Sa, 15:43 Uhr
20.02.2016
Urlaubssaison in vollem Gange
Europareisen gewinnen an Bedeutung
Allen Krisen zum Trotz: Die Reiselust der Deutschen ist nahezu ungebrochen. Ein Trend, der auch in Thüringen durchaus erkennbar ist. Ortsansässige Tourismusbüros berichten aber von einem immer flexibleren Buchungsverhalten...
Erstmalig seit fünf Jahren sank 2015 die Reiseintensität der Deutschen, wenn auch nur geringfügig. Während der Anteil der Urlauber, die eine Buchung von wenigstens fünf Tagen tätigten, von 2010 bis 2014 kontinuierlich stieg, ließ sich 2015 erstmals ein Rückgang von drei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr feststellen.
Die jüngsten Anschläge in Ankara, Istanbul, Tunesien oder Paris beeinflussen das Buchungsverhalten weltweit. Insbesondere bei den deutschen Reiseweltmeistern findet aktuell ein Umdenken statt, sagt Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Das Interesse an fremden Ländern sei zwar ungebrochen, allerdings würden sich die Destinationen verschieben. Die für ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bekannten Ziele wie die Türkei oder Ägypten müssten gegenwärtig beliebten Ländern wie Spanien, Italien oder zunehmend wieder Griechenland weichen.
Aber auch innerdeutsche Regionen wie die Ostsee und die Mittelgebirge profitierten und der Städtetourismus ziehe weiter an. Schon jetzt sei sich jeder vierte Deutsche sicher, die schönste Zeit des Jahres in heimischen Gefilden verbringen zu wollen. Der Thüringer Urlauber ist halt flexibel und passt sein Reiseverhalten der geopolitischen Lage an, so Peter Schäfer, Inhaber des Lufthansa City Center in Erfurt.
Auch ist der Trend zu hochwertigen Kreuzfahrten sowie zu entfernten Zielen wie Südafrika oder Kuba ungebrochen, ergänzt Schäfer. So dramatisch die Terroranschläge sind, oft profitieren davon die ortsansässigen Reisebüros.
Wer im Internet bucht, hat im Krisenfall in der Regel nur eine Hotline, da sind große Reiseveranstalter mit eigenen Hotels und Flugzeugen, aber auch der persönliche Kontakt über den Ansprechpartner vor Ort die bessere Wahl, stellt Gerald Grusser fest.
Inzwischen beginnt ohnehin mindestens jede zweite Urlaubsrecherche im Internet und endet mit der abschließenden Buchung im Reisebüro vor Ort. Dies zeigt aber auch, dass auf die persönliche, nachvollziehbare Betreuung nach wie vor großer Wert gelegt wird, so Reisebüroinhaber Peter Schäfer.
Die Preise von klassischen Pauschalangeboten seien sowohl im Reisebüro als auch im Internet weitgehend gleich. Darüber hinaus gelinge aber dem versierten Verkäufer vor Ort die zielgerichtete Suche nach dem speziellen Wunschangebot meist schneller. Der Kunde erhalte in der Regel also wichtige und hilfreiche Zusatzinformationen und profitiere vom umfangreichen Hintergrundwissen des Beraters.
Autor: redErstmalig seit fünf Jahren sank 2015 die Reiseintensität der Deutschen, wenn auch nur geringfügig. Während der Anteil der Urlauber, die eine Buchung von wenigstens fünf Tagen tätigten, von 2010 bis 2014 kontinuierlich stieg, ließ sich 2015 erstmals ein Rückgang von drei Prozentpunkten gegenüber dem Vorjahr feststellen.
Die jüngsten Anschläge in Ankara, Istanbul, Tunesien oder Paris beeinflussen das Buchungsverhalten weltweit. Insbesondere bei den deutschen Reiseweltmeistern findet aktuell ein Umdenken statt, sagt Professor Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. Das Interesse an fremden Ländern sei zwar ungebrochen, allerdings würden sich die Destinationen verschieben. Die für ein gutes Preis-Leistungsverhältnis bekannten Ziele wie die Türkei oder Ägypten müssten gegenwärtig beliebten Ländern wie Spanien, Italien oder zunehmend wieder Griechenland weichen.
Aber auch innerdeutsche Regionen wie die Ostsee und die Mittelgebirge profitierten und der Städtetourismus ziehe weiter an. Schon jetzt sei sich jeder vierte Deutsche sicher, die schönste Zeit des Jahres in heimischen Gefilden verbringen zu wollen. Der Thüringer Urlauber ist halt flexibel und passt sein Reiseverhalten der geopolitischen Lage an, so Peter Schäfer, Inhaber des Lufthansa City Center in Erfurt.
Auch ist der Trend zu hochwertigen Kreuzfahrten sowie zu entfernten Zielen wie Südafrika oder Kuba ungebrochen, ergänzt Schäfer. So dramatisch die Terroranschläge sind, oft profitieren davon die ortsansässigen Reisebüros.
Wer im Internet bucht, hat im Krisenfall in der Regel nur eine Hotline, da sind große Reiseveranstalter mit eigenen Hotels und Flugzeugen, aber auch der persönliche Kontakt über den Ansprechpartner vor Ort die bessere Wahl, stellt Gerald Grusser fest.
Inzwischen beginnt ohnehin mindestens jede zweite Urlaubsrecherche im Internet und endet mit der abschließenden Buchung im Reisebüro vor Ort. Dies zeigt aber auch, dass auf die persönliche, nachvollziehbare Betreuung nach wie vor großer Wert gelegt wird, so Reisebüroinhaber Peter Schäfer.
Die Preise von klassischen Pauschalangeboten seien sowohl im Reisebüro als auch im Internet weitgehend gleich. Darüber hinaus gelinge aber dem versierten Verkäufer vor Ort die zielgerichtete Suche nach dem speziellen Wunschangebot meist schneller. Der Kunde erhalte in der Regel also wichtige und hilfreiche Zusatzinformationen und profitiere vom umfangreichen Hintergrundwissen des Beraters.

