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Fr, 12:05 Uhr
06.07.2001

Bahn-Museum mit Ein- und Ausblicken

Nordhausen (nnz). Noch wuchert meterhoch Unkraut um das Dienstgebäude und die Wagenmeisterei auf dem Gelände des Harzer Schmalspurbahnen unterhalb der Zeppinbrücke in Nordhausen. Noch deutet nichts darauf hin, daß hier ein Eisernbahnmuseum entstehen wird.

Dem Wildwuchs und den abgelagerten Schrott auf dem 1000 Quadratmeter großen Areal soll schon bald zu Leibe gerückt werden, berichtete Wilfried Souheur, Vorsitzender des Fördervereins Eisenbahn-Museum e. V. Anfang Mai 2000 bekam der Verein das Erbbaurecht für die beiden Gebäude übertragen. Viele Beratungen und Gespräche waren dem vorausgegangen. Nun sind die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um auf dem Gelände etwas bewegen zu können. Gemeinsam mit dem Straßenbahnverein e.V. und der Interessengemeinschaft Harzer Schmalspur- und Brockenbahnen (IG HSB e.V.) soll das Museumsprojekt verwirklicht werden.

Das Eisenbahnmuseum mit Schwerpunkt Schmalspurbahnen des Harzes wird neben Ausstellungstücken und der Darstellung geschichtlicher Entwicklungen auch alltägliche Abläufe des Bahnbetriebes dem Besucher sichtbar machen. Dazu dienen die Außenanlagen wie Bekohlung, Rollbockgrube, Rampen sowie eine Fahrzeugausstellung der Interessengemeinschaft HSB e.V. im Freigelände. Auch die Historie und Zukunft der Normalspurbahn und der Nordhäuser Straßenbahn werden im Museum aufgezeigt.

Im ehemaligen Dienstgebäude ist eine ständige Ausstellung vorgesehen. Die Besucher sollen die Entwicklung der Schmalspurbahnen und der Straßenbahn von den Anfängen bis zur Gegenwart nachvollziehen können. In der Wagenmeisterei werden entsprechend der von Architekt Tobias Winkler ausgearbeiteten Museumskonzeption Wechselausstellungen stattfinden. Außerdem will man ständig über die gegenwärtige Verkehrpolitik der Region informieren. Mit Vortragsreihen sollen auch Visionen der künftigen Verkehrsmittel und Verkehrwege dargestellt werden.

Viel Arbeit ist von den derzeit acht Mitgliedern des Vereins zu bewältigen, bevor sich die Türen des Museums für die Besucher öffnen können. Entsprechend der vorhandenen Konzeption werden nach Vorliegen der Baugenehmigung denkmalsgerechte Umbau- und Sanierungsmaßnahmen am Gebäude und den Außenanlagen durchgeführt. Das kostet viel Geld, man hofft auf Förderung vom Land und Bund. Der Förderverein bemüht sich selbst intensiv um Sponsoren, natürlich sind neue Mitglieder immer willkommen. Herr Wilfried Souheur (03631/ 983979) und Gerald Winkler (03631/ 974260) stehen interessierten Personen für Auskünfte zur Verfügung.
Autor: rh

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