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Do, 11:43 Uhr
18.02.2016
Landespolitik

10 Millionen Euro für Brach- und Blühstreifen

Thüringens Umweltministerium stellt bis 2020 weitere zehn Millionen Euro für die Förderung von Blühstreifen, Erosionsstreifen sowie Ackerrand- und Schonstreifen zur Verfügung...


Damit werden Landwirte unterstützt, die am Rand einer produktiven Ackerfläche einen Streifen etablieren, bei dem auf Pflanzenschutz- und Düngemitteleinsatz verzichtet wird. Bei den Blühstreifen erfolgt darüber hinaus eine gezielte artenreiche Ansaat von Blühpflanzen.

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„Naturschutz und Landwirtschaft gehören eng zusammen. Wir stehen im Dialog mit der Landwirtschaft. Ich bin den Landwirten dankbar, die hier einen erheblichen Beitrag zum Schutz der bedrohten Arten in Thüringen leisten“, sagte Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund heute im Rahmen der 19. Landwirtschaftlichen Fachtage in Gumpelstadt.

Die Artenvielfalt im Agrarraum ist seit Jahren rückläufig. „Die Kausalkette ist simpel: weniger Blühpflanzen auf dem Acker – weniger Insekten – weniger Singvögel“, so Siegesmund. Gleichzeitig wies die Umweltministerin auf die negativen Wirkungen des Einsatzes von chemischen Pflanzenschutzmitteln auf die Gewässer und die Biodiversität hin: „Mit über fünf Millionen Litern Wirkstoff ist Glyphosat das am häufigsten eingesetzte Pflanzenschutzmittel in Deutschland.“

Bis zum 15. Mai können Thüringer Landwirte im Rahmen ihrer Anträge auf Agrarförderung bei ihrem zuständigen Landwirtschaftsamt auch Anträge auf die Teilnahme an den erwähnten Maßnahmen des Agrarumweltprogramms KULAP stellen. Das Antragsverfahren wird demnächst eröffnet.
Autor: red

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Kommentare
h3631
18.02.2016, 12:43 Uhr
Versprechen eingelöst?
Jetzt kommen,mit langer Verspätung, endlich die blühenden Landschaften. Kohl hats versprochen .
Bodo Schwarzberg
18.02.2016, 21:39 Uhr
Frau Siegesmund: bitte haben Sie Mut
Ob angesäte Blühstreifen an Ackerrändern aus botanischer Sicht sinnvoll sind, muss noch untersucht werden. Für die sich natürlicherweise einstellenden typischen Ackerwildkrautgesellschaften könnten solche Ansaaten aber kontraproduktiv sein, da die geballte Konkurrenzkraft der angesäten Arten jene Arten eventuell unterdrückt, die eigentlich gefördert werden sollen. Mich ärgert, dass das Umweltministerium sich von "bunten Blumen" leiten lässt.
Dort sollte man eine radikale Reform der Landwirtschaft endlich umsetzen, wenn Artenschutz ernstgemeint ist: Deutliche Begrenzung der überdimensionierten Düngung, Umwandlung des Landwirtschaftsprogramms KULAP mit seinen z.T. naturschutzfeindlichen Regelungen in ein Naturschutzprogramm, viel strengere Überwachung der Landwirtschaft, vor allem in ihren Auswirkungen in Schutzgebieten, viel stärkere Förderung der Schaf- und Ziegenhaltung. Ich sehe schwarz, dass Siegesmund all das anpackt.
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