte, Dr. Jens-Christian Wagner, und der Architekt Uwe Kleineberg (siehe nnz-Foto) stellten während der Eröffnung im Nordhäuser Landratsamt die Gedanken und die Grundkonzeption vor. Für Wagner sei es sehr wichtig, dass die preisgekrönten Arbeiten und vor allem der Wettbewerbssieger hier vor Ort zu sehen sind. Die Anforderung, sowohl den Neubau eines Gebäudes für Verwaltung und Museum, als auch das ehemalige Lager in seiner gesamten Dimension selbst für die Jetzt- und die Nachwelt erlebbar zu machen, habe der Entwurf von Uwe Kleineberg sehr gut realisiert.Von diesen Kriterien ausgehend, war auch das Preisgericht der Auffassung, daß eine möglichst einfache Lösung gesucht werden sollte, da die Geschichte des Ortes im Vordergrund zu stehen hat und künstlerische Virtuosität der Situation nicht angemessen sein kann. Gesucht wurde also eine Idee für das Einfache, das bekanntlich so schwer zu machen ist. Gefunden wurde sie in dem Entwurf des Architekturbüros Kleineberg + Pohl aus Braunschweig. Gemeinsam mit dem Landschaftsarchitekturbüro Hinnerk Wehberg, dessen Mitarbeitern Karin Kuttner und Michael Rink, hatten sie ein Gesamtkonzept entwickelt, in dem Gebäudeplanung und Landschaftsgestaltung stimmig sind.
Wie aus dem Preisrichter-Protokoll hervorgeht, würdigte die Jury es als einen "unspektakulären, überzeugenden Entwurf", der sich durch "eine klar ablesbare Zonierung der unterschiedlichen Bereiche" auszeichnet, den "zurückhaltende Mittel und ein umsichtiger Umgang mit dem Landschaftsraum sowie vorhandenen Relikten kennzeichnen". Das Lern- und Dokumentationszentrum, ein einfacher zweigeschossiger Baukörper ist in Ost-West-Richtung, parallel zur nördlichen Erschließungsstraße orientiert. Der Baubeginn wird noch in diesem Jahr sein.
Vergeben wurden darüber hinaus: zwei 2. Preise; sie gingen an das Architekturbüro Mahler-Günster-Fuchs (Stuttgart) mit dem Landschaftsarchitekten I. Stötzel (Sindelfingen) und an das Architekturbüro Beyer + Schubert (Berlin) mit dem Landschaftsarchitekten Lorenz Beyer (Berlin), der 3. Preis wurde nicht und der 4. unter Vorbehalt vergeben. Den 5. Preis erhielt das Weimarer Büro B.A.S. Kopperschmidt + Moczala mit den Landschaftshestaltern Ryffel + Ryffel aus der Schweiz. Drei weitere Entwürfe werden angekauft. Diese Entwürfe sind ebenfalls sind ebenfalls im Foyer des Landratsamtes ausgestellt.

