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Mi, 12:43 Uhr
27.06.2001

Beyse: "Kein Buna in Goldener Aue!"

Nordhausen (nnz). „Der Schutz der Bürger ist wichtiges Anliegen der Planer und gesetzlich verankert“, so Baudezernent Dietrich Beyse gegenüber nnz. Beyse reagiert damit auf ein Statement der Bürgerinitiative „Rettung der Goldenen Aue“ in der nnz (siehe auch nnz-Archiv).

„Wer das künftige Industriegebiet in der Goldenen Aue mit ehemaligen Chemiestandorten vergleicht, liegt völlig falsch“ meinte Beyse. Bitterfeld, Leuna oder Buna seien alte klassische Chemiestandorte mit entsprechend vorgegebener Infrastruktur, bei Nordhausen entstehe dagegen ein völlig neues Industriegebiet, „Sowohl Planungsverband als auch Landesentwicklungsgesellschaft halten sich bei der Konzipierung des Industriegebietes an die Gesetze“, sagte Beyse. Gerade deshalb sei das Industriegebiet notwendig.

Das habe auch der Informationsbesuch im Industriegebiet in Ohrdruf gezeigt. Beyse: „Dort würde es ohne ein ausgewiesenes Industriegebiet zum Beispiel den OTTO-Versand mit seinem Logistikzentrum nicht geben. Das hat das Ohrdrufer Amt für Wirtschaftsförderung klargestellt. Nur in einem Industriegebiet kann ein Unternehmen rund um die Uhr mit seinem ständigen An- und Abfahrtsverkehr arbeiten. In einem normalen Gewerbegebiet geht das nie“.

Angst vor Lärm durch das Industriegebiet in der Goldenen Aue brauchen die Bewohner der benachbarten Ortschaften allerdings nicht zu haben. Alles, was im Industriegebiet an einen Ortsrand grenze, dürfe sowieso nicht unbegrenzt emittieren. Dort sei das Industriegebiet eingeschränkt, zum Schutz der Bürger. Auch in einem „reinen“ Industriegebiet gebe es durchaus Unternehmen - zum Beispiel Dienstleister -, die gut an diesen Ortsrand passen.

Kriterium bei der Ansiedlung eines Betriebes im Industriegebiet bleibe: Das Unternehmen kann sich an anderer Stelle nicht niederlassen - zum Beispiel, weil nicht ausreichend zusammenhängende Fläche da ist. Das sei der Fall bei vielen bestehenden Industrie- und Gewerbegebietsflächen in Nordhausen. So sei die aktuell bestehende größte zusammenhängende Fläche ein Gebiet hinter dem BIC bei Bielen. Dies sei allerdings vor allem für Firmen vorgesehen, die sich aus diesem Innovationszentrum ausgründen. „Das Areal ist allerdings nur 19 Hektar groß, liegt am Hang und ist nur eingeschränkt nutzbar. Da geht kein Drei-Schicht-Betrieb hin“. So Beyse abschließend.
Autor: nnz

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