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Mo, 13:00 Uhr
11.04.2016
Historisches

Kohnstein in Flammen

An einem Aprilabend in Nazideutschland erstrahlte im Lichte vieler Feuer der Kohnstein bei Nordhausen. Dazu Anmerkungen von Tim Schäfer...

Kohnstein in Flammen (Foto: Archiv Schäfer) Kohnstein in Flammen (Foto: Archiv Schäfer)
Einst, an einem Aprilabend in Nazideutschland, leuchtete der Kohnstein bei Nordhausen hell(Deckname auch: Sachsenberg). Im Lichte vieler Feuer entlang des Bergmassivs, indem Geheimprojekte wie WiFo Reichslager, umgesetzt worden sind, waren weithin große Feuer zu sehen. Vergleiche Abbild (Sammlung Schäfer, unbekannt).

Die ausgewählte Abbildung zeigt aber, mit welch großem Aufwand anlässlich des Geburtstages somit gehuldigt worden ist. Offenbar, so wurde überliefert, schickte man diese Fotografien auch in die Reichskanzlei, der Herr H. soll sich bedankt haben.

Wichtiger ist, dass dies ganz offenbar in den Jahren erfolgte, als bereits mittels Zwangsarbeit am Kohnstein gearbeitet worden ist, womöglich aber vor der Eröffnung des KZ Mittelbau, Lager Dora. Der Autor erinnert sich an Diskussionen in Nordhausen mit dem damaligen Leiter der KZ Gedenkstätte, Dr. Wagner. Da ging es darum, was Nordhausen gewusst hat oder nicht.

Vom Raketenberg und KZ Mittelbau. Angesichts dieser Abbildung ist jedoch offenbar, das Nordhausen grundsätzlich informiert war. Denn blind sind die Nordhäuser ja auch damals nicht gewesen. Oder?
Gut, das heute solch ein Kult nicht mehr möglich ist, dass die Demokratie den Macht- und Kurswechsel ermöglicht. Diesen Wert sollten wir uns öfter vor Augen führen.
Tim Schäfer
Autor: red

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Kommentare
Luftikus
11.04.2016, 20:55 Uhr
Kohnstein im Licht
Mein Großvater hat mal erzählt, dass in den 1930er Jahren der Kohnstein zu diesem Anlass ausgeleuchtet wurde. Jedoch konnte man dieses Schauspiel nicht von Nordhausen aus sehen, sondern nur von Niedersachswerfen, Ilfeld oder Neustadt. Es war demzufolge auf den Abbauflächen errichtet.

Herr Dr. Wagner hat durch seine Arbeit viele wichtige Forschungsergebnisse hervorgebracht, aber auch waghalsige Behauptungen in Richtung Nordhausen aufgestellt. Aber manchmal müssen auch Behauptungen aufgestellt werden, um mehr Informationen aus der Bevölkerung zu erhalten.
U. Alukard
12.04.2016, 12:16 Uhr
Blind waren die Nordhäuser nicht,
meine Mutter, geb. 1923 in Nordhausen, hat mir erzählt, dass sie die "Zebras" (Gefangene in Häftlingskleidung) oft in Nordhausen gesehen hat.
Sie wusste, dass es Gefangene waren und wo sie untergebracht waren. Im Krieg sind Gefangene nichts besonderes und Gefangene sind die Feinde, sagte sie mir. Denen zu helfen ging nicht, sonst wurde man selbst eingesperrt und sie hatte auch mit Überleben zu tun (Essen besorgen, arbeiten, vor Bomben flüchten usw.) berichtete sie.
Das habe ich auch dem Herrn Dr. Wagner erzählt. Er war trotzdem der Meinung, die Nordhäuser Bevölkerung hätte mehr für die Gefangenen tun können!
Das hätte er mal meinen Eltern sagen sollen, da hätten die ihm aber was erzählt.
Gefangenen Feinden helfen, absurd und lebensgefährlich!!!
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