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Mo, 13:17 Uhr
18.01.2016
Elektorautaus

Thüringen fördert Anschaffung und Nutzung

Mit der Ankündigung von Bundeswirtschaftsminister Siegmar Gabriel, eine Kaufprämie für Elektroautos einzuführen, soll die Mobilitätswende neuen Schwung erhalten. Vor dem Hintergrund sinkender Kraftstoffpreise lässt auch das Interesse am Kauf von Elektrofahrzeugen nach und scheint das Ziel der Bundesregierung von einer Million zugelassener Elektrofahrzeuge bis 2020 in weite Ferne gerückt...


„Reine Elektrofahrzeuge sind nicht nur auf Thüringer Straßen eher eine Ausnahmeerscheinung. Mit einem Anteil von 0,8 Prozent bei den Neuzulassungen spielen sie in Deutschland noch keine große Rolle“, fasst Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt, zusammen.

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Laut Kraftfahrt-Bundesamt wären im Herbst 2015 nur etwa 19.000 Elektroautos (ohne Hybridfahrzeuge) auf deutschen Straßen zugelassen gewesen; in Thüringen seien etwa 200 Fahrzeuge dieser Art unterwegs.

Schon jetzt gibt es eine Reihe von Förderprogrammen, mit denen die Anschaffung von Elektroautos gesteigert werden soll. „So bietet die KfW-Bank bereits seit einiger Zeit zinsgünstige Kredite für den Kauf an und sind durch eine Befreiung von der Kfz-Steuer sowie den Nachteilsausgleich bei der Privatnutzung von Dienst- und Firmenwagen die Elektroautos auch steuerlich bessergestellt“, erklärt Grusser.

Ferner unterstütze im Freistaat auch das Landesförderprogramm „Elektromobilität Thüringen“ hier ansässige Unternehmen. Begünstigt würden die Anschaffung und der Betrieb von Elektrofahrzeugen sowie die Errichtung der benötigten Ladeinfrastruktur. In Abhängigkeit von Fahrzeugklasse sowie Batteriekapazität könne die Förderung bis zu 30.000 Euro betragen.
„Es bleibt abzuwarten, ob diese Maßnahmen der Elektromobilität auf die Sprünge helfen. Die überdurchschnittlich hohen Strompreise in Thüringen dürften das Interesse an Elektroautos jedoch nicht gerade stimulieren“, so der IHK-Chef.

„Chancen bietet die Elektromobilität für Thüringer Unternehmen dennoch. Mit der fortschreitenden Marktreife solcher Fahrzeuge ergeben sich gerade für Automobilzulieferer in diesem Bereich vielfältige Möglichkeiten, neue Produkte im In- und Ausland zu etablieren“, betont Grusser.

Im Vergleich zu Herstellern und Zulieferern in den USA und Japan seien deutsche Unternehmen mit ihren internationalen Marktanteilen im Bereich der Elektromobilität aber bereits in den Rückstand geraten. Wichtig wäre jetzt der intensive Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Obwohl sich der Wissenschaftsstandort Thüringen beim Thema Elektromobilität im weltweiten Vergleich durchaus sehen lassen könne, gelinge es noch nicht immer, die wissenschaftlichen Erkenntnisse in marktfähige Produkte einfließen zu lassen.
Autor: red

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