Di, 18:47 Uhr
26.06.2001
Berufsschulen: Aus drei mache zwei
Nordhausen (nnz). Künftig soll es statt drei nur noch zwei Standorte für die Berufsschulausbildung geben. Im Kreistag wurden heute erste Ansätze dieser neuen Struktur vorgestellt.
Um die Stadt Nordhausen als Berufsschulstandort noch attraktiver zu machen, sollen die Berufsschulen im kaufmännischen Bereich sowie für Gesundheit und Soziales zusammengelegt werden. In der kaufmännischen Berufsschule (Freiherr-vom-Stein-Straße) werden derzeit rund 1.200 junge Menschen, in der Berufsschule für Gesundheit und Soziales (Südharz-Krankenhaus) fast 600 Schüler unterrichtet. Die neue Schule an einem neuen Standort wird nach Aussage von Landrat Joachim Claus (CDU) mit etwa 1.500 bis 1.700 Berufsschülern effektiv arbeiten können. Die Kreisverwaltung verspreche sich von einer Zusammenführung verschiedene Rationalisierungseffekte, so zum Beispiel bei der Ausstattung der unterschiedlichen Räume. Auch die Zahl der Unterrichtsräume werden sich von derzeit etwa 110 auf 92 reduzieren. Als Standortbeispiele schlug Joachim Claus die Morgenröte und Am Frauenberg vor.
Grundsätzlich sprachen sich die Kreistagsfraktionen für eine Konzentration der Berufsschulausbildung aus. Mattias Jendricke (SPD) favorisierte hingegen den Standort Nordhausen-Nord. Dort könne zum Beispiel ein zusätzlicher Neubau auf der zur Verfügung stehenden Fläche wesentlich günstiger realisiert werden, als Am Frauenberg. Sollte diese Varianten sich durchsetzen, könne zum Beispiel dem Christlichen Schulzentrum in Nordhausen dieser Standort angeboten werden. Klaus Hummitzsch (PDS) regte an, hinsichtlich der Zukunft der Berufsschulausbildung über eine Art Schulnetz zu diskutieren. So könne in vernünftigen Bahnen über das neue Zentrum diskutiert werden. Es stehe für die PDS-Fraktion außer Frage, dass sich der Landkreis und die Stadt Nordhausen hier profilieren müssten, wenn man nicht zum Beispiel gegenüber dem Landkreis Eichsfeld ins Hintertreffen geraten wolle.
Dem schloß sich der Landrat an. Der Vorteil des Standortes Nordhausen für die Berufsschulausbildung müsse durch eine Investition in zweistelliger Millionenhöhe ausgespielt werden. Ein erstes Konzept dafür werde die Kreisverwaltung in den kommenden Wochen vorlegen. Dazu gehöre auch das entsprechende Finanzierungsmodell. Hier könne sich der Landrat eine Fremdfinanzierung vorstellen, so könnten zum Beispiel die jetzt entstehenden Kosten durch Miete und Sachaufwendungen beibehalten und nicht erhöht werden.
Autor: nnzUm die Stadt Nordhausen als Berufsschulstandort noch attraktiver zu machen, sollen die Berufsschulen im kaufmännischen Bereich sowie für Gesundheit und Soziales zusammengelegt werden. In der kaufmännischen Berufsschule (Freiherr-vom-Stein-Straße) werden derzeit rund 1.200 junge Menschen, in der Berufsschule für Gesundheit und Soziales (Südharz-Krankenhaus) fast 600 Schüler unterrichtet. Die neue Schule an einem neuen Standort wird nach Aussage von Landrat Joachim Claus (CDU) mit etwa 1.500 bis 1.700 Berufsschülern effektiv arbeiten können. Die Kreisverwaltung verspreche sich von einer Zusammenführung verschiedene Rationalisierungseffekte, so zum Beispiel bei der Ausstattung der unterschiedlichen Räume. Auch die Zahl der Unterrichtsräume werden sich von derzeit etwa 110 auf 92 reduzieren. Als Standortbeispiele schlug Joachim Claus die Morgenröte und Am Frauenberg vor.
Grundsätzlich sprachen sich die Kreistagsfraktionen für eine Konzentration der Berufsschulausbildung aus. Mattias Jendricke (SPD) favorisierte hingegen den Standort Nordhausen-Nord. Dort könne zum Beispiel ein zusätzlicher Neubau auf der zur Verfügung stehenden Fläche wesentlich günstiger realisiert werden, als Am Frauenberg. Sollte diese Varianten sich durchsetzen, könne zum Beispiel dem Christlichen Schulzentrum in Nordhausen dieser Standort angeboten werden. Klaus Hummitzsch (PDS) regte an, hinsichtlich der Zukunft der Berufsschulausbildung über eine Art Schulnetz zu diskutieren. So könne in vernünftigen Bahnen über das neue Zentrum diskutiert werden. Es stehe für die PDS-Fraktion außer Frage, dass sich der Landkreis und die Stadt Nordhausen hier profilieren müssten, wenn man nicht zum Beispiel gegenüber dem Landkreis Eichsfeld ins Hintertreffen geraten wolle.
Dem schloß sich der Landrat an. Der Vorteil des Standortes Nordhausen für die Berufsschulausbildung müsse durch eine Investition in zweistelliger Millionenhöhe ausgespielt werden. Ein erstes Konzept dafür werde die Kreisverwaltung in den kommenden Wochen vorlegen. Dazu gehöre auch das entsprechende Finanzierungsmodell. Hier könne sich der Landrat eine Fremdfinanzierung vorstellen, so könnten zum Beispiel die jetzt entstehenden Kosten durch Miete und Sachaufwendungen beibehalten und nicht erhöht werden.

