Fr, 12:02 Uhr
06.07.2001
Nordhäuser SPD mit Stadthallen-Vision
Nordhausen (nnz). In Nordhausen soll künftig eine Stadthalle entstehen. Diese Forderung hat jetzt der Nordhäuser SPD-Ortsverein aufgemacht. nnz mit den Hindergründen.
Der Nordhäuser Ortsvorstand der SPD hatte in seiner jüngsten Sitzung erneut ein Thema aufgegriffen, welches in den vergangenen Wochen viele, vor allem junge Menschen in Nordhausen berührt haben soll: Eine Stadthalle! Der Stadt fehle einfach eine nicht kommerzielle Halle, die sich für festliche Veranstaltungen ebenso eigne wie für Kunst oder Kultur.
Nichts gegen die Wiedigsburghalle oder die Ballspielhalle, doch der Sporthallencharakter lässt sich nicht verbergen. Der Ruf nach einer Stadthalle wurde bei den Abschlussfeiern der Schulabgänger besonders laut, aber auch die Kulturvereine suchen ständig nach Auftrittsstätten, die genügend Platz für Besucher zum Tanzen und Feiern bieten, die preiswert in der Miete sind und vielleicht noch Eigeninitiative in der Gastronomie zulassen, heißt es in einer Presseerklärung der Nordhäuser Sozialdemokraten. Der SPD-Ortsverein fordert die Stadtplaner auf, die Errichtung einer Stadthalle bei der Entwicklung von Nordhausen nicht zu vergessen.
Nach nnz-Informationen wird eine solche Halle auch nicht vergessen. Allerdings sollten die Genossen dann auch schon mal Vorschläge hinsichtlich der Finanzierung auf den Tisch legen, war zu hören. Vielen klingen da immer noch die Pleite-Aussagen aus dem Rathaus in den Ohren. Fördermittel seien nur schwerlich auszumachen. Doch eine Lösung könnte es durchaus geben.
Schon seit einiger Zeit liebäugelt die Stadt Nordhausen mit der Turnhalle am Spendekirchhof in der Georgengasse. Die hat zur Zeit eine Nutzfläche von rund 600 Quadratmeter, könnte also für mittelgroße Veranstaltungen mit einer Kapazität von 400 bis 500 genutzt werden. Doch mit der Turnhalle gibt es ein Problem, sie befindet sich im Besitz des Landkreises Nordhausen, gehört zum Humboldt-Gymnasium. Der Landkreis hegt bislang nur geringe, wenn nicht gar wenige Ambitionen, sich von dieser Immobilie zu trennen. Nach nnz-Recherchen soll das komplette Areal (Flohburg, Torhäuschen, Spendekirchhof) zu einer Art Kulturinsel umfunktioniert werden. Die Turnhalle könnte durchaus als städtische Veranstaltungshalle darin integriert werden. Selbst wenn der Landkreis auf das Angebot der Stadt eingehen sollte, steht eine Finanzierung immer noch im Raum. Vielleicht hat aber die Nordhäuser SPD da noch einen Joker im parteilichen Ärmel, der zur rechten Zeit gezogen werden könnte und den der kreisende Geier nicht sofort aufspürt.
nnz-Nachtrag: Übrigens sollte sich ja auch das Nordhäuser Theater für derartige Veranstaltungen eignen. Doch Unternehmen, Vereine oder andere Institutionen schrecken ob der Konditionen oftmals ab. So auch die Wohnungsbaugenossenschaft Nordhausen. Die wollte ursprünglich im Theater ihren 100. Geburtstag feiern. Doch die finanziellen Rahmenbedingungen seien nicht ansprechend gewesen. Viel Geld für wenig Service, war aus der Bochumer Straße zu hören. Außerdem sollte sich die WBG einen Versorger aufdrängen lassen. Da nahmen die Wohnungswirtschafter liebend gern den Service der Nordhäuser Freimaurerloge in Anspruch. Hier passte das komplette Ambiente und eben auch der Preis im Verhältnis zur angebotenen Leistung.
Autor: nnzDer Nordhäuser Ortsvorstand der SPD hatte in seiner jüngsten Sitzung erneut ein Thema aufgegriffen, welches in den vergangenen Wochen viele, vor allem junge Menschen in Nordhausen berührt haben soll: Eine Stadthalle! Der Stadt fehle einfach eine nicht kommerzielle Halle, die sich für festliche Veranstaltungen ebenso eigne wie für Kunst oder Kultur.
Nichts gegen die Wiedigsburghalle oder die Ballspielhalle, doch der Sporthallencharakter lässt sich nicht verbergen. Der Ruf nach einer Stadthalle wurde bei den Abschlussfeiern der Schulabgänger besonders laut, aber auch die Kulturvereine suchen ständig nach Auftrittsstätten, die genügend Platz für Besucher zum Tanzen und Feiern bieten, die preiswert in der Miete sind und vielleicht noch Eigeninitiative in der Gastronomie zulassen, heißt es in einer Presseerklärung der Nordhäuser Sozialdemokraten. Der SPD-Ortsverein fordert die Stadtplaner auf, die Errichtung einer Stadthalle bei der Entwicklung von Nordhausen nicht zu vergessen.
Nach nnz-Informationen wird eine solche Halle auch nicht vergessen. Allerdings sollten die Genossen dann auch schon mal Vorschläge hinsichtlich der Finanzierung auf den Tisch legen, war zu hören. Vielen klingen da immer noch die Pleite-Aussagen aus dem Rathaus in den Ohren. Fördermittel seien nur schwerlich auszumachen. Doch eine Lösung könnte es durchaus geben.
Schon seit einiger Zeit liebäugelt die Stadt Nordhausen mit der Turnhalle am Spendekirchhof in der Georgengasse. Die hat zur Zeit eine Nutzfläche von rund 600 Quadratmeter, könnte also für mittelgroße Veranstaltungen mit einer Kapazität von 400 bis 500 genutzt werden. Doch mit der Turnhalle gibt es ein Problem, sie befindet sich im Besitz des Landkreises Nordhausen, gehört zum Humboldt-Gymnasium. Der Landkreis hegt bislang nur geringe, wenn nicht gar wenige Ambitionen, sich von dieser Immobilie zu trennen. Nach nnz-Recherchen soll das komplette Areal (Flohburg, Torhäuschen, Spendekirchhof) zu einer Art Kulturinsel umfunktioniert werden. Die Turnhalle könnte durchaus als städtische Veranstaltungshalle darin integriert werden. Selbst wenn der Landkreis auf das Angebot der Stadt eingehen sollte, steht eine Finanzierung immer noch im Raum. Vielleicht hat aber die Nordhäuser SPD da noch einen Joker im parteilichen Ärmel, der zur rechten Zeit gezogen werden könnte und den der kreisende Geier nicht sofort aufspürt.
nnz-Nachtrag: Übrigens sollte sich ja auch das Nordhäuser Theater für derartige Veranstaltungen eignen. Doch Unternehmen, Vereine oder andere Institutionen schrecken ob der Konditionen oftmals ab. So auch die Wohnungsbaugenossenschaft Nordhausen. Die wollte ursprünglich im Theater ihren 100. Geburtstag feiern. Doch die finanziellen Rahmenbedingungen seien nicht ansprechend gewesen. Viel Geld für wenig Service, war aus der Bochumer Straße zu hören. Außerdem sollte sich die WBG einen Versorger aufdrängen lassen. Da nahmen die Wohnungswirtschafter liebend gern den Service der Nordhäuser Freimaurerloge in Anspruch. Hier passte das komplette Ambiente und eben auch der Preis im Verhältnis zur angebotenen Leistung.


