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Sa, 13:52 Uhr
21.11.2015
Bibliotheksleben

Nächtliches Treiben

Die Bibliothek war gestern Abend noch zu später Stunde hell erleuchtet. Der Grund: eine kleine Gruppe war noch im Haus und nahm an einem Experiment teil - dem ersten Leseabend in der Stadtbibliothek. Dabei standen nicht nur Bücher auf dem Programm...

Bibliothek einmal ganz anders - gestern Abend tobte eine Gruppe Kinder, genauer zwei fünfte Klassen der Förstemann Schule noch lautstarkt durch die Bibliothek, als alle andere Besucher schon längst gegangen waren. Gekommen war man aber nicht, um nur das Haus zu erkunden, sondern auch um zu lauschen.

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Anlass war der erste Leseabend in der Stadtbibliothek, ein vorläufiges Experiment, wie Bibliotheksmitarbeiterin Anja Schröter sagte. Früher habe es in den Schulen "Lesenächte" gegeben, erinnerte sie sich, zu denen die Kinder tatsächlich mit Sack und Pack und Buch unter dem Arm in der Schule übernachteten. Heute würde sowas nicht mehr gemacht und auch in der Bibliothek wäre übernachten nicht so ohne weiteres möglich - Alarmanlage, Wachschutz und Sicherheitsbestimmungen stehen dem entegegen.

Erster Leseabend in der Nordhäuser Stadtbibliothek (Foto: Angelo Glashagel) Erster Leseabend in der Nordhäuser Stadtbibliothek (Foto: Angelo Glashagel)

Deswegen wollte man mit einem Leseabend statt einer Lesenacht eine Alternative Idee ausprobieren, so Frau Schröder. Los ging's schon um 16 Uhr mit einer Führung durch die Bibliothek, erster Schmökerpause und einem Imbiss. Der Kern des Abends aber drehte sich natürlich um das Vorlesen, Cornelia Funkes "Herr der Diebe" stand auf dem Programm. Und da die heutige Medienwelt nicht mehr nur aus dem gedrucktem Wort besteht, gab es neben einem Auszug aus dem Buch auch gleich noch ein Stück aus dem Hörbuch zu hören und ein wenig vom Film zum Buch zu sehen.

Ob es noch weitere Leseabende geben wird, muss sich erst noch zeigen. Abend Nummer eins war vor allem ein Versuch um zu sehen wie das Angebot strukturiert sein kann, was funktioniert und was nicht. Den Kindern schien es in jedem Falle Spaß zu machen, einmal die Bibliothek für sich allein zu haben und nicht leise sein zu müssen.
Angelo Glashagel
Autor: red

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