Sa, 11:28 Uhr
24.10.2015
Nordhausen hilft soll online gehen
Eine Seite für alle
Fahren wir in den Urlaub, nehmen wir einen Reiseführer mit, der uns den Weg weisen kann. Diejenigen, die gerade aus ihrer Heimat fliehen müssen, haben diese Annehmlichkeit meist nicht. Die Inititative "Nordhausen hilft" will deswegen demnächst mit einem Angebot online gehen, das sowohl Flüchtlingen wie auch Einheimischen bei der Orientierung helfen soll...
Die Website "Nordhausen hilft" soll Anlaufstelle für alle sein - für Neuankömmlinge, Helfer, spendable Mitbürger, Arbeitgeber und Organisationen. Bundesweit gibt es ähnliche Inititativen wie "Nordhausen hilft", manche haben auch Internetbasierte Hilfsangebote aufgebaut. Er habe aber keines gefunden, das sich dem Thema in dieser Breite nähert, sagte Mediengestalter Steffen Mund, der die Seite in Zusammenarbeit mit dem Jugendsozialwerk aufgebaut hat.
Die Seite untereilt sich in vier Hauptbereiche - Hilfe finden, Hilfe geben, Freizeit und Arbeit. Letzterer wird kein klassischer Stellenmarkt sein, sondern vielmehr ein Informationsportal für Arbeitgeber, die sich der Herausforderung stellen und Projekte umsetzen wollen, erklärten die Macher der Seite gestern. Flüchtlinge sollen sich hier über die Regeln und Vorraussetzungen des deutschen Arbeitsmarktes informieren können. Wer selber helfen möchte, findet ebenfalls die nötigen Informationen und Ansprechpartner.
Hinzu kommt eine interaktive Karte, auf der die Orte in Nordhausen markiert sind, die für Flüchtlinge von Interesse sind - wo befinden sich die Ämter und andere Anlaufstellen, wo die nächste Apotheke oder Supermarkt. Auf der Seite soll es auch Bereiche geben, auf denen häufig gestellte Fragen beantwortet werden. Hier will man sich ebenso an Zuwanderer und Einheimische wenden. "Wir wollen so viele Fragen und Antworten wie möglich zusammen tragen", sagte Holger Richter vom Jugendsozialwerk, dazu gehöre auch, mit gängigen Vorurteilen und Falschinformationen aufzuräumen.
Taucht man tiefer ein, soll die Seite noch mehr zu bieten haben: Kleinanzeigen in verschiedenen Kategorien, Neuigkeiten und Termine oder auch einen Schieberegler der zeigt, was mit Geldspenden in verschiedener Höhe gekauft werden kann.
Interessant dürfte auch der Bereich Freizeit sein. Um die soziale Interaktion zu fördern sollen hier Vereine, Sportbegeisterte oder Gruppen wie die Feuerwehren ihre Möglichkeiten zentral präsentieren können.
Um die Seite mit Leben zu füllen, braucht man die Unterstützung von Freiwilligen. Die trafen sich gestern um einen ersten Einblick in die Funktionsweise des neuen Angebots zu erhalten und sich über die Inhalte auszutauschen. Jeder wird dann für den Bereich zuständig sein, der dem eigenen Arbeitsfeld am nähesten liegt. Mit dabei sind unter anderem der Verein Schrankenlos, das Jugendsozialwerk, die Diakonie, die Agentur für Arbeit, die Johanniter, die Stadtverwaltung Nordhausen und noch einige mehr.
Der Erfolg der Seite wird sich am Ende daran messen lassen müssen, inwiefern sie ihre verschiedenen Zielgruppen auch erreicht. Da die meisten Neuankömmlinge weder über einen regulären Internetzugang geschweige denn Computer oder Tablets verfügen, habe man die Seite auch für Smartphones optimiert und möglichst intuitiv und benutzerfreundlich gestaltet, erklärte Designer Mund. Auch die Sprachbarriere gilt es zu überwinden, deswegen will man die Inhalte auch in mehrere Sprachen übersetzen, entsprechende Kontakte zu Dolmetschern und Übersetzern sind bereits geknüpft. Nur müssen dazu erst einmal die Deutschsprachigen Inhalte vorhanden sein. Wann die Seite online gehen kann, hängt also auch davon ab wie schnell die verschiedenen Helfer Aktivität entfalten und die Seite mit Inhalten füllen können. Ein konkreter Starttermin konnte deswegen noch nicht genannt werden.
Angelo Glashagel
Autor: redDie Website "Nordhausen hilft" soll Anlaufstelle für alle sein - für Neuankömmlinge, Helfer, spendable Mitbürger, Arbeitgeber und Organisationen. Bundesweit gibt es ähnliche Inititativen wie "Nordhausen hilft", manche haben auch Internetbasierte Hilfsangebote aufgebaut. Er habe aber keines gefunden, das sich dem Thema in dieser Breite nähert, sagte Mediengestalter Steffen Mund, der die Seite in Zusammenarbeit mit dem Jugendsozialwerk aufgebaut hat.
Die Seite untereilt sich in vier Hauptbereiche - Hilfe finden, Hilfe geben, Freizeit und Arbeit. Letzterer wird kein klassischer Stellenmarkt sein, sondern vielmehr ein Informationsportal für Arbeitgeber, die sich der Herausforderung stellen und Projekte umsetzen wollen, erklärten die Macher der Seite gestern. Flüchtlinge sollen sich hier über die Regeln und Vorraussetzungen des deutschen Arbeitsmarktes informieren können. Wer selber helfen möchte, findet ebenfalls die nötigen Informationen und Ansprechpartner.
Hinzu kommt eine interaktive Karte, auf der die Orte in Nordhausen markiert sind, die für Flüchtlinge von Interesse sind - wo befinden sich die Ämter und andere Anlaufstellen, wo die nächste Apotheke oder Supermarkt. Auf der Seite soll es auch Bereiche geben, auf denen häufig gestellte Fragen beantwortet werden. Hier will man sich ebenso an Zuwanderer und Einheimische wenden. "Wir wollen so viele Fragen und Antworten wie möglich zusammen tragen", sagte Holger Richter vom Jugendsozialwerk, dazu gehöre auch, mit gängigen Vorurteilen und Falschinformationen aufzuräumen.
Taucht man tiefer ein, soll die Seite noch mehr zu bieten haben: Kleinanzeigen in verschiedenen Kategorien, Neuigkeiten und Termine oder auch einen Schieberegler der zeigt, was mit Geldspenden in verschiedener Höhe gekauft werden kann.
Interessant dürfte auch der Bereich Freizeit sein. Um die soziale Interaktion zu fördern sollen hier Vereine, Sportbegeisterte oder Gruppen wie die Feuerwehren ihre Möglichkeiten zentral präsentieren können.
Um die Seite mit Leben zu füllen, braucht man die Unterstützung von Freiwilligen. Die trafen sich gestern um einen ersten Einblick in die Funktionsweise des neuen Angebots zu erhalten und sich über die Inhalte auszutauschen. Jeder wird dann für den Bereich zuständig sein, der dem eigenen Arbeitsfeld am nähesten liegt. Mit dabei sind unter anderem der Verein Schrankenlos, das Jugendsozialwerk, die Diakonie, die Agentur für Arbeit, die Johanniter, die Stadtverwaltung Nordhausen und noch einige mehr.
Der Erfolg der Seite wird sich am Ende daran messen lassen müssen, inwiefern sie ihre verschiedenen Zielgruppen auch erreicht. Da die meisten Neuankömmlinge weder über einen regulären Internetzugang geschweige denn Computer oder Tablets verfügen, habe man die Seite auch für Smartphones optimiert und möglichst intuitiv und benutzerfreundlich gestaltet, erklärte Designer Mund. Auch die Sprachbarriere gilt es zu überwinden, deswegen will man die Inhalte auch in mehrere Sprachen übersetzen, entsprechende Kontakte zu Dolmetschern und Übersetzern sind bereits geknüpft. Nur müssen dazu erst einmal die Deutschsprachigen Inhalte vorhanden sein. Wann die Seite online gehen kann, hängt also auch davon ab wie schnell die verschiedenen Helfer Aktivität entfalten und die Seite mit Inhalten füllen können. Ein konkreter Starttermin konnte deswegen noch nicht genannt werden.
Angelo Glashagel



