Di, 13:42 Uhr
08.12.2015
IHK Umfrage
Nachfolger oft händeringend gesucht
Die Zahl der Unternehmer im Rentenalter wächst. Nachfolger sind häufig nicht in Sicht. Das ist ein Ergebnis aus dem aktuellen Report des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) zur Unternehmensnachfolge, in dem auch Befragungsergebnisse aus Thüringen eingeflossen sind...
Nach Angaben des Institutes für Mittelstandsforschung suchen in Thüringen bis 2018 rund 3.000 Betriebe einen Nachfolger. Fast 40.000 Mitarbeiter sind davon betroffen. In Handel und Gastronomie gibt es mittlerweile doppelt so viele übergabereife Unternehmen wie potenzielle Interessenten, informiert Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. In der Industrie kämen sogar fünf Alt-Inhaber auf einen möglichen Übernahmekandidaten. Insgesamt fänden 43 Prozent der Senior-Chefs in Deutschland keinen Nachfolger, das sind so viele wie nie zuvor.
Größtes Hemmnis bei der Unternehmensnachfolge bleibt die Finanzierung – und das, obwohl das Umfeld mit historisch niedrigen Zinsen derzeit äußerst günstig ist, so Grusser weiter. Trotzdem hätte fast jeder zweite Nachfolger Finanzierungsprobleme. Die aktuellen Pläne des Baseler Ausschusses zur europäischen Bankenregulierung verschärften die Situation noch zusätzlich.
Wenn Banken künftig Zinsrisiken pauschal mit Eigenkapital unterlegen müssen, dann werden Langfristkredite erheblich teurer, warnt der IHK-Chef. Und die seien gerade auch bei Betriebsübernahmen notwendig. Diese Pläne gehören deshalb zurück in die Schublade, fordert er.
Darüber hinaus müsse die Politik schon frühzeitig Anreize für mehr Unter-nehmernachwuchs setzen. Hierzu zähle neben einer mittelstandsfreund-lichen Erbschaftsteuer auch die Vermittlung eines positiven Unternehmerbildes in den Schulen.
Dem aktuellen DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge liegen mehr als 20.000 Kontakte der Experten aus den Industrie- und Handelskammern mit Senior-Unternehmern und Existenzgründern zugrunde.
Autor: redNach Angaben des Institutes für Mittelstandsforschung suchen in Thüringen bis 2018 rund 3.000 Betriebe einen Nachfolger. Fast 40.000 Mitarbeiter sind davon betroffen. In Handel und Gastronomie gibt es mittlerweile doppelt so viele übergabereife Unternehmen wie potenzielle Interessenten, informiert Gerald Grusser, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt. In der Industrie kämen sogar fünf Alt-Inhaber auf einen möglichen Übernahmekandidaten. Insgesamt fänden 43 Prozent der Senior-Chefs in Deutschland keinen Nachfolger, das sind so viele wie nie zuvor.
Größtes Hemmnis bei der Unternehmensnachfolge bleibt die Finanzierung – und das, obwohl das Umfeld mit historisch niedrigen Zinsen derzeit äußerst günstig ist, so Grusser weiter. Trotzdem hätte fast jeder zweite Nachfolger Finanzierungsprobleme. Die aktuellen Pläne des Baseler Ausschusses zur europäischen Bankenregulierung verschärften die Situation noch zusätzlich.
Wenn Banken künftig Zinsrisiken pauschal mit Eigenkapital unterlegen müssen, dann werden Langfristkredite erheblich teurer, warnt der IHK-Chef. Und die seien gerade auch bei Betriebsübernahmen notwendig. Diese Pläne gehören deshalb zurück in die Schublade, fordert er.
Darüber hinaus müsse die Politik schon frühzeitig Anreize für mehr Unter-nehmernachwuchs setzen. Hierzu zähle neben einer mittelstandsfreund-lichen Erbschaftsteuer auch die Vermittlung eines positiven Unternehmerbildes in den Schulen.
Dem aktuellen DIHK-Report zur Unternehmensnachfolge liegen mehr als 20.000 Kontakte der Experten aus den Industrie- und Handelskammern mit Senior-Unternehmern und Existenzgründern zugrunde.


