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Mi, 09:58 Uhr
16.06.2004

Günstig heißt nicht schlechter

Nordhausen (nnz). Auf sinkende Beiträge zur Krankenkasse warten die meisten Mitglieder bislang vergeblich. Sparen können sie aber durch einen Wechsel, denn die Beitragsunterschiede sind nach wie vor groß. Stiftung Warentest hat die Kassen gescheckt.


Von 144 untersuchten Krankenkassen ist von den bundesweiten Anbietern die BKK ATU mit einem Beitragssatz von 12,9 Prozent eine der günstigsten, die teuerste die IKK Bayern mit 15,7 Prozent Beitragssatz. Die Leistungen sind dabei im Wesentlichen gleich. Trotzdem sollten sich z. B. chronisch Kranke oder Menschen mit erhöhtem Krankheitsrisiko nicht nur am Beitragssatz orientieren. Denn Unterschiede gibt es dort, wo die Kassen über das gesetzlich festgelegte Maß hinaus Zusatzleistungen anbieten dürfen oder in Modellvorhaben neue Verfahren erproben.

So gibt es bei fast allen Kassen das Modellprojekt Akupunktur für bestimmte Schmerzpatienten. Andere bieten zusätzliche Früherkennungsuntersuchungen oder neue Therapien bei Neurodermitis oder Schuppenflechte. Allerdings gelten solche Programme immer nur zeitlich begrenzt und oft nur in bestimmten Regionen. Mehrleistungen dürfen die Kassen außerdem z. B. beim Krankengeld für Selbstständige, ambulanten Kuren, häuslicher Krankenpflege und der Hospizversorgung bieten. Außerdem dürfen die gesetzlichen Kassen ihren Kunden jetzt private Zusatzversicherungen vermitteln. Wirklich notwendig sind sie aber nicht, so FINANZtest.

Mehr als 80 Prozent der 144 untersuchten Krankenkassen bieten Bonusprogramme an, mit denen gesundheitsbewusstes Verhalten belohnt werden soll. Wer gesund bleibt, kann damit Geld sparen, wer öfter zum Arzt muss, zahlt unter Umständen sogar bis zu 150 Euro im Jahr drauf, denn einige Angebote, zum Beispiel von der AOK, sind gar keine echten Bonusprogramme. Wer daran teilnimmt, muss sich gleichzeitig für eine Eigenbeteiligung an den Krankenbehandlungen entscheiden.
Autor: nnz

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