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So, 17:41 Uhr
21.02.2016
Forum

Macht, Geld, Einfluss. Und ich?

Alle vier Jahre sind Wahlen zur Zusammensetzung des Bundestages. Die Parteien versprechen vor diesen Wahlen, alles mögliche. Keine Steuererhöhungen, mehr Netto vom Brutto, es soll mehr für die Familie getan werden...


Die Wahl ist Geschichte und dann scheint der Bürger außen vor zu sein. Dann kommt die „große Stunde“ der Lobbyisten. In Brüssel sollen rund 300 vertreten sein und in Berlin sollen drei Lobbyisten auf einen Abgeordneten kommen. Lobbyisten wollen Politiker im Interesse Ihrer Unternehmen beeinflussen.

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Sind das auch meine Interessen? Steigende Preise für Medikamente, steigende Krankenkassenbeiträge, steigende Beiträge für die Pflegeversicherung, ein Mindestlohn in Höhe von 8,50 € bei verbleibenden 1000 €, Rente mit 67 und, und, und. Zu wichtigen und einschneidenden Sachverhalten wird der Bürger nicht gefragt.

Der Premierminister von Großbritannien lässt das Volk zum Verbleib in der Eurozone abstimmen. Warum lässt man in Deutschland nicht über den Verbleib in der Eurozone abstimmen? Warum werden nicht wie in der Schweiz Volksentscheide zu wichtigen Fragen durchgeführt, zum Beispiel zur Flüchtlingspolitik? Der „Bürger“ sieht zu, was die Politik im Bund, Land und der Kommune praktiziert. Warum soll der Bürger dann eigentlich wählen, wenn die Politik dann sowie macht was sie will?

Für Fehlentscheidungen wird eh kein Politiker zur Rechenschaft gezogen. Denn wie kann es sein, das zum Beispiel Steuerverschwendungen im sogenannten „Schwarzbuch“ nachgewiesen sind und keiner zur Rechenschaft gezogen wird? Welchen Sinn machen dann solche Veröffentlichungen? Oder Gesetze werden einfach außer Kraft gesetzt. Entscheidungen werden dann als alternativlos dargestellt und die „Medienmaschinerie“ legt los.

Es herrscht viel Unsicherheit in diesem Land. Nicht einmal die Polizei weiß, wie sie sich verhalten soll, wie der Fall in Clausnitz zeigt, wo ein Polizist einen Flüchtling aus einem Bus „bringt“. Darf hier auch kritisch das Verhalten von Flüchtlingen hinterfragt werden? Oder stehen Flüchtlinge generell unter Schutz, egal was sie tun und werden nur die Bürger vor Ort kritisiert und mit Mob und Pack beschimpft?

Wo die Entwicklung in den nächsten Jahren hingehen wird, kann man nur erahnen. Ich werde wahrscheinlich weiter zur „Kasse“ gebeten. Ich hoffe dann, dass für mich auch eine Wohnung oder ein Haus gebaut wird. Aber ich habe keine Lobby.
Ruth Alzschner
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
FreierBürger
21.02.2016, 18:34 Uhr
Liebe Frau Alzschner,
Sie haben in Ihrem Beitrag genau das angesprochen, was viele, ja viele Bürger bewegt.
Arroganz, Gier, Neid sind genau die Eigenschaften, die einen Menschen ausmachen... diese Eigenschaften sind uns angebohren und werden das Schicksal der Menschheit bestimmen.

Wir sind Parasiten auf diesem Planeten und aussterben und das einzige was mich daran freut, dieses Mal kann Niemand fliehen.
Peppone
21.02.2016, 21:25 Uhr
Volltreffer
Wo Sie recht haben, haben Sie recht @3 po.;)
geloescht.20240214
21.02.2016, 21:56 Uhr
Diktatur auf Zeit
Diese gelebte parlamentarische Demokratie ist nichts anderes als eine Diktatur für die Zeit der Wahlperiode. Die Parteien können alles in ihr Wahlprogramm schreiben. Bei Nichtumsetzung oder während der Wahlperiode entstehenden Sachlagen hat de Souverän keine legitime Möglichkeit der Einflussnahme. Die Hürden für Volksabstimmungen oder - entscheide wurden in unerreichbare Dimensionen geschraubt.

Selbst die Zusammensetzung des Bundestages entspricht schon lange nicht mehr den Gedanken der Väter des Grungesetzes. Demnach sollte dessen Hälfte durch freie Abgeordnete und die andere Hälfte durch die Parteien besetzt werden. Aber wie hat sich es mittlerweile entwickelt? Es ist faktisch unmöglich als Direktkandidat aufgestellt und gewählt zu werden.
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