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Di, 16:57 Uhr
10.11.2015
Flüchtlingsbetreuung: EFAS informiert über Risikoschutz

Helfer sollten Impfstatus kontrollieren

Es gibt keinen Grund zur Sorge, wenn der Impfschutz stimmt, meinte Dr. Dorrit Falcke auf die Frage, ob die Betreuung von Flüchtlingen und Asylsuchenden nicht auch gesundheitliche Gefahren für die Mitarbeiter von Betreuungsvereinen und Behörden mit sich bringe.


Frau Dr. Falcke ist Arbeitsmedizinerin bei der evangelischen Fachstelle für Arbeits- und Gesundheitsschutz (EFAS). Sie betont, dass mit dem Standardimpfschutz gegen Tetanus, Diphterie, Kinderlähmung (Polio), Keuchhusten, Masern, Mumps, Röteln (für nach 1970 Geborene) die in der Flüchtlingshilfe Tätigen ausreichend geschützt sind. Für immungeschwächte Personen und chronisch Erkrankte sowie Menschen ab einem Lebensalter von 60 Jahren wird zusätzlich eine saisonale Grippeschutzimpfung (Influenza) empfohlen. Sie rät: „Diese Menschen sollten ihren Impfstatus hausärztlich kontrollieren und gegebenenfalls auffrischen lassen. Die Krankenkasse trägt die Kosten.“

Nur Personen, die regelmäßig mit Stuhlgang in Berührung kommen können (z. B. beim
Wickeln von Kindern), sollte eine Schutzimpfung gegen Hepatitis A angeboten werden. Diese Impfung kann durch den/die Betriebsarzt/-ärztin durchgeführt werden und ist für Mitarbeitende der evangelischen Kirche im Betreuungsvertrag mit der BAD GmbH enthalten. Mitarbeiter anderer Vereine, Firmen oder Behörden finden auf Nachfrage dort die entsprechenden Auskünfte.

Hygieneregeln bei der Arbeit beachten

Gründliches und regelmäßiges Waschen der Hände mit Seife schützt vor der Ansteckung und
Weitergabe der häufigsten Infektionskrankheiten und reicht bei Betreuungstätigkeiten wie
Begrüßung, Begleitung im Alltag, Verteilung von Kleidung und anderen Hilfsgütern aus.
Beim regelmäßigen Windelwechseln und der damit verbundenen Gefahr der Schmierinfektion
sei es sinnvoll, medizinische Schutzhandschuhe zu tragen. Nach dem Ausziehen der Handschuhe sollte medizinisches Handdesinfektionsmittel benutzt werden, so die Arbeitsmedizinerin.

Weitere Informationen

In kirchlichen Einrichtungen beraten weitergehend Betriebsärzte die Mitarbeitenden und ehrenamtlich Tätigen über mögliche Infektionsrisiken. Zudem werden alle arbeitsmedizinisch erforderlichen Schutzimpfungen angeboten und durchgeführt.

Das Robert-Koch-Institut bietet im Internet (www.RKI.de) viele Informationen und
Empfehlungen zum Infektionsschutz, Impfungen und dem Auftreten von
Infektionskrankheiten in Deutschland an.

Aber auch die Evangelische Fachstelle für Arbeits- und Gesundheitsschutz (EFAS) unterstützt und berät Fragenstellende gern (info@efas-online.de oder www.efas-online.de).

Frau Dr. Dorrit Falcke ist wochentags zu den normalen Dienststunden erreichbar unter Tel. 0511/2 79 6640.
Jochen Miche
Autor: jm

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Kommentare
ThomasIlfeld
10.11.2015, 20:51 Uhr
Alles gut und schön
Wie kann man aber gegen Krankheiten wie zum Beispiel, Malaria vorbeugen?
Sinz2000
10.11.2015, 22:17 Uhr
Impfschutz, wofür
Man hat doch versichert, dass durch die Flüchtlinge kein erhöhtes Infektionsrisiko besteht. Weder durch TBC, weder durch Syphilis, noch durch andere Krankheiten, Die Warnschreiben der Ärzte- und Apothekenkammer waren doch rechte und Nazipropaganda
Wolfi65
11.11.2015, 07:55 Uhr
@ThomasIlfeld
Malaria wird durch die CC Fliege (Mücke) übertragen. Nicht von Mensch zu Mensch. Um die Krankheit zu bekommen müssen Sie weit in den Süden fahren. Dann wäre wohl eine Impfung oder Tabletten die bessere Wahl. Bei TBC wird es da schon interessanter. Die kann von Mensch zu Mensch übertragen werden.
Leser1
11.11.2015, 08:54 Uhr
Gelbfieber bei Flüchtlingen
Mir hat ein Flüchtlingshelfer der Mediziner ist erzählt das Flüchtlinge in unserem Land schon Gelbfieber hatten. Welweit sterben sehr viele Menschen an Gelbfieber. Es ist in Deutschland vom Arzt namentlich meldepflichtig.
ThomasIlfeld
11.11.2015, 11:25 Uhr
Alles gut und schön
Malaria kann sehr wohl von Mensch zu Mensch übertragen werden. Zum Beispiel durch Blut.
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