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Do, 12:36 Uhr
25.02.2016
IHK Erfurt veröffentlicht neue Umfrageergebnisse

Ein Jahr Mindestlohn

Zwölf Monate nach Einführung der gesetzlichen Lohnuntergrenze von 8,50 Euro beklagen die Unternehmen aus Nord- und Mittelthüringen die damit einhergehende Bürokratiebelastung und gestiegene Personalkosten. Das ist das Ergebnis der zweiten Umfrage der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt unter rund 350 Unternehmen zum Thema Mindestlohn...


„Auch ein Jahr nach seiner Einführung bewerten die Unternehmer den Mindestlohn sehr kritisch. Vor allem die Bürokratie bindet personelle Ressourcen. Ein immenser Kraftakt gerade für den Thüringer Mittelstand“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Prof. Gerald Grusser.

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Alarmierend wäre zudem die Tatsache, dass jeder dritte Betrieb die Mehrbelastung durch Stellenabbau oder Reduzierung des Personaleinsatzes kompensieren müsse. „Das ist eine Steigerung zum Vorjahr von 9 Prozent“, so Grusser. Zwar lasse dies keine Rückschlüsse auf die absolute Zahl gekürzter Stellen oder weniger Arbeitsstunden zu, jedoch sei ein Trend erkennbar. Und auch die Investitionsbereitschaft habe im Vergleich zur ersten Umfrage im März 2015 um 5 Prozentpunkte abgenommen.

„Den bürokratischen Aufwand stuften abermals zwei Drittel der Unternehmer als die härteste Auswirkung für die betriebliche Praxis ein“, sagt der IHK-Chef und sieht den Grund in der Wirkungslosigkeit der Mindestlohndokumentationspflichtenverordnung. Mit dieser Vorschrift hat der Gesetzgeber im Sommer 2015 versucht, die Aufzeichnungspflicht für Arbeitszeiten zu lockern, indem er die Monatsentgeltgrenze von 2.958 Euro auf 2.000 Euro senkte. „Leider ohne Erfolg, denn 90 Prozent der Mitgliedsunternehmen brachte dies keine Erleichterung“, stellt Grusser fest. Ergo ste-

he die Politik nach wie vor in der Pflicht, Änderungen am Gesetz vorzunehmen, um die Rahmenbedingungen für den Mittelstand zu verbessern.

„Darüber hinaus prangern in den IHK-Beratungen die Unternehmer immer wieder an, dass im Zuge der Minderung des Haftungsrisikos allgemeine Verpflichtungserklärungen zwischen Geschäftspartnern eingeholt werden müssen“, informiert der Hauptgeschäftsführer. Auch dies erfordere zusätzlichen administrativen Aufwand.
Autor: red

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Kommentare
kein
25.02.2016, 14:21 Uhr
Herr Wienniger weiss es besser
Die SPD sieht das anders obwohl es die Wirtschaftsforscher vorher gesagt haben ....https://www.facebook.com/awieninger/....wo führt das noch hin? Irgendwann ist Schluss mit diesem System. Erst steigen die Löhne, dann steigen die Preise und immer so weiter aber bringen tut das nichts, zu mindestens nichts dem kleinem Arbeiter und auch sehr bald der ,,Mittelschicht“. Wir brauchen ein anderes Wirtschaftssystem und keine Erhöhungen der Löhne und Preise/Kosten.
aradmer
25.02.2016, 22:52 Uhr
Mindestlöhne zu niedrig !
was sind 8,50 € Mindestlohn ??? Davon kann man nicht leben es würd über 8,50 € ewig geredet was eh ei Lacher ist. Die Mittelschicht gibt es fast garnicht mehr und das verhältnis stimmt schon lange nicht mehr .Wen ich ein Auto in die Werkstatt bringe kostet mir dies schon in einer teuren Werkstatt schon 120,00 € Stundenlohn dafür muß man schon einen guten Tag arbeiten um dies zuverdienen. Das können sich mit sicherheit viele nicht mehr leisten.Man arbeitet nur um Kosten abzudecken , mit sparen ist schon lang nichts mehr.Klar den Leuten den es gut geht ,die werden sich nicht beklagen.
murmeltier
26.02.2016, 07:31 Uhr
Gerede
Das "Gerede" davon, dass es den Menschen gut geht, kann ich bald nicht mehr hören. Was versteht man eigentlich unter den Begriffen "es geht den Menschen gut"? Das sie sich was zu Essen kaufen können und ein Dach über den Kopf haben? Das reicht doch nicht aus." Gut gehen" schließt doch auch die Zufriedenheit am Arbeitsplatz ein. Wenn man sich die Entwicklung z. B. nur von Depressionen im Land ansieht, kann es doch den Leuten nicht gut gehen. Jeder denkt doch heute nur noch an sich, welchen "Vorteil" kann ich gegenüber einen anderen, selbst Freund, noch rausholen. Den anderen übertrumpfen, egal in welcher "Disziplin". Eben eine sogenannte "Ellenbogengesellschft".
Leser X
26.02.2016, 07:35 Uhr
Ich würde allen Sprücheklopfern...
... und natürlich den "besorgten" Unternehmern empfehlen, mal zu versuchen, von so einem 8,50 € - Frohn zu "leben".

Es ist an der Zeit, dass unser Volk sich statt gegen Flüchtlinge besser gegen die Geizhälse in Politik und Wirtschaft erheben, die gegen das eigene Volk schmarotzen und den Hals nicht voll kriegen können...
Herr Taft
26.02.2016, 08:56 Uhr
Mindestlohn...
...ist, wie ich finde der richtige Weg. Ob er zu hoch oder zu niedrig ist, vermag ich nicht einzuschätzen. Was aber gerne ausgeblendet wird ist die in Deutschland viel zu hohe Abgabenquote. Eigentlich kann es nicht sein, dass ein Arbeitnehmer das halbe Jahr für die Gemeinschaft arbeiten geht , während ein selbstständiger Unternehmer seinen Breakeven nach wenigen Monaten erreicht (die genaue Wochenzahl hab ich vergessen). Einkünfte aus Kapitalvermögen sind niedriger besteuert als Einkünfte aus unselbständiger Arbeit. Die private Krankenversicherung hat in meinen Augen ebenfalls keine Daseinsberechtigung, da sie das Solidaritätsprinzip außer Kraft setzt.
Flitzpiepe
26.02.2016, 09:52 Uhr
Alles richtig, Nussbaum
Das was sie schreiben, sind die grundlegenden Eigenschaften des Systems 'Kapitalismus'. Ein Solidaritätsprinzip gibt es vielleicht auf dem Papier.
Änderungen kann es also nur durch Systemwechsel geben. Die Chancen dazu stehen zwar im Moment nicht schlecht, weil das Jetzige am Ende angekommen scheint.
Aber wohin soll es gehen?
Keine Ahnung!
kein
26.02.2016, 10:55 Uhr
Was nutzt uns der Mindestlohn...
wenn danach sowieso wieder alles teurer wird. Versteht das keiner hier? Man kommt auf keinen Nenner, das ist nur eine Spirale mit System von diesem System, die dem Lohnempfänger langfristig nichts bringt. Es ist scheiß egal ,ob es einen Mindestlohn von 8,50 oder 20,50 gibt, geändert werden muss das ganze System.
Leser X
26.02.2016, 11:29 Uhr
Flitzpiepe...
... am Horizont geht's immer weiter, auch wenn man vorher nicht sieht, wohin. Die Geschichte ist wie ein Fluß. Irgendwohin fließt er immer. Und wenn es einen Stau gibt, sucht er sich einen neuen Weg. Aber er kommt immer an...
Flitzpiepe
26.02.2016, 11:37 Uhr
Das ist klar
dass es immer weiter geht.
Aber ist dieser Weg richtig und gut? Wo führt er hin?
So leid es mir tut, aber für mich fühlt es sich so an, als ob wir direkt auf einen nächsten globalen Krieg zusteuern. Ob kalt oder warm sei mal dahingestellt.
Oder sind wir sogar schon drin?
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