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Di, 15:38 Uhr
01.03.2016

Zeh im Umweltministerium

Zu einem Gespräch mit der Thüringer Umweltministerin Anja Siegesmund und Staatssekretär Olaf Möller reist heute Nachmittag Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh nach Erfurt...

Eingeladen wurden außerdem Landrat Matthias Jendricke, Vertreter der Kreistagsfraktionen und der Bürgerinitiative Gipskarst Südharz sowie des BUND.

In dem Gespräch geht es um das geplante Naturschutz-Großprojekt und das Biosphärenreservat Südharz sowie um den Gipsabbau gehen.

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Die Karstlandschaft Südharz gilt als europaweit einmaliger Lebensraum, die sich von Südniedersachsen über den Landkreis Nordhausen bis nach Sachsen-Anhalt erstreckt. Der geologische Formenreichtum mit seinen Vorkommen an Gips und Anhydrit, Dolomit, Sand und Kies führt zu einer ungewöhnlich hohen Vielfalt an Tieren und Pflanzen, die diese Landschaft für den Tourismus äußerst attraktiv werden lassen.

Aber diese vorkommenden Rohstoffe stellen durch deren Abbau auch einen schwerwiegenden Interessenkonflikt zwischen Landschaftserhalt und Wirtschaftsinteressen dar.

„2013 hat sich der Nordhäuser Stadtrat wiederholt in Vorbereitung der Anhörung zur „Entwicklung des Biosphärenreservates Karstlandschaft Südharz in Thüringen“ zum Schutz der Südharzer Gipskarstlandschaft bekannt. Doch zuvor bedarf es dazu eines umfangreichen gemeinschaftlichen Informations- und Meinungsbildungsprozesses mit allen Akteuren in der Region“, sagte der Oberbürgermeister.

Es sei in diesem Zusammenhang besonders wichtig, aktuelle Unterlagen als Grundlage in den umfangreichen, öffentlichen und ergebnisoffenen Beteiligungsprozess einzuarbeiten.

Auch die Stadt ist in die Vorbereitung der Antragstellung des Naturschutz-Großprojektes (NSGP) im Naturpark Südharz einbezogen worden und hat mehrere Maßnahmen zur Förderung beantragt, wie zum Beispiel der Gehölzumbau an naturnahen Gewässern, beispielsweise der Salza sowie der Erhalt der Trockenrasenflächen in der „Rüdigsdorfer Schweiz“ durch entsprechende Bewirtschaftung.

„Und dass der Naturpark Südharz für eine Förderung im Rahmen eines Naturschutzgroßprojekts in Betracht gezogen wird, spricht für den hohen naturschutzfachlichen Wert unserer Landschaft“, sagt der Oberbürgermeister.

Naturschutzgroßprojekte, die es bundesweit gibt, laufen in der Regel über einen Zeitraum von 10 bis 12 Jahren und werden zu 75 % vom Bund und zu 15 % vom Land gefördert. Dabei wird ein Pflege- und Entwicklungsplan erstellt, der dann konkret in ausgewählten Landschaftsräumen vor Ort umgesetzt wird.
Autor: red

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Kommentare
murmeltier
01.03.2016, 15:44 Uhr
Widerlich
Man muss wohl Politiker sein, um solch eine Doppelzüngigkeit an den Tag zu legen. Da geht der Nordhäuser OB wieder einmal gegen die wirtschaftlichen Interessen von Unternehmen vor. Tage zuvor schickt er seine Kulturdezernentin genau zu solch einem Unternehmen, um Geld für die Unterstützung von Festen zu erbetteln. Gehts eigentlich noch????????
Treuhänder
01.03.2016, 15:54 Uhr
Tourismus ?
Zitat: Der geologische Formenreichtum mit seinen Vorkommen an Gips und Anhydrit, Dolomit, Sand und Kies führt zu einer ungewöhnlich hohen Vielfalt an Tieren und Pflanzen, die diese Landschaft für den Tourismus äußerst attraktiv werden lassen. Zitatende

Das haut doch dem Fass den Boden aus. Gips und Anhydrit gibt es seit Millionen Jahren . Warum hat sich der Tourismus wenigsten in den letzten 25 Jahren nicht entwiickelt. Oder haben ich Heerscharen von Wanderern auf dem Karstweg wirklich übersehen? Ich sah eher Hotels, die geschlossen wurden.

Die paar seltenen Pflanzen sollte man Herrn Schwarzberg überlassen.
Peter59
01.03.2016, 16:54 Uhr
So ist es.....
Es gibt welche, die springen über jedes Stöckchen zwecks Machterhalt....
Gips
01.03.2016, 16:59 Uhr
Es nervt.
Genau richtig! Alle Leben direkt oder indirekt von der Wirtschaft. Auch Doktoren. Lehrer, Politiker und Rentner.
Gips
01.03.2016, 17:02 Uhr
Gretchen
Daumen hoch
Bodo Schwarzberg
01.03.2016, 20:29 Uhr
Naturschutzgroßprojekt: genaue Planung wichtig
Das Projekt ist sehr zu begrüßen. Und ich finde es gut, wenn sich Dr. Zeh auch zu dieser Problematik bei der Ministerin einsetzt. Wünschenswert wäre eine genaue und mit Fakten begründete Auswahl der Projektflächen. Daten und Erfahrungen hierzu liegen ausreichend vor. Ziel sollte es sein, sowohl den weiteren Verlust unserer historischen Kulturlandschaft aufzuhalten, als auch (parallel) den Verlust von immer mehr Wuchsorten bedrohter Arten. Hierzu sind zahlreiche, noch vorhandene Wuchsorte in das Projekt einzubeziehen. Die bedrohten Arten und deren Wuchsorte sollten als Maker für den Erfolg des Projekts dienen.

Wichtig ist, dass zur Erhaltung und Revitalisierung unserer Trocken- und Halbtrockenrasen tatsächlich Bewirtschaftungsformen praktiziert werden, wie sie jahrhundertelang üblich waren. Das bedeutet keinesfalls eine Ausweitung der Rinderbeweidung sondern den weitestgehenden Ersatz der Rinder durch Schafe und Ziegen. Leider hat man auch hier 25 Jahre lang den Widerspruch zwischen Anspruch (effektiver Naturschutz) und Wirklichkeit weiter wachsen lassen. Nun kostet ein Umsteuern richtig viel.
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