eic kyf msh nnz uhz tv nt
Mi, 21:01 Uhr
25.11.2015
Bürgermeisterwahl im Dezember

Aus sechs wurden zwei

Am 9. Dezember soll der Nordhäuser Stadtrat die Nachfolgerin von Matthias Jendricke wählen. In den vergangenen Tagen wurde bereits eine Vorauswahl getroffen, bei der weibliche Bewerber ganz gute Karten hatten…


Sechs Bewerber auf diesen durchaus lukrativen Posten wurden zur ersten Runde zugelassen. In einem ersten Schritt hatte das Haupt- und Personalamt unter Einbeziehung neutraler dritter Berater geprüft, ob alle formalen Voraussetzungen eingehalten wurden. Danach wurden die Bewerbungen analysiert.

Anzeige Refinery (lang)
Jetzt stehen die beiden Kandidaten fest, die Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh dem Stadtrat am 9. Dezember vorschlagen wird. nnz-Informationen zufolge sollen das Hannelore Haase und Jutta Krauth sein. Schaut man sich die Anforderungen an, die an die Bewerber gestellt werden, dann kommt zumindest in einem Fall ein klitze-kleines Bedenken auf.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass in Nordhausen schon mal in linken Parteikreisen kolportiert wird, dass Hannelore Haase das „Rennen“ machen würde. Schließlich, und das gilt nicht nur für Frau Haase, sondern für alle bisherigen politischen Wahlen, ist die fachliche Kompetenz nicht unbedingt das primäre Auswahlkriterium. Viel wichtiger ist das jeweilige farbliche Parteibuch und wie sich dieses in die Gesamtkonstellation zwischen Stadt und Landkreis einfügen kann.

Beispiel Jutta Krauth: Über die Kandidatur hatte die nnz bereits vor vier Wochen berichtet. Sie kommt nicht mit Landrat Matthias Jendricke zurecht. Das pfeifen die Spatzen vom Dach des Landratsamtes und das würde im Landratsamt den Weg frei machen für einen linken Beigeordneten, dann wäre das Führungstrio parteilich ausgewogen. Ähnlich sehe es mit dem Status Quo im Rathaus aus: CDU, SPD, LINKE.

Was aber, wenn Frau Haase doch gewählt wird? Dann müsste sich Frau Krauth auf den freigewordenen Posten der Frau Haase bewerben oder 2017 ihre politische Karriere zumindest im Landkreis Nordhausen beenden. Sie muss also das nehmen, was man ihr übriglässt. Allerdings bleibt die LNKE im Landkreis dann weiterhin ohne hauptamtlichen Beigeordneten.

Es ist am 9. Dezember davon auszugehen, dass die CDU vermutlich geschlossen für Jutta Krauth stimmen wird. Auch soll die SPD-Fraktion ein Votum pro Krauth beschlossen haben. Die LINKE votiert für Hannelore Haase. Unterm Strich wird es spannend werden an diesem 9. Dezember. Auf der Strecke jedoch bleibt dabei die fachliche Qualität der Verwaltungsarbeit, denn wie geschrieben: es zählt die Farbe des Parteibuches.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
NDHler
25.11.2015, 21:07 Uhr
JaJa!
Im Rathaus muss man nur hartnäckig seine Unfähigkeit unter Beweis stellen dann kommt man weiter. Unfassbar.
Pe_rle
25.11.2015, 21:29 Uhr
Krauth /Haase
ist es nicht wiederlich das nur noch die Farbe des Parteibuches entscheidet ???
Es zählt also doch nicht nur die Qualifikation !!!
Das kann und muß der Wähler nicht verstehen .
Bei dieser Wahl fragt man uns ja nicht,aber bei der nächsten weiß ich was mit meinem Wahlzettel passiert
Zukunft
25.11.2015, 21:56 Uhr
Kreis
Alles dreht sich im Kreis.Immer dieselben Leute. Frischer Wind, Fehlanzeige. Das Leistung,Wissen und Faehigkeiten eine untergeordnete Rolle spielen, das weiß man nicht erst seit heute.Beziehungen und das richtige Parteibuch sind die entscheidenden Kriterien.
NDHler
25.11.2015, 22:28 Uhr
Was auffällt ist,
dass sich seitens der CDU wieder kein Kandidat zur Wahl stellt. Kann oder will man nicht?!
Babette Klingert
26.11.2015, 07:45 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Thema des Beitrages
Johann George
26.11.2015, 09:31 Uhr
Chance verpasst!
Das war für Zeh die große Chance, mit einem externen Verwaltungsexperten den innerstädtischen Parteiklüngel zu durchbrechen. Hat er aber wieder keinen Mut gehabt oder keine Kraft.
Bleibt nun zu hoffen, dass die Wahl der Stadträte auf die eindeutig kompetentere Frau Krauth fällt (2. Juristisches Staatsexamen wird in der Ausschreibung gefordert), dann könnten im Landratsamt und in der Stadt endlich perspektivisch die zweiten Beigeordneten abgeschafft werden.
Crimderöder
26.11.2015, 10:25 Uhr
Haase und Krauth geeignet?
Daß Haase und Krauth durch ihre fachliche Kompetenz in die Endauswahl gekommen sind, darf wohl stark bezweifelt werden. Bei der Entscheidung zählt eifnach nur das Parteibuch! Die Gelegenheit, den Posten endlich durch einen externen Kandidaten zu besetzen, wurde wieder einmal wegen Feigheit und Ideenlosigkeit vertan.
Wolfi65
26.11.2015, 10:55 Uhr
Wer braucht noch ein paar sichere Postenjahre bis zur Frühpension?
Zum Ersten, zum Zweiten und zum Dritten...
Der Zuschlag geht an............
@Pe_rle
den Wahlzettel nicht ungültig machen und oder zerreissen, den dann kommt wieder einer dran mit der 25 Prozentigen Minderheit, um Volkes angeblichen Willen zu vertreten.
Pe_rle
26.11.2015, 11:32 Uhr
Wolfi 65
die Stadträte die eigendlich für uns da sein sollten ,beschließen natürlich gegen uns .Hier war die Chance da etwas zu verändern ,aber das ist laut Parteibuch nicht gewollt.
Keiner der sogenannten Volksvertreter entscheidet im Sinne des Volkes. Warum eine große Ausschreibung ,wenn dann die Fakten dazu nicht eingehalten werden.
Das ist ganz einfach BETRUG
Wolfi65,mein Wahlzettel wird den Weg über die Zorge in die vielleicht ehrlichere Welt antreten . Ich halte jeden Fisch im Meer ehrlicher wie das was im Rathaus sitzt
Jürgen Wiethoff
26.11.2015, 12:49 Uhr
Alte Losung aktivierten
Die lautete: "Wählt die Kandidaten der Nationalen Front!"
Ach so, hier muß das Volk ja jetzt wählen lassen. Also mauscheln, wie althergebracht.
360grad
26.11.2015, 15:55 Uhr
Hat die Linke wirklich nicht begriffen,
dass sie mit dieser Personalie in Stadt und Kreis nicht mehr wählbar ist?
Vielleicht ist die Vorgeschlagene ja ausreichend qualifiziert, wenn man die Ansprüche etwas anpasst und die Facharbeit Andere machen lässt.
Eines ist sie sicher nicht: LINKS.
Gudrun1974
08.12.2015, 07:05 Uhr
Wahl wird Oma Rinkes Rache!
Die angekündigte Bürgermeisterwahl wird für das Nordhäuser SPD Politbüro um Rinke, Wieninger, Jendricke schwierig. Sie müssen abwägen: Wie kann man Hassobjekt Nummer 1 (Zeh) mehr schaden?

Indem man ihm Hassobjekt 2 (Krauth, obwohl auch SPD) an die Seite stellt oder Hassobjekt 3 (Haase) an die Seite wählt.
Am liebsten würden Jendricke und Rinke sich selbst ins Amt berufen! Oder Riese?

Fabian George
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)