Mo, 12:05 Uhr
25.06.2001
Thüringer Konjuktur sackt weiter ab
Nordhausen (nnz/tls). Das Thüringer Landesamt für Statistik übermittelte der nnz zwei Meldungen, die für die Konjunktur im Freistaat eine weiteren Trend nach unten erkennen lassen. Die Meldungen kommen aus der Baubanche sowie aus dem Einzelhandel.
Von Januar bis April 2001 gaben die Thüringer Bauaufsichtsbehörden 559 neue Nichtwohngebäude bzw. Baumaßnahmen für Um-, Aus- und Erweiterungsbauten an bestehenden Nichtwohngebäuden zum Bau frei. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 5,9 Prozent weniger Vorhaben als im Vorjahresberichtszeitraum. Diese rückläufige Entwicklung ist seit 1994 zu beobachten. Die genehmigte Nutzfläche erreichte mit 380.420 Quadratmeter fast das Vorjahresniveau (−1,1 Prozent). Von Januar bis April 2001 wurden 327 neue Nichtwohngebäude zum Bau freigegeben, das waren 16 Vorhaben bzw. 4,7 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der genehmigte umbaute Raum fiel mit rund 2,5 Millionen Kubikmeter um 22,0 Prozent größer aus als im Vorjahresberichtszeitraum. Insbesondere die Wirtschaftsunternehmen als größte Bauherrengruppe trugen zu dieser Entwicklung bei.
Einzelhandel weiterhin mit weniger Umsatz und Beschäftigten
Im April setzten alle Branchen des Thüringer Einzelhandels weniger Waren um als im März dieses Jahres. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik lag der Umsatz im April um nominal − in jeweiligen Preisen − 0,4 Prozent unter dem vergleichbaren Niveau vom April 2000. Für die ersten vier Monate 2001 ergab sich ein Umsatzrückgang von nominal 0,9 Prozent.
Damit verlief die Entwicklung im Thüringer Einzelhandel entgegen dem bundesweiten Trend. Hier wurde von Januar bis April 2001 nominal 1,6 Prozent mehr umgesetzt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Anzahl der Beschäftigten im Thüringer Einzelhandel lag im Durchschnitt der ersten vier Monate dieses Jahres um 4,4 Prozent unter der des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Da die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten mit minus 6,3 Prozent stärker zurückging als die der Teilzeitbeschäftigten − minus 2,1 Prozent − verschob sich die Relation weiter zugunsten der Teilzeitbeschäftigten. Von 100 Beschäftigten im Thüringer Einzelhandel waren rund 53 vollzeitbeschäftigt; 47 Personen gingen einer Teilzeitbeschäftigung nach. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum betrug die Relation 54 zu 46.
Autor: nnzVon Januar bis April 2001 gaben die Thüringer Bauaufsichtsbehörden 559 neue Nichtwohngebäude bzw. Baumaßnahmen für Um-, Aus- und Erweiterungsbauten an bestehenden Nichtwohngebäuden zum Bau frei. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 5,9 Prozent weniger Vorhaben als im Vorjahresberichtszeitraum. Diese rückläufige Entwicklung ist seit 1994 zu beobachten. Die genehmigte Nutzfläche erreichte mit 380.420 Quadratmeter fast das Vorjahresniveau (−1,1 Prozent). Von Januar bis April 2001 wurden 327 neue Nichtwohngebäude zum Bau freigegeben, das waren 16 Vorhaben bzw. 4,7 Prozent weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der genehmigte umbaute Raum fiel mit rund 2,5 Millionen Kubikmeter um 22,0 Prozent größer aus als im Vorjahresberichtszeitraum. Insbesondere die Wirtschaftsunternehmen als größte Bauherrengruppe trugen zu dieser Entwicklung bei.
Einzelhandel weiterhin mit weniger Umsatz und Beschäftigten
Im April setzten alle Branchen des Thüringer Einzelhandels weniger Waren um als im März dieses Jahres. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik lag der Umsatz im April um nominal − in jeweiligen Preisen − 0,4 Prozent unter dem vergleichbaren Niveau vom April 2000. Für die ersten vier Monate 2001 ergab sich ein Umsatzrückgang von nominal 0,9 Prozent.
Damit verlief die Entwicklung im Thüringer Einzelhandel entgegen dem bundesweiten Trend. Hier wurde von Januar bis April 2001 nominal 1,6 Prozent mehr umgesetzt als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Die Anzahl der Beschäftigten im Thüringer Einzelhandel lag im Durchschnitt der ersten vier Monate dieses Jahres um 4,4 Prozent unter der des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Da die Anzahl der Vollzeitbeschäftigten mit minus 6,3 Prozent stärker zurückging als die der Teilzeitbeschäftigten − minus 2,1 Prozent − verschob sich die Relation weiter zugunsten der Teilzeitbeschäftigten. Von 100 Beschäftigten im Thüringer Einzelhandel waren rund 53 vollzeitbeschäftigt; 47 Personen gingen einer Teilzeitbeschäftigung nach. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum betrug die Relation 54 zu 46.

