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Sa, 06:00 Uhr
09.04.2016
WBG feiert Jubiläum

115 Jahre Miteinander zuhause

115 Jahre, in denen das gemeinsame soziale Wohnen in Nordhausen und Umgebung im Mittelpunkt stand, steht und stehen wird - unter dem Motto “115 Jahre Miteinander ZUHAUSE” feiert die Wohnungsbaugenossenschaft Südharz in diesem Jahr...

Es war der 10. April 1901. Der Nordhäuser Spar- und Bauverein wurde als eingetragene Genossenschaft gegründet. Zwei Monate später wurde in der ersten Generalversammlung die Satzung beschlossen. Am 5. Juli des gleichen Jahres erfolgte die Eintragung als Genossenschaft beim Königlichen Amtsgericht zu Nordhausen.

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Der Gründung vorausgegangen war eine Untersuchung der Wohnverhältnisse in den Arbeitervierteln der Rolandstadt. Diese zeigte erschreckende Ergebnisse von menschenunwürdigen Verhältnissen und der Wohnungsnot in Nordhausen um die Jahrhundertwende. Schon zum 25-jährigen Bestehen der ersten Genossenschaft konnten die Mitglieder feststellen, dass sich der Aufwand und das Engagement beim Aufbau des Spar- und Bauvereins gelohnt hatten.

Er sollte jedoch nicht die einzige Genossenschaft sein, die sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts in Nordhausen gründet. So hatte der Beamten-Wohnungs-Verein das Ziel, Wohnungen für Beamte zu schaffen, seine Eintragung am Amtsgericht erfolgte am 2. Februar 1909. Zeugnisse sind z.B. fünf Häuser in der Förstemannstraße und in der Jahnstraße in Nordhausen. Im Mai 1950 wurde beschlossen, die Bezeichnung in “Wohnungsbaugenossenschaft eGmbH” umzubenennen.

Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz) Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)

Eine weitere Genossenschaft, die sich im Verlaufe der Jahre gründete, war die Siedlungs- und Baugenossenschaft für Nordhausen (Siebano). Die Grundstücke dieser drei Genossenschaften wurden zum 1.1.1954 zur Nordhäuser Baugenossenschaft verschmolzen. Im gleichen Jahr wurde die Arbeiter-Wohnungsbaugenossenschaft (AWG) “8. Mai” Nordhausen ins Leben gerufen. 1956 war dann das Jahr der Gründung der AWG “Ernst Thälmann” in Heringen, die dann 1959 eine zweite Genossenschaft unter dem Namen “AWG Aufbau” in Nordhausen etablierte.

Genossenschaftliches Bauen und Wohnen gab es im Kreis Nordhausen u.a. aber auch in Bleicherode, Ellrich, Niedersachswerfen und Ilfeld. Im Jahr 1974 wurden die drei Nordhäuser Genossenschaften zur “Vereinigten Arbeitswohnungsbaugenossenschaft Nordhausen” (VAWG) verschmolzen. In den 16 Jahren ihres Bestehens bis zur politischen Wende in der DDR hatte die VAWG insgesamt 6.477 Wohnungen gebaut bzw. in ihren Bestand übernommen.

Die Wohnungsbaugenossenschaft eG Nordhausen als umfirmierte Rechtsnachfolgerin wurde am 12. Juli 1991 beim Kreisgericht Erfurt unter der Nummer 88 in das Genossenschaftsregister eingetragen. Die ersten Jahre nach der politischen Wende waren geprägt vom Ringen um Liquidität, denn die aus der DDR-Zeit festgelegte Miete von 0,90 DM je Quadratmeter Wohnfläche konnte die Kosten unmöglich decken und so war die erste Erhöhung um 1 DM je m² sowie die Einführung der Betriebskosten-Umlageverordnung zum 1. Oktober 1990 längst überfällig.


Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum - wie hier am Frauenberg im Jahr 1970 (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz) Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum - wie hier am Frauenberg im Jahr 1970 (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz) In den darauffolgenden Jahren hat sich die WBG Südharz zum größten Wohnungsvermieter in Nordthüringen entwickelt. So stieg die Wohnungsanzahl durch die Verschmelzungen mit Genossenschaften in Ilfeld/Niedersachswerfen (Harztor), Bleicherode/Heringen und zuletzt in Rottleberode (Südharz) auf aktuell 7.006 Wohnungen. 7068 Frauen und Männer sind aktuell Mitglieder der WBG Südharz. Über 600 davon sind bereits seit über 50 Jahren Teil der Gemeinschaft und mehr als 200 von ihnen bewohnen immer noch die gleiche Wohnung wie zu ihrem damaligen Eintritt. Die WBG ist damit das historische Ergebnis aus den Verschmelzungen von zehn Einzelgenossenschaften. Sie firmiert seit 2005 unter dem Namen Wohnungsbaugenossenschaft eG Südharz.

Zählt man die rund 1.000 Wohnungen, die durch das WBG-Tochterunternehmen, die Wohnungsverwaltungsgesellschaft Nordhausen mbH (WVG) bewirtschaftet werden noch hinzu, so wächst der betreute Bestand auf über 8.000 Wohnungen an.
Gleichgeblieben sind über die Jahre die genossenschaftlichen Prinzipien der Selbstverwaltung, Selbstverantwortung und der Selbsthilfe. Verändert haben sich aber die Anforderungen. “Wohnen mit Service” lautet inzwischen die Philosophie der WBG Südharz.
Wohnen ist mehr als Vermietung – Wohnen ist differenzierter geworden.

Zu den motivierten WBG-Mitarbeitern zählen daher heute auch Wohnungswarte in den Wohngebieten vor Ort und zwei Sozialarbeiter, die zum Service der WBG für ihre Mitglieder beitragen. Aber besonders die wohnbegleitenden Dienstleistungen machen das Wohnen bei der WBG Südharz zu etwas Besonderem. Objektdienstleister kümmern sich von der Hausreinigung über den Winterdienst bis zur Grünlandpflege um Ordnung und Sauberkeit. Hinter dem Slogan „Grüne WBG“ stehen der Gedanke der ökologischen Nachhaltigkeit beim Bau und der Verwaltung der WBG-Bestände - aber auch die „WBG-Sprösslinge“ (Baumpflanzaktionen) und das „WBG-Abfallmanagement“ (Müll-Trennung /Einsparung) sowie die Elektromobilität. Die „WBG-Gästewohnungen“ und die „WBG-Card“ (Vorteilskarte) runden das Service-Angebot ab.

Die Ansprüche, die jüngere Mitglieder und Familien stellen, sind andere, als die von Senioren. Hierauf haben der Vorstand und die Mitarbeiter der WBG Südharz die passenden Antworten gefunden. Die sind nicht etwa statisch angelegt, sondern können bei Bedarf verändert und erweitert werden, zum Beispiel durch die Beteiligung der WBG-Mitglieder an der Finanzierung von Investitionen. So wurde im Jahr 2011 ein weiterer Baustein zur Verstetigung des genossenschaftlichen Gedankens, unter dem Slogan “Wohnen & Sparen”, die Herausgabe von Inhaberschuldverschreibungen (IHS) der WBG Südharz eingeführt.

Bislang hat die Wohnungsbaugenossenschaft 406 Urkunden ausgegeben. Sie repräsentieren ein Anlagevolumen von mehr als fünf Millionen Euro. Trotz der negativen Zinsentwicklung an den Finanzmärkten in den zurückliegenden Jahren, sind die Konditionen der beiden IHS-Typen immer noch attraktiv für die Anleger. Und: Der Erfolg der Inhaberschuldverschreibungen ist auch ein Indikator für das Vertrauen in die Stärke der Genossenschaft. Belegt wird diese Aussage mit einer Wiederanlagequote von 75 Prozent.

Die Geschäftsstelle der WBG heute (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz) Die Geschäftsstelle der WBG heute (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)

Die neuen Herausforderungen machen auch vor den internen Abläufen der Verwaltung der Genossenschaft keinen Halt. Neue Technik, neue Software, ein neuer ökologischer Elektro-Fuhrpark sind nur einige Beispiele der Anforderungen an die Mitarbeiter der WBG Südharz. Hinzu kommen die Maßnahmen, die nach “außen” am augenscheinlichsten wahrgenommen werden: Die Investitionen in den Wohnungsbestand. Über eine Viertelmilliarde Euro wurde allein seit 1990 investiert. In diesem, dem 115. Jahr des Bestehens der Genossenschaft, werden es weitere 12 Millionen Euro sein.
Natürlich wird das Jubiläum der WBG Südharz in diesem Jahr auch gefeiert. So stehen z.B. auch die traditionellen 11 Nachbarschaftsfeste der WBG-Wohnungswarte für die Genossenschaftsmitglieder in ihren Wohngebieten unter dem Jubiläums-Motto: „115 Jahre Miteinander ZUHAUSE – Miteinander FEIERN“.
Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)
Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)
Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)
Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)
Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)
Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)
Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)
Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)
Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)
Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)
Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)
Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)
Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)
Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)
Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)
Seit 115 Jahren sorgt die WBG in Nordhausen für Wohnraum (Foto: Wohnungsbaugenossenschaft Südharz)
Autor: red

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