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Mi, 08:35 Uhr
27.01.2016
Limlingerode

„... alles wird in afrika vom wind getragen.“

Am kommenden Samstag beginnt das poetische Jahr - die „Dichterstätte Sarah Kirsch“ in Limlingerode öffnet wieder ihre Pforten. Der Jahresauftakt ist afrikanischer Lyrik gewidmet, frei nach dem Schweizer Universalgelehrten Al Imfeld...

Der Vortrag, bei dem auch improvisierende Musik zu hören sein wird und es zeitgenössische Grafik eines afrikanischen Künstlers zu sehen gibt, basiert auf der 2015 erschienenen Anthologie „Afrika im Gedicht“, herausgegeben von Al Imfeld, dem 1935 in der Schweiz geborenen Theologen, Philosophen, Journalisten, Schriftsteller, Entwicklungssoziologen und Agrarwissenschaftler, speziell für die Tropen. Nach vielen Reisen zu den Kontinenten kehrte er Anfang der 1970er Jahre als Vermittler zwischen den Kulturen, Religionen, Denkweisen und Lebensstilen in die Schweiz zurück. Al Imfeld ist bekannt als einer der besten Afrikakenner. Jetzt lebt er in Zürich, reist nach wie vor.

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Für den Lyrikband, der in Limlingerode vorgestellt wird, hat er in den letzten 30 Jahren Gedichte von mehr als 250 Lyrikern gesammelt, alle in der Zeit nach der Unabhängigkeit geschrieben. Viele Autoren kennt er persönlich, mehrere Gedichte sind extra für diesen Band geschrieben worden. 

Auf der Rückseite des sehr schön gestalteten und gewichtigen Bandes erfährt der Leser, dass die fünfhundert Gedichte in dieser Anthologie Begleiter und Brücken seien zum heutigen Afrika. Der ganze Kontinent von Südafrika bis hin nach Ägypten drücke sich sowohl zaghaft als auch frech in der Kunstform des Gedichtes aus. „Es gibt den Bannstrahl und den Fluch, aber auch Erweckungsriten und Zukunftsbeschwörung.“ Die Erkenntnis, die der Herausgeber Al Imfeld daraus zieht, besagt, dass das Klagen allein nichts helfe, also werde auch Aufmunterung zum neuen Tanz mit der Wirklichkeit ausgedrückt.

Der Jahresauftakt findet am Samstag, den 30. Januar in der Dichterstätte Limlingerode, in der Langen Reihe 11 ab 14.30 Uhr statt.
Autor: red

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