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Fr, 15:22 Uhr
11.03.2016
Rote Zahlen bei Gasversorger

CDU: "Zeh hat Nordhausen vor Millionenschaden bewahrt"

Der Gasversorger VNG ist 2015 tief in die roten Zahlen gerutscht. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Leipzig mitteilte, lag der Jahresfehlbetrag bei rund 53 Millionen Euro. Die Stadt hatte ihre Anteile verkauft und war dafür in die Kritik geraten. Mit dem heutigen Blick sei man einem Millionenschaden entgangen, meint die CDU Stadtratsfraktion...

Im Vorjahr hatte die VNG-Gruppe noch einen Überschuss von 184 Millionen Euro ausgewiesen. Wegen der Negativ-Bilanz verlieren unter anderem die Städte Leipzig und Dresden Millionen. Sie sind wie andere Kommunen Anteilseigner der VNG.

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Als im März 2015 in der Presse mitgeteilt wurde, dass die Stadt Nordhausen ihre Anteile an den VNG Aktien verkauft hat, schrien gleich die Kritiker auf. Hans-Georg Müller (SPD) rechnete aus, dass der Stadt 5 Millionen Schaden entstanden seien und wollte damit den Gutachtern widersprechen, welche der Stadt rieten die Aktien zu verkaufen um die Stadtwerke-Holding finanziell wieder gut aufzustellen.

Gutachter hatten seinerzeit den Aufsichts- und Stadträten empfohlen, die Aktien für knapp unter 10 Euro das Stück anzubieten, um einer Anfechtung des Kaufpreises zu entgehen und durch einen schnellen Verkauf den Erlös kurzfristig im Unternehmen einzusetzen. Man ging davon aus, dass bei einem Preisvorschlag von 12-14 Euro ein Preisprüfverfahren eingeleitet wird, welches den Verkauf über 1 Jahr verzögere. Genau dies geschah den Erfurter Stadtwerken. Nach dem dort nach fast einem Jahr ein höherer Preis als in Nordhausen ermittelt wurde, zog der Interessent Leipzig sein Kaufinteresse zurück.

Da im Hauptgeschäft der VNG, das Gasspeichergeschäft, Einnahmen zurück gingen muss sich das Unternehmen nach neuen Geschäftsfeldern umsehen, und investieren, wodurch es zu keinen Ausschüttungen mehr kommen wird. Mit der heutigen Pressemitteilung der VNG im MDR wissen wir, die Stadt Nordhausen hat alles richtig gemacht. Der Gasversorger VNG ist 2015 tief in die roten Zahlen gerutscht. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Leipzig mitteilte, lag der Jahresfehlbetrag bei rund 53 Millionen Euro. Wenn man dabei bedenkt, dass die VNG im Jahr 2014, als Nordhausen seine Aktien verkaufte, noch 184 Mio. Gewinn erwirtschafte, dann kann sich jeder ausrechnen, was die Aktie beim derzeitigen Verlust von 53 Mio. noch wert ist.

Durch den Verkauf der Aktien hat Nordhausen nicht nur seine Einlage zurück erhalten, sondern konnte die Stadtwerke Holding einer Restrukturierung unterziehen und finanziell wieder gut aufstellen. Mit dem heutigen Blick auf die Aktien ist die Stadt mit dem Verkauf der VNG Aktien einem Millionenschaden entgangen!
CDU Stadtratsfraktion
Autor: red

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Kommentare
sima
11.03.2016, 16:57 Uhr
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Hans Dittmar
11.03.2016, 22:25 Uhr
Fakten in Sachen VNG Aktien sprechen für sich
Glück für Nordhausen, dass sich der Oberbürgermeister nicht hat beirren lassen und an seinen Weg festhielt. Die Zeit zeigt immer ob man richtig handelt oder etwas falsch gemacht hat. Weiter so!
Flitzpiepe
12.03.2016, 08:16 Uhr
Da stellt sich mir nur eine Frage
Hat der OB diese Entwicklung bei Verkauf gekannt oder nicht?
Wenn Ja, war der Verkauf ein Insidergeschäft, das dann weitere Fragen aufwirft.
Wenn Nein, wovon ich ausgehe, war es einfach nur Glück und nicht mehr, wie es beim Aktienhandel üblich ist, denn in die Zukunft kann keiner schauen. Es sei denn, man hat Insiderwissen.
----4
12.03.2016, 10:58 Uhr
Wer lesen kann,...
...ist klar im Vorteil. Die Stadt hat sich von Gutachtern beraten lassen. Offensichtlich haben die Wissen gehabt, was gute Gutachter im Allgemeinen auszeichnet.
RaWu
12.03.2016, 11:13 Uhr
So ein Unsinn,
ein Insidergeschäft auch nur zu vermuten. Wer die globale Entwicklung des Erdgaspreises für ein Jahr vorhersehen kann, ist kein OB eines unbedeutenden Dorfes. Glück? Nein. Es war ja kein Spekulationsgeschäft.

Seine richtige Entscheidung war es, nicht dem Beispiel Bausewein zu folgen. Der Ausgang der Aktion war allerdings vorher zu sehen. In völliger Selbstüberschätzuung hat der einen Dickkopf aufgesetzt und ist grandios gescheitert.

UNSER OB hat mit dem Preisangebot genau richtig gelegen, da auch der Käufer "etwas damit gewinnen" können muss. So hat man sich eben getroffen. Politik nach Augenmaß.
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