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Fr, 07:00 Uhr
23.10.2015
Lichtblick

Danken statt Vergleichen – der tägliche Lichtblick

Wir leben in einer Gesellschaft, in der viel verglichen wird. Die Werbung macht sich das zunutze: Wenn Du als Hausfrau dieses eine Waschmittel nimmst, wirst Du zufriedener sein als vorher. Und alle gucken Dir neidisch hinterher...


Wenn Du als Mann dieses eine Auto fährst, ist das besser, als im Raumschiff Enterprise mit zu fliegen!
Wir vergleichen uns mit anderen Menschen in materieller Hinsicht – aber auch was das Aussehen angeht. Dabei übersehen wir, was uns schon gegeben ist.
Und das reißt uns in einen Strudel hinein, der uns deprimiert.

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Glücksforscher haben etwas Interessantes festgestellt: Wenn Menschen dauernd finanzielle Sorgen haben, dann fühlt man sich nicht besonders glücklich.

„Doch wenn einmal ein gewisser Grundbedarf gedeckt ist, steigt das Glücksgefühl nicht proportional mit der Zunahme des Einkommens an. Während das Geldniveau möglicherweise steigt, stagniert das Glücksniveau – oder sinkt sogar, weil mehr Besitztümer auch neue Sorgen und Aufwände mich sich bringen.“

Das erinnert mich an den Komiker Emil Steinberger aus der Schweiz. Er spielt einen Polizisten, der nachts angerufen wird: „Was, Sie haben einen Einbrecher im Haus? Wo ist er? In der ersten Etage? Da haben Sie wertvolle Gemälde hängen? Ja, das hat man dann!“
Anstatt zu vergleichen ist es besser, ganz neu in den Blick zu nehmen, was wir schon haben, was uns geschenkt ist. Worüber haben wir uns in den letzten zehn Jahren richtig wahnsinnig gefreut? Wie denken wir heute darüber? Wo ist die Freude darüber geblieben? Können wir dafür neu danken. Was vielleicht mal unser größter Wunsch war ist nun so selbstverständlich? Denken wir an so etwas zurück – und danken wir neu dafür!

Matthias Claudius (Foto: privat) Matthias Claudius (Foto: privat) Und stoppen wir das Vergleichen. Mir kann es noch so gut gehen: Irgendwo hinter der nächsten Ecke wartet jemand darauf mir zu zeigen, dass er es noch besser hat als ich! Oder er sieht besser aus als ich!

Und was mein Aussehen betrifft: Matthias Claudius wäre dieses Jahr 275 Jahre alt geworden. Manche fanden ihn alles andere als gut aussehend. Aber ihm verdanken wir ein Gedicht, das beginnt so:

Täglich zu singen         

Ich danke Gott, und freue mich
    Wie 's Kind zur Weihnachtsgabe,
Daß ich bin, bin! Und daß ich dich,
    Schön menschlich Antlitz! habe;


Was Matthias Claudius noch so alles schreibt in seinem Gedicht macht deutlich: Beim Vergleichen kann es nur Verlierer geben. „Ein dankbares Herz wird auch glücklich, wenn der Nachbar offensichtlich ein größeres Budget zur Verfügung hat.“

Denn: „Die Seele ernährt sich von dem, worüber sie sich freut.“
Pfarrer Reinhard Süpke

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Autor: red

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