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Mi, 14:45 Uhr
25.11.2015
Noch ein Blick in die Statistik

Geschäftsfrauen auf dem Vormarsch

In Thüringen ging die Anzahl der Gewerbeanmeldungen in den ersten acht Monaten 2015 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres um 388 bzw. 4,5 Prozent auf 8.319 Anzeigen zurück. Fast jede dritte Gewerbeanmeldung erfolgte dabei durch eine Frau und dabei blieb man noch unter Vorjahresniveau...

Unter den 8.319 Anmeldungen waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 6.607 Neugründungen (79,4 Prozent). Diese neuen Unternehmen wurden von 7.275 Gewerbetreibenden allein oder gemeinsam angemeldet. Das waren 391 Unternehmer weniger als im vergleichbaren Zeitraum 2014.

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Mit 2.232 Frauen blieb die Zahl der Neugründerinnen in den ersten acht Monaten dieses Jahres um 7,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums (Januar bis August 2014: 2.413 Frauen.

Ein Viertel dieser Frauen (561) gründeten neue Betriebe im Handel. Mehr als ein Fünftel der Frauen (478) wagte den Schritt in die Selbstständigkeit mit Betrieben zur Erbringung von sonstigen Dienstleistungen. Zu diesen Dienstleistungen gehören zum Beispiel Wäschereien, Frisör- und Kosmetiksalons sowie Solarien.

Der Frauenanteil lag in den ersten acht Monaten dieses Jahres gemessen an allen Existenzgründern des entsprechenden Wirtschaftszweiges bei der Erbringung von sonstigen Dienstleistungen mit 72,3 Prozent (478 Frauen) und im Gesundheits- und Sozialwesen mit 71,9 Prozent (69 Frauen) am Höchsten. Dagegen blieb das Baugewerbe mit einem Frauenanteil von 4,9 Prozent (38 Frauen) in Männerhand.

Unter den 5.362 neu gegründeten Einzelunternehmen wurde mehr als ein Drittel von einer Unternehmerin angezeigt (1.904 bzw. 35,5 Prozent). Es waren 177 Frauen (-8,5 Prozent) weniger als im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres.

1.194 Frauen meldeten ihre Geschäftstätigkeit im Nebenerwerb im betrachteten Zeitraum an. Das waren 67 Frauen (5,3 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum.
Frauen gründeten in den ersten acht Monaten ein Einzelunternehmen häufiger im Nebengewerbe als Männer; knapp zwei Drittel der Existenzgründerinnen, aber nur die Hälfte der Existenzgründer machten sich im Nebenerwerb selbstständig.
Autor: red

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