eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige Refinery (c1)
Mi, 09:49 Uhr
16.06.2004

Diskurse in der siebten Auflage

Limlingerode (nnz). Sie sind nicht nur bei Literatur-Experten beliebt und begehrt – die Limlingeröder Diskurse. Ende Juni gehen sie in die nunmehr siebte Auflage. Wer da als Gast erwartet und wer lesen wird, das erfahren Sie mit einem Klick auf MEHR.


Am Samstag, 26. Juni 2004, beginnen um 10.00 Uhr die 7. Limlingeröder Diskurse in der Dichterstätte, Lange Reihe 11. Dieses Mal lesen Sarah Kirsch und Hans Joachim Schädlich. Beide kennen sich aus den 70er Jahren und sind bis heute befreundet. Im regen Faxwechsel tauschen sie sich aus. Die Dichterin hält sich seit 1997 das sechste Mal in ihrem Geburtsort Limlingerode auf, Schädlich das zweite Mal, denn 1999 stellte er Sarah Kirsch in einem sehr persönlich gehaltenen Vortrag mit Ereignissen um das Jahr 1977 herum vor.

Zu den 7. Diskursen wird auch eine Ausstellung eröffnet. Helga Paris, Berlin, Jahrgang 1938, ist die Fotografin, die mit Porträts und Stadtlandschaften in Schwarz-Weiß bekannt wurde. Eine ihrer berühmtesten Serien "Diva in Grau - Häuser und Gesichter in Halle" zeigt das Antlitz dieser Stadt Mitte der 80er Jahre. Aber auch ihre Porträts von Dichterinnen und Dichtern der DDR sind vielfach veröffentlicht worden, darunter auch die von Sarah Kirsch. Beide Sujets sind in Limlingerode zu sehen.

Prof. Dr. Wolfgang Müller, USA, zur Zeit als Gastdozent an der Universität in Bremen tätig, stellt den Schriftsteller Hans Joachim Schädlich vor, der aus seinen Büchern "Gib ihm Sprache" und "Anders" lesen wird. Ersteres stellt den großen griechischen Fabeldichter Äsop vor, im zweiten sammeln zwei pensionierte Meteorologen Biographien bekannter Personen, die sich als ganz anders darstellen, als man sie gewöhnlich kennt. Sarah Kirsch liest aus ihrem "historischen Roman", der "Tatarenhochzeit", in dem sie ihre private Lebensweise Mitte der 70er Jahre in die gesellschaftliche Daseinsweise stellt und sie verknüpft mit ihrer Übersetzung eines klassischen russischen Stoffes, des Igorliedes. Angeregt wurde sie zu letzterem von Franz Fühmann.

Am Sonntag, 27. Juni 2004, auch ab 10.00 Uhr, steht der Dichter der Romantik, Novalis, im Mittelpunkt der Diskurse. Dr. Gabriele Rommel, Direktorin der Forschungsstätte und des Novalismuseums im Schloss Oberwiederstedt, stellt die neuesten Erkenntnisse über den Dichter vor und berichtet von der Arbeit in dieser Dichterstätte. Eine Buchausstellung komplettiert die Würdigung. Anschließend widmen sich die Komponistin und Musikwissenschaftlerin Dr. Ulrike Müller und die Sopranistin Antje Finkenwirth dem Dichter und der Zeit der Romantik mit Sprache und Musik unter dem Titel "Die Welt wird Traum, der Traum wird Welt."

Die Bücher, die vorgestellt werden, sind in der Dichterstätte in Limlingerode vom Buchhaus Rose käuflich zu erwerben. Sarah Kirsch und Hans Joachim Schädlich signieren ihre Werke gern.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)