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Di, 14:25 Uhr
17.11.2015
nnz-Forum

Wofür und wogegen demonstrieren

An der überwältigten und rekordverdächtigen Anzahl der allerdings unterschiedlich formulierten Lesereinsendungen zum feigen Attentat einiger fremdgesteuerter junger friedensstörender Menschen kann man erkennen, welches aufgewecktes Potential im eigenen Land vorhanden ist! Nach Jahren relativer Ruhe, von Ausnahmen abgesehen, ist unser Kontinent von solchen hinterhältigen Angriffen Einzelner eigentlich verschont geblieben, bis das vergangene Wochenende kam...


Durch die in von den uns weit entfernten Ländern ausgetragenen aber nicht gelösten fanatischen, religiösen, und politischen Konflikte, die sich in großangelegte und nicht aufhörende Militäraktionen ausgeweitet werden, an denen sich leider auch Teile unserer Verbündeten und wir selbst direkt oder indirekt beteiligten und manche Staaten dabei völlig zerstört wurden, erleben wir als Auswirkung eine noch nie dagewesene geballte Flüchtlingswelle! Diese begann mit einigen gewagten lebensgefährlichen Mittelmeerüberquerungen und hält, ohne ein Ende erahnen zu können, bis in die Gegenwart, nur sehr schwer kontrollierbar, an.

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Die anfänglichen herzlichen Willkommensgrüße unserer Bevölkerung für die völlig unterschiedlichen und nach einer möglichen Neugestaltung des Lebens mit erhofften Familiennachzug suchenden fremden Menschen hat sich mittlerweile in eine zurückhaltende, vorsichtige Haltung verwandelt. Immer wieder sind aber die unzähligen Helfern zu würdigen, die sich um diese hier gestrandeten Menschen ohne Hab und Gut fast rund um die Uhr kümmern!

Dieser feige Anschlag in Paris, bei dem vermutlich noch viel mehr Opfer geplant waren, darf aber nicht dazu führen, dass eventuell zuerst ein betroffenes Land und später vielleicht unser gesamter Kontinent Europa durch sich ausweitende, überhitzte kriegerische Handlungen in den schon vorhandenen aber noch entfernten regelrechten Glaubenskrieg verwickelt wird, wo allein das Töten von Freund und Feind angestrebt wird!

Nein, Herr Greiner, auch, wenn Sie in Ihrem am vergangenen Samstag geschriebenen Kommentar und der speziell sich durch die hinterhältigen Überfälle als betroffen fühlende französische Staatspräsident Hollande (mit Abstrichen auch unser Herr Gauck!) das Wort „Krieg“ verkündeten, darf es doch bereits im Ansatz nicht dazu kommen, weil er dann das Ende vom Anfang wäre.

Deshalb sollten wir uns zuerst im eigenen Land dringend zusammenraufen und genau wissen, wofür und gegen wen demonstriert wird. Von den gewählten Politikern darf andererseits erwartet werden, die genau richtigen Entscheidungen zu treffen, damit im Verbund mit möglichst vielen politischen Partnern anderer Länder, auch mit denen, die teilweise eine andere Meinung vertreten, das Entstehen von gefährlichen Brennpunkten durch gezielte Maßnahmen möglichst eingedämmt werden kann. Zu verhindern sind sie nicht, wie das traurige Beispiel Paris zeigte.

Mit einer geballten Anwesenheit auf der Tribüne in Hannover möchte nun die Elite unserer Politik der eigenen Fußball-Nationalmannschaft bei ihrem heutigen nächsten Auftritt nach einer etwas anders erlebten Partie in Paris, wo eine Minderheit auf einem regelrechten Todeszug unterwegs war, eine besondere moralische Unterstützung gewähren. Nicht jedem Land gelingt diese Aufrichtigkeit, wie die gleichzeitige Spielabsage in Belgien beweist.

Hier muss leider konstatiert werden, dass die wenigen Hintermänner der Friedensgegner einen Sieg gegen eine zahlenmäßig übermächtige, doch scheinbar eingeschüchterte und ängstliche Macht errangen, ohne einen Ball auf dem Rasen gesehen zu haben.......Das Sicherheitsrisiko für Spieler, Betreuer und sonstigen Beobachtern war wohl zu groß und nicht mehr kontrollierbar! So unterschiedlich ist das eben!
Hans Klemm, Eisenach
Autor: red

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