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Di, 08:08 Uhr
03.11.2015
Stadionneubau in Nordhausen?

Bundesprogramm soll es richten

Die Stadt Nordhausen steht einem Stadion-Neubau zumindest nicht im Wege. Der Nordhäuser Stadtrat hat am Abend beschlossen, dass sich die Kommune an einem Bundesprogramm beteiligen will. Nicht mehr. Das ist das Höchste an sportlicher Sympathie...


Ansonsten sind die Hauptakteure aus dem Nordhäuser Rathaus eher nicht den fußballsportlichen Highlights dieser Region zugetan. Sicher, in der Wiedigsburghalle, wenn zwei auswärtige Mannschaften Handball spielen, dann kann man auch die für den Sport verantwortliche Dezernentin schon mal im VIP-Block erblicken.

Aber – wann war Hannelore Haase das letzte Mal im Albert-Kuntz-Sportpark? Kann sein, dass das beim jüngsten Heimspiel von Wacker unter Flutlicht so war. Ich weiß es nicht. Übrigens noch einmal zum Handball und den CL-Spielen. Wenn die internationale Truppe aus Bad Langensalza in der WB-Halle zu Gast ist, dann ist Kurstadt-Bürgermeister Bernhard Schönau immer mit dabei.

Jetzt also soll ein Antrag der Verwaltung gestellt werden, bei dem es um eine erkleckliche Summe für einen eventuellen Stadionneubau geht. Wenn diese Bewerbung genauso lieblos geschrieben wird, wie man bislang seitens der kommunalen Politik mit Wacker Nordhausen umgegangen ist, dann kann sich das zuständige Amt – vermutlich das sich mit der Zukunft beschäftigt – die Pflicht sparen. Von einer Kür ganz zu schweigen.

Eine Kür ist jedoch notwendig, wenn die Bewerbung Sinn und Aussicht auf Erfolg haben sollte. Die muss sich abheben von anderen. Die muss zeigen, dass es da nicht nur um irgendeinen Verein geht, sondern um den, der Nordhausen jede Woche mindestens für vier oder fünf Minuten in den Wohnzimmer oder auf Laptops und Tablets bringt. Die Region muss mit eingebunden werden, sie muss dahinterstehen.

Auch der Landkreis muss sich an der Bewerbung mit beteiligen. Ebenso der handball-verliebte Kreissportbund, auch der Nordhäuser Unternehmerverband, vielleicht auch andere Sportvereine. Diese Bewerbung muss zünden. Sie ist sozusagen die Vorstufe für die Trägerrakete, an deren Spitze ein neues, schmuckes, kleines aber feines Stadion stehen könnte.

Aber mal ehrlich – ich traue dem nicht so recht. Mein Vertrauen in die Leistungsfähigkeit der städtischen und kreislichen Politik ist begrenzt, da ist für den Fußballsport zu wenig Herz und Verstand. Außer, dass der aktuelle Landrat gern Vizepräsident bei Wacker Nordhausen werden will.

Bleibt noch die Wirtschaft. Da gibt es erste Hoffnungsschimmer. Da gibt es zwei Unternehmen – Papenburg und Habau – die würden bauen, betreiben oder vermieten. Und da gibt es Unternehmen, die würden nicht viel fragen, sondern machen. Ein Repräsentant eines solchen wirtschaftlichen Schwergewichts sagte kürzlich auf die Frage, was wird, wenn es die Politik nicht hinbekommt? „Dann müssen wir uns eben zusammentun und Geld einsammeln!“
Peter-Stefan Greiner
Autor: red

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Kommentare
NDHler
03.11.2015, 09:20 Uhr
Sehr guter Beitrag!
Fans und Verein können froh sein, dass sich „Macher“ wie Nico Kleofas oder Hans-Joachim Junker an die Spitze von Wacker 90 gesetzt haben und anpacken! Sportlicher Erfolg und das (provisorische) Flutlicht zeigen dass es geht wenn man will. Und was für einen Zuspruch die Flutlichtspiele haben und welch eine „Gänsehautstimmung“ im AKS während der Spiele herrscht ist schon beachtlich. Auch mich würde interessieren ob sich die rathausspitze ab und an unter die Zuschauer mischt.

Am Ende wird das Projekt Stadion nur über private Investoren zu stemmen sein. Was dabei herauskommt wenn die Politik solche Großprojekte anfasst sieht man in ganz Deutschland. Neustetes Projekt, welches wohl dem Steuerzahler weit mehr kosten wird als heute geplant, ist das neue Erfurter Stadion, ääähhh sorry Multifunktionsarena! Untreueverdacht, mindestens 18 Fehler bei der europaweiten Ausschreibung und, wen wundert’s, es fehlen schon jetzt mindestens 6.000000,00 €uro zur Fertigstellung! Am Ende wird dieses Mammutprojekt zu einem Rohrkrepierer! Die Mehrkosten werden die 10.000000,00 €uro weit überschreiten. Und dann kommt ja noch die fragwürdige Finanzierung über Fördermittel aus der Tourismusförderung, welche in meinen Augen an dieser Stelle zweckentfremdet werden! Es droht eine Rückzahlung von Fördergeldern wenn die Arena hauptsächlich als Fußballstadion genutzt wird.
Von daher vertrete ich die Meinung, dass auch in Nordhausen Projekte wie die Feuerwache oder das Stadion in private Hand gehören!
Johann George
03.11.2015, 12:12 Uhr
Nicht auf Verwaltung hoffen
Auf einen Zuschuss aus einem von der Stadt Nordhausen beantragten Bundesprogramm sollten sich die Wacker-Granden nicht verlassen. Ihre Erfahrung bei dem Gezerre um die Flutlichtanlage wird ihnen wohl auch alle Illusionen in dieser Richtung genommen haben.
Warum sollte der Bund auch einer Stadt Fördergelder überantworten, die nicht einmal einen eigenen Haushalt aufstellen kann?
Und der Landrat Jendricke dürfte noch für geraume Zeit andere Probleme haben als einen Stadionneubau. Außer moralischer Unterstützung kann er nichts bieten.
Es ist rührend, dass Herr Greiner mehr Empathie von verantwortlichen Politikern fordert - aber zwecklos.
Wenn hier etwas mit dem Stadionbau gehen kann, dann nur über private Finanziers. Die Herren Kleofas, Junker und Kirchhoff sollten sich so unabhängig wie möglich von staatlichen Zuschüssen machen. Dann können sie auch ein schmuckes, atmosphärisches Fußballstadion bauen und müssen keine Multifunktionsarena vorhalten, die für alles mögliche verwendet werden soll.
Die weitere Entwicklung des Nordhäuser Fußballs ist auch abhängig von einem geeigneten Stadion, denn für höhere Weihen scheidet der altehrwürdige AKS aus.
Wie die letzten Jahre gezeigt haben, kann es mitunter ganz schnell gehen mit dem sportlichen Erfolg, deshalb sollte keine Zeit mit bürokratischen, langatmigen und unsicheren Anträgen verschwendet werden. Und dabei ist es egal, mit wie viel Herzblut die formuliert sind.
Babette Klingert
03.11.2015, 12:49 Uhr
Unseren Landrat nicht vergessen!
Er hat seit er Vizepräsident bei Wacker ist, viel bewegt, unter anserem die Flutlichtanlage!
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