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Mi, 10:08 Uhr
23.12.2015
nnz-doku: Grußworte zum Jahreswechsel

Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh

Zum Jahreswechsel haben Grußworte von Politikern aller Ebenen eine langjährige Tradition. So wird es auch in diesem Jahr sein. Den Auftakt macht Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh...


Liebe Nordhäuserinnen und Nordhäuser, liebe Gäste unserer Stadt,

„Da, wo der Dom mich grüßt,
da, wo die Zorge fließt,
ist meine Heimat, bin ich daheim“.


Mit diesen Zeilen aus Erika Schirmers Gedicht „Nordhausen, meine Stadt“ grüße ich Sie herzlich zum bevorstehenden Weihnachtsfest und zum vor uns liegenden Jahr 2016. Möge es ein vor allem gesundes und erfülltes Jahr für Sie und Ihre Familien sein.

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Das Jahr 2015 liegt fast hinter uns. Es war ein Jahr mit turbulenten, überraschenden aber auch sehr guten Monaten. Die Unternehmen und Betriebe unserer Stadt können auf ein erfolgreiches Jahr zurückblicken. Die Arbeitslosigkeit ist auch aus diesem Grund nicht das dominante Problem gewesen.

Die November-Zahlen sind zwar kein Anlass zur Euphorie, aber durchaus Mut machend: Im Vergleich zum Durchschnitt des Jahres 2014 haben im November 2015 immerhin mehr als 400 Nordhäuserinnen und Nordhausen wieder Arbeit gefunden.

„Ein Jahr ist nichts, wenn mans verputzt, ein Jahr ist viel, wenn man es nutzt“, weiß ein deutsches Sprichwort. Ich denke, hinter Nordhausen dürfte mit 2015 ein insgesamt erfolgreiches, weil eben gut genutztes Jahr liegen. Dies ist das Verdienst des Zusammenspiels aller Akteure in dieser Stadt. Es ist in erster Linie das Verdienst jener, die - jeder an seinem Platz - gearbeitet, gestaltet, nachgedacht, geforscht, Kunst gemacht, sich zu Deutschen Meistern geboxt und zu Herbstchampions geschossen haben. Es ist das Verdienst jener, die Kinder betreut-, Familien versorgt-, Menschen geheilt- und gepflegt- und, - ja auch - verwaltet haben.

Äußerliches Zeichen dafür ist die Fertigstellung des 2. Bauabschnitts des Projektes Neugestaltung Blasii-Kirchplatz mit der Freigabe des Bereichs Engelsburg und Nikolaiplatz. Der Abschluss dieses Projektes im Herzen von Nordhausen steht symbolisch für die Dynamik und Modernität unserer Stadt und der Menschen, denen sie ein Zuhause ist.

Das Jahr 2015: es war ein weiteres Jahr der Weichenstellung hin zur fortgesetzten Konsolidierung der Finanzen unserer Stadt. Auch für das vor uns liegende Jahr wird dies die Hauptaufgabe sein. Dabei sind wir in der Pflicht, diesen Prozess so transparent wie möglich zu gestalten, ohne die Verbindlichkeit von nötigen Entscheidungen zu opfern oder Entscheidungen zu vertagen.

In den kommenden Wochen des neuen Jahres werden wir deshalb mit allen gesellschaftlichen Gruppen in Nordhausen den Kontakt suchen, um im Gespräch auszuloten, wie dieser Prozess gelingen kann. Es ist nicht das Ziel, Nordhausen tot zu sparen. Es geht darum uns wieder neue Gestaltungsspielräume zu eröffnen. Das braucht allerdings Geduld, wird uns aber schrittweise ganz sicher gelingen. Mit der Senkung unsere Schulden um bereits weitere drei Millionen Euro im abgelaufenen Jahr sind wir auf dem richtigen Weg.

„Wer ein `Warum´ zum Leben hat, findet auch den Weg zum `Wie´“, wusste der Philosoph. Sie, liebe Nordhäuserinnen und Nordhäuser, können sich darauf verlassen, dass alle jene, die in dieser Stadt politische Verantwortung tragen, sich des „Warums“ sicher sind: Gerade in Zeiten der Verunsicherungen soll ein starkes Nordhausen auch in der Zukunft Heimat für mehr als 40.000 Menschen und sicherer Bezugspunkt sein. Denn eine Stadt mit ihren Quartieren, Nachbarschaften, Vereinen und Familien, ihren Freundschaften ist der Ort, an dem Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit am unmittelbarsten zu erfahren ist.

Die Stadt ist Vertrautes. Sie ist gleichsam nach der Familie der nächste Raum der für viele Schutz und Geborgenheit bietet. Sie ist nunmehr auch Rückzugsort geworden für jene Menschen, die dem Schrecken von Tod und Gewalt aus ihrer Heimat entfliehen konnten.
Schutzbedürftige haben unseren Schutz verdient. Daher wollen wir, dass sie hier Obhut finden und das Trauma ihrer Heimat, aber nicht ihre Heimat vergessen. Manche von ihnen könnten in Zukunft unsere Mitbürger, Nachbarn oder Kollegen werden. Diesen Prozess müssen wir aktiv begleiten. Deshalb werbe ich für gegenseitiges Verständnis und Vertrauen.

Daran, dass das auch im Jahr 2016 so für Nordhausen und alle unsere Bürger gilt, werden wir gemeinsam arbeiten – mit Optimismus, Mut und vielen Ideen.
Von Herzen wünsche ich Ihnen, Ihren Familien und Ihren Freunden ein besinnliches und gesegnetes Weihnachtsfest.

Für das neue Jahr 2016 wünsche ich Ihnen einen guten Start, ein friedvolles und glückliches Miteinander, Gesundheit und die Erfüllung vieler Ihrer Wünsche.
Dr. Klaus Zeh, Oberbürgermeister
Autor: red

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Kommentare
-Insider-
23.12.2015, 11:24 Uhr
am
meisten freue ich mich 2016 mehr steuern an die stadt entrichten zu dürfen :)

dafür schon mal ein recht herzliches danke.
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