Sa, 15:32 Uhr
07.10.2000
Sülzhayner Bürger erteilten Glenn-Mills-Stiftung eine deutliche Abfuhr
Sülzhayn (nnz). Die Bürger des Kurortes Sülzhayn haben sich am gestrigen Abend eindeutig gegen das Vorhaben der Glenn-Mills-Stiftung ausgesprochen, im leerstehenden Gebäude der Haidberg-Klinik ein Resozialisierungsprojekt für 300 straffällig gewordene Jugendliche zu etablieren.
Fast 200 Sülzhayner und Menschen, die in diesem Ort einen Job haben, stellten einer Vertreterin der Stiftung präzise Fragen, denen mit sehr viel Gerede ausgewichen wurde. Auch widersprachen sich die Redner des Vormittags und des Abends, zum Beispiel bei der Zahl der zu betreuenden Jugendlichen. Mitunter kam es im Kinosaal des Ortes auch zu emotionalen Ausbrüchen, die darin gipfelten, die Stiftung möge mit ihrem Ansinnen woanders hingehen.
Für die Gemeinde stellte der stellvertretende Ortschaftsratsvorsitzende Michael Seifert klar: "Wir wenden uns nicht grundsätzlich gegen das Konzept der Stiftung, doch es verträgt sich nicht mit der Entwicklungskonzeption unseres Kurortes." Gerne würden die Sülzhayner ein Konzept akzeptieren, das auf Rehabilitation oder Betreuung älterer Menschen basiert. Vielleicht auch ohne größere Umbauten innerhalb des Gebäudes.
Als nächsten Schritt will der Ortschaftsrat nun mit dem Eigentümer des Gebäudes, einem geschlossenen Immobilienfonds, ins Gespräch kommen. "Wir müssen sehen und wissen, dass die Glenn-Mills-Stiftung nicht quasi über die Hintertür einen Fuß nach Sülzhayn setzen kann", so Seifert gegenüber nnz.
Den Vertretern der Stiftung, die am Freitag in zwei Runden für ihr Projekt im Kurort warben sollten die Reaktionen aus Kommunalpolitik und Bürgerschaft deutlich genug sein: In Sülzhayn haben sie keine Chance. Siehe auch nnz: "Glenn-Mills-Stiftung stellte sich in Sülzhayn vor - Konzept mit Skepsis aufgenommen" (06.10.2000 16:08)
Autor: psgFast 200 Sülzhayner und Menschen, die in diesem Ort einen Job haben, stellten einer Vertreterin der Stiftung präzise Fragen, denen mit sehr viel Gerede ausgewichen wurde. Auch widersprachen sich die Redner des Vormittags und des Abends, zum Beispiel bei der Zahl der zu betreuenden Jugendlichen. Mitunter kam es im Kinosaal des Ortes auch zu emotionalen Ausbrüchen, die darin gipfelten, die Stiftung möge mit ihrem Ansinnen woanders hingehen.
Für die Gemeinde stellte der stellvertretende Ortschaftsratsvorsitzende Michael Seifert klar: "Wir wenden uns nicht grundsätzlich gegen das Konzept der Stiftung, doch es verträgt sich nicht mit der Entwicklungskonzeption unseres Kurortes." Gerne würden die Sülzhayner ein Konzept akzeptieren, das auf Rehabilitation oder Betreuung älterer Menschen basiert. Vielleicht auch ohne größere Umbauten innerhalb des Gebäudes.
Als nächsten Schritt will der Ortschaftsrat nun mit dem Eigentümer des Gebäudes, einem geschlossenen Immobilienfonds, ins Gespräch kommen. "Wir müssen sehen und wissen, dass die Glenn-Mills-Stiftung nicht quasi über die Hintertür einen Fuß nach Sülzhayn setzen kann", so Seifert gegenüber nnz.
Den Vertretern der Stiftung, die am Freitag in zwei Runden für ihr Projekt im Kurort warben sollten die Reaktionen aus Kommunalpolitik und Bürgerschaft deutlich genug sein: In Sülzhayn haben sie keine Chance. Siehe auch nnz: "Glenn-Mills-Stiftung stellte sich in Sülzhayn vor - Konzept mit Skepsis aufgenommen" (06.10.2000 16:08)


