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Mi, 15:00 Uhr
16.06.2004

Unfälle müssen nicht sein

Nordhausen (nnz). Vor zwei Wochen verunglückte ein junger Mann auf der Straße bei Buchholz tödlich. Sowas müßte nicht passieren, wenn alle ein wenig vorsichtiger fahren, meint die Verkehrswacht und will etwas unternehmen.

Unfälle müssen nicht sein (Foto: nnz) Unfälle müssen nicht sein (Foto: nnz) Junge Fahrer verursachen prozentual die meisten Unfälle, 32.4 % im vergangenen Jahr. Dabei beträgt der Anteil der 18-25 jährigen an der Bevölkerung grade mal 9 %.

Beim 48,4 % ist überhöhte Geschwindigkeit die Unfallursache. Auch der Jugendliche, der bei Buchholz starb, war zu schnell unterwegs. Er besuchte die staatliche berufsbildende Schule 2 in der Straße der Genossenschaften. Dort war heute die Aktion "Junge Fahrer" der Kreisverkehrswacht anzutreffen.

Bei zahlreichen Mitmachaktionen konnten die junge Leute viel über richtiges Verhalten im Straßenverkehr erfahren. Im Überschlagsimulator oder dem Gurtschlitten wurden Unfallsituationen erlebbar gemacht. Vielleicht motiviert es die Jugendlichen zum vernünftigeren Autofahren.

Gründe zu rasen gibt es eigentlich keine, meist handelt es sich nämlich nur um Angeberei, oder mal ausprobieren wollen, wie viel die Karre hergibt. Daß dabei auch die Mitfahrer und andere Verkehrsteilnehmer gefährdet werden, bemerkten vor allem Jungen oft erst wenn es zu spät ist.

Die Aktion wurde auch diesmal unterstützt vom Berufsbildungszentrum für den Straßenverkehr, der Johanniter-Unfall-Hilfe, der DEKRA, dem Optiker Ebert, der Polizei und von den Falken. Landrat Joachim Claus eröffnete als Schirmherr der "Junge Fahrer" Aktion die Veranstaltung gemeinsam mit Olaf Salomon, dem Vorsitzenden der Kreisverkehrswacht. Wegen der Häufigkeit von Unfällen Jugendlicher seien solche Aktionen unverzichtbar, betonte er.

Zwei Podiumsdiskussionen, unter anderem mit Vertretern der Polizei, gaben den Schülern die Möglichkeit Fragen rund um Auto und Straßenverkehr loszuwerden. Neben dem Tuning von Autos geht es besonders um rechtliche Konsequenzen von Alkohol- und Drogenfahrten. Bei 85,7 % aller Jugendunfälle waren im vergangenen Jahr Drogen, bei 41,3% Alkohol im Spiel. Wer nachrechnet, kommt darauf, daß in 27 % aller Fälle sogar doppeltes Risiko bestand Im Fahrsimulator konnten deshalb die jungen Leute testen wie schlecht ihre Reaktionen unter Alkoholeinfluß sind. Das hat manchen zu denken gegeben. Hoffentlich hält das Entsetzen dann bis zur nächsten Diskonacht.

Zu gewinnen gab es natürlich auch was, eine Hauptuntersuchung und ein Sicherheitstraining. Ein solches Training, wo die Fahrer die Reaktionen ihres Autos besser kennenlernen können, ist überhaupt ein gutes Geschenk für einen Führerscheinneuling, meint Dieter Köhler von der Verkehrswacht.

Über 300 Jugendliche nutzten die Veranstaltung. Dieter Köhler als Projektleiter der "Jungen Fahrer" möchte sich bei Schulleiter Eiling und allen Sponsoren bedanken.

Die nächste Aktion wendet sich eher an die jüngeren Verkehrsteilnehmer, die auf zwei Rädern unterwegs sind, und findet am 02.07. in der Lessingschule statt.
Autor: wf

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