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Fr, 14:00 Uhr
26.02.2016
Neues vom Erdfall

Alles muss raus

Die frisch sanierten Gebäude der Servicegesellschaft sind seit vergangenem Freitag Abrissreif, dafür hat der Erdfall bei Salza gesorgt. Das Inventar hingegen ist größtenteils noch in Ordnung. Alles was nicht Niet- und Nagelfest wurde heute Vormittag sicher gestellt...

Alles muss raus - Servicegesellschaft und Feuerwehr holten heute das Inventar aus den gesperrten Gebäuden (Foto: Angelo Glashagel) Alles muss raus - Servicegesellschaft und Feuerwehr holten heute das Inventar aus den gesperrten Gebäuden (Foto: Angelo Glashagel)

"Wir holen alles raus was wir tragen können", sagte Gunnar Reuter, Leiter der Servicegesellschaft. Und damit meinte er: alles. Vom Drehstuhl, über Telefone und Tischplatten bishin zu den Heizkörpern und dem was von der Werkstatt übrig ist - was gerettet werden konnte, wurde am Vormittag aus dem Gebäude geschafft.

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Ganz ungefährlich war das nicht, ein Teil des Hauses ist schon im Abgrund versunken. Man habe alle Sicherheitsvorkehrungen getroffen, die möglich waren, sagte Landrat Jendricke, der auch selber mit anpackte. "Das Gebäude ist eigentlich gesperrt, da kann ich den anderen Mitarbeitern schlecht sagen "geht da mal rein"", sagte Jendricke, "das ist wie auf dem Schiff: der Kapitän geht zuletzt."

Ohne die Hilfe der Feuerwehr wäre die Aktion nicht möglich gewesen. Die Kameraden der Berufsfeuerwehr, die Einsatzkräfte aus Ellrich, Herreden und Hörningen sowie der Brand- und Katastrophenschutz waren mit Drehleiter, Werkzeug, Know-How und Muskelkraft an dem Einsatz beteiligt. Für den Fall der Fälle hatte man vor dem Haus auch ein Sprungkissen aufgestellt, sollte die schnelle Evakuierung nötig werden.

Auch der Landrat packte mit an (Foto: Angelo Glashagel) Auch der Landrat packte mit an (Foto: Angelo Glashagel) Man habe sich die Entwicklung der letzten Tage angesehen, erklärte Jendricke. Eigentlich hatte man die Sicherung schon für Mittwoch vorgesehen, da hatten sich aber noch frische Risse an der Fassade gezeigt.

Der erste Schock sei bei den Mitarbeitern der Servicegesellschaft inzwischen verflogen, sagte Reuter und verbreitete Optimismus. "Unsere Buchhaltung lebt, die EDV läuft seit Dienstag wieder und die Löhne können ausgezahlt werden". Das Anlagevermögen der Servicegesellschaft sei groß genug, man werde gestärkt aus der Situation hervorgehen.

Alles muss raus - Servicegesellschaft und Feuerwehr holten heute das Inventar aus den gesperrten Gebäuden (Foto: Angelo Glashagel) Alles muss raus - Servicegesellschaft und Feuerwehr holten heute das Inventar aus den gesperrten Gebäuden (Foto: Angelo Glashagel) Das die Buchhaltung der Gesellschaft nicht gänzlich, und buchstäblich, ins Wasser gefallen ist, hatte man einer ersten Rettungsaktion am vergangenen Wochenende zu verdanken, welche zumindest die digitalen Datenbestände sichern konnte. Hauptziel der heutigen Aktion sei es zunächst gewesen die Personal- und Kontoakten zu sichern, erklärte Landrat Jendricke. Erst an zweiter Stelle kam das Mobiliar.

Um das Grundstück wurde inzwischen ein Bauzaun aufgestellt, der Wachschutz wird demnächst also abrücken. "Es sollte aber niemand auf die dumme Idee kommen dort noch hinein zu gehen", warnte Jendricke, "das ist Lebensgefährlich und es gibt nichts mehr zu holen", man habe sämtliche Wertsachen aus dem Gebäude geholt.
Angelo Glashagel
Alles muss raus (Foto: J. Piper)
Alles muss raus (Foto: J. Piper)
Alles muss raus (Foto: J. Piper)
Alles muss raus (Foto: J. Piper)
Alles muss raus (Foto: J. Piper)
Autor: red

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Kommentare
Nordhäuser Freiheit
26.02.2016, 14:49 Uhr
"Dumme Ideen" und "unser" Landrat..
"Unser" Landrat spricht von "dummen Ideen".

Es wäre keine "dumme Idee" gewesen das Gelände vor Neubebauung versichern zu lassen, lieber Landrat!
I.H.
26.02.2016, 15:34 Uhr
So dumm ist die Idee gar nicht,
potenzielle "Leichenfledderer" darauf hinzuweisen, dass dort nichts mehr zu holen ist.

Und die dümmliche Frage nach der Versicherung sollte man denen stellen, die damals in Amt und Würden waren. Aber selbst die haben damals nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Kein Versicherer versichert Erdfall einzeln. Das gibt es nur im Paket gemeinsam mit Sturmflut, Erdbeben... und Vulkanausbruch. Na klar, wir können natürlich unser ganzes Geld zu Versicherungen tragen, damit wir abgesichert sind falls uns morgen der Himmel auf den Kopf fällt.

Ihr Versicherungsliebhaber nervt nur noch. Jeder aufmerksame Hausbesitzer oder Unternehmer mit eigener Betriebstätte kennt die Thematik zur Genüge. Ich würde gern mal den Shitstorm sehen, wenn hier von Stadt oder Landkreis etwas gegen Vulkanausbruch, Erdfall, Erdbeben oder Sturmflut... im Paket versichert worden wäre. Haltet mal den Ball flach und kriegt euch wieder ein. Eure Politspiele könnt ihr woanders spielen.
Rainer H.
26.02.2016, 15:49 Uhr
Landrat und kein THW
Es ist verständlich das man so viel wie möglich retten will, aber hier ist es die falsche Eitelkeit eines Feuerwehrfans. Fragt man sich ob die Berufsgenossenschaft in Falle eine Unfalles gezahlt hätte. Für das THW, welches nun glücklicherweise mit sämtlicher Technik hier im Landkreis ansäßig ist wird völlig ungeachtet außen vor gelassen und man schickt Zivilisten in ein einsturz gefährdetes Haus. Im Gegensatz zum Landrat ist der Kapitän beim Untergang versichert!
Es wäre die Aufgabe der Berufsfeuerwehr und anderen Kräften gewesen, die Zivilisten von einem Betreten der Räumlichkeiten abzuhalten.
Nordhäuser Freiheit
26.02.2016, 16:13 Uhr
Erdfall mit Personenschaden?
Ruhig Blut, Egon.


Was wäre, wenn ein Mensch 40 Meter tief in das Erdloch gefallen wäre? Würden Sie dann auch die Frage nach der Versicherung so schnodderig abtun?


P.S. Es muß nicht alles dümmlich sein was Sie nicht verstehen.
Babette Klingert
26.02.2016, 16:31 Uhr
Jawohl "unser" Landrat!
Jawohl es ist unser Landrat! Von einer breiten Wahlmehrheit getragen.

Matthias Jendricke war sich auch nicht zu fein trotz großer LebensGefahr ganz persönlich mit Hand anzulegen bei der Beräumung der Gebäude.

Super! Ein Mann der Probleme mutig anpakt ohne sich selbst zu schonen.
I.H.
26.02.2016, 16:39 Uhr
Es kommt noch dümmer:
"Was wäre, wenn ein Mensch 40 Meter tief in das Erdloch gefallen wäre? Würden Sie dann auch die Frage nach der Versicherung so schnodderig abtun?"

Dann wäre das auf dem Betriebsgelände ein Arbeitsunfall und würde über die Berufsgenossenschaft versicherungstechnisch abgewickelt.
Falls Sie mal wieder irgend etwas nicht wissen @Nordhäuser Freiheit, fragen Sie einfach wieder nach.
Peter59
26.02.2016, 16:50 Uhr
Vorweg für den Riesen auf der Schleimspur......
Zu vermutender Kommentar. "Unser Landrat hat die "Lage" gemeistert dank seiner guten Verbindungen nach Erfurt und Herr xyz unterstützt ihn," lassen Sie sich mal was besseres einfallen, das ist schon abgedroschen. merken Sie nicht, dass alle schon über Sie lachen......Sie taugen ja nicht mal mehr als Hofnarr, denn das waren im Mittelalter oft kleinwüchsige aber(und) intelligente Menschen.Merken Sie nicht, dass Sie die Leserschaft nur noch belustigen, jeder macht sich zum Affen wie er kann..... Nur Primaten sind intelligent, manchmal mehr als Menschen....und vor allem ist deren IQ sogar messbar......
I.H.
26.02.2016, 17:31 Uhr
Natürlich bezahlt die BG
"Fragt man sich ob die Berufsgenossenschaft in Falle eine Unfalles gezahlt hätte."

Natürlich zahlt die BG Herr @RainerH. Dazu ist die Pflichtmitgliedschaft in der BG da. Und deshalb muss jedes Unternehmen in der entsprechenden BG drin sein und Beiträge bezahlen. Von welcher Diensthaftpflicht die BG sich unter Umständen Geld zurück holt, steht auf einem, den Steuerzahler nicht tangierendem, anderem Blatt.

"...man schickt Zivilisten in ein einsturz gefährdetes Haus..."

Man hat keine "Zivilisten" in ein Haus geschickt, sondern versicherte Mitarbeiter, Feuerwehrleute, Katastrophenschutz-Mitarbeiter...

"Im Gegensatz zum Landrat ist der Kapitän beim Untergang versichert!"

Woher wollen Sie wissen, ob ein Kapitän versichert ist und ein Landrat nicht? Vermutlich haben beide eine Diensthaftpflicht. Für uns Steuerzahler ist das uninteressant, da in beiden Fällen die BG zahlen würde!

Schon mal was von Unternehmerischen Pflichten gehört? Wenn nicht, unbedingt vorm Kommentieren mal nachlesen.
Diwa
26.02.2016, 19:27 Uhr
Gute Ideen
Die „Zivilisten“ bzw. Mitarbeiter, die heute in der Service Gesellschaft gerettet haben, was zum Glück noch zu retten war, sind sicher nicht geschickt worden, die haben das bestimmt freiwillig für ihre Firma getan und auch für die Kolleginnen, die Freitag Mittag noch in diesen Büros saßen. Dafür möchte ich mich ganz herzlich bei den Männern bedanken, für den Mut, den sie dort bewiesen haben. Den Neidern wünsche ich, dass sie niemals in eine solch fatale Situation geraten. Leider gibt es überall Neider, sie sind aber ein Zeichen dafür, dass die Service Gesellschaft alles richtig gemacht hat.
Nordhäuser Freiheit
26.02.2016, 19:29 Uhr
Bezahlt mir Herrn Poppenhäger auch mein Haus ...
... wenn ich es nicht versichert bekomme aufgrund zu hohen Risikos und es im Erdfall versinkt?

Ich glaube nicht. Man baut nun mal nicht über ehemaligen Erdfällen, wenn selbst der Versicherung das Risiko zu hoch ist.
Aus die Maus
26.02.2016, 20:06 Uhr
Landrat
Jawohl unser Landrat packt mit an das ist super, weiter so!
Dann wird er die Brücke in Bielen im Alleingang erneuern !

Super unser Landrat.
Babette Klingert
29.02.2016, 08:52 Uhr
Jendricke packt an, Zeh verzôgert absichtlich ...
... so zum Beispiel den Bau der neuen Feuerwache!

Hoffen wir, dass mit unserem Landrat der OB Sessel im Rathaus bald besetzt wird.
Nordhäuser Freiheit
29.02.2016, 09:23 Uhr
Riese und Jendricke sind Unruhestifter
Riese und Herr Jendricke sind permanente Unruhestifter, sie brauchen den Konflikt wie ein Lebenselexier.

Merken sie beide nicht, dass der Parteienkrieg gegen die Stadt den Leuten überdrüssig ist? In Nordhausen gibt es aktuell wahrlich andere Probleme.
Flitzpiepe
29.02.2016, 09:38 Uhr
Genau das ist das Problem
'In Nordhausen gibt es aktuell wahrlich andere Probleme'
Und der OB Zeh packt diese Probleme eben nicht mehr an, da er in seiner verbleibenden Amtszeit keine Fehler mehr machen will.
Das ist von ihm nur noch ein Schaulaufen.
Das ist purer Stillstand.
Die Stadt hat dann zwar etwas weniger Schulden aber ist auch 'klinisch tot'.
Denn er spart nicht an seinen Kosten sondern die Bürger von Nordhausen müssen bluten.
Babette Klingert
02.03.2016, 09:22 Uhr
An die Kritiker der Service GmbH: Unser Landrat und Herr Primas sind ein eingespieltes Team!
Allen neidischen Nörglern an der Service GmbH unseres Landkreises sei gesagt daß auch in dieser Angelegenheit unser Landrat Matthias Jendricke und unser erfahrener Landtagsabgeordnete von der CDU Herr Primas an einem Strang ziehen und sich einig sind.

Herr Primas ist sehr klug und konsensorientiert. Das hatte sich schon vor Jahren gezeigt als er im Vieraugen Gespräch mit Frau OB Barbara Rinke und ohne den damaligen Landrat Claus den Kreisumlagestreit beilegte. Das ausgleichende Gemüt von Herrn Primas tut der Region gut. Herr Primas spricht sich auch klar gegen weitere Eingemeindungen nach Nordhausen aus. Auch das ist richtig.

Mit klugen Politikern wie Herrn Jendricke und Herrn Primas ist mir um die Zukunft unserer Regjon nicht bange!
Nordhäuser Freiheit
02.03.2016, 12:31 Uhr
Jendricke und Primas sind ein Team
Das stimmt lieber "Riiieeese!"

Ich nenne es nur anders. Sie sind die amtierenden Geschäftsführer des "Nordhäuser Systems" und des Schweigekartells der Nordhäuser Großparteien
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